Krankenversicherung im Studium: So entgehst du der Kostenfalle

von Lisa Birko

Damit du keine böse Überraschung mit deiner Krankenversicherung erlebst, bekommst du hier ein paar praktische Ratschläge: So vermeidest du die Kostenfalle!

Krankenversicherung.

Für mich mit das langweiligste Thema der Welt.

Jeder hat zwar irgendwie eine, aber niemand weiß so richtig darüber Bescheid oder hat eine Ahnung, worauf man dabei so achten muss.

Bei lästigen Themen wie diesem steht man daher öfter mal auf dem Schlauch. Und auch mir ging es bis vor Kurzem nicht anders.

 

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Krankenversichert? Alles easy!

Genau zwei Mal im Jahr kommen meine Eltern mit derselben Frage um die Ecke: „Kannst du uns deine Studienbescheinigung ausdrucken? Du weißt schon, für die Krankenkasse.“ Dann heißt es für mich: Computer an, das Dokument durch den Drucker jagen und Mutti in die Hand drücken. Fertig!

Natürlich wird nicht nachgefragt, was die Krankenkasse damit will. Warum auch? Bis jetzt lief immer alles gut: Mama und Papa haben eine Krankenversicherung, ich habe eine eigene Karte im Portemonnaie und muss mir keine Sorgen machen. Keine Kosten, kein lästiger Papierkram … und richtig krank war ich sowieso noch nie.

Wenn deine Eltern in einer gesetzlichen Krankenkasse sind, bist du kostenlos mitversichert. Das nennt sich Familienversicherung. Du musst keine eigenen Beiträge zahlen und dich auch sonst um nichts kümmern.

Naiv wie ich war, habe ich das lästige Thema Krankenversicherung einfach in die hinterletzte Ecke meines Gehirns geschoben. Gut aufbewahrt, zwischen Gedichtsanalysen und Französisch-Vokabeln, ist es dort schnell eingestaubt. Bis ich einen Studentenjob in der Online-Redaktion eines Versicherungsportals fand und plötzlich nicht nur Geld verdiente, sondern auch mit dieser unliebsamen Thematik konfrontiert wurde.

 

Wenn der Welpenschutz vorbei ist …

In meinem Nebenjob musste ich mich nämlich wohl oder übel mit dem Thema “Studentische Krankenversicherung” auseinandersetzen.

Klingt langweilig? Ist es auch.

Aber genau deshalb kenne ich sie jetzt: Die Kostenfalle mit der Krankenversicherung.

Viele Studenten tappen regelmäßig in diese Falle und wundern sich dann darüber, dass sie schlagartig jeden Monat einen Hunni weniger auf dem Konto haben.

Aber wie kann das passieren?

Ganz einfach: Mit 25 Jahren bist du zu „alt“ für deine Krankenkasse und musst dich selber versichern.

Dann wirst du einfach wie ein Babyvogel aus dem Nest deiner Eltern geschubst und musst plötzlich für dich selbst sorgen. Der Welpenschutz ist dann vorbei. Schön ist das nicht. Aber wenn du darauf vorbereitet bist und einen Plan hast, kann dir eigentlich nichts passieren.

Damit du keine böse Überraschung mit deiner Krankenversicherung erlebst, möchte ich dir in diesem Artikel ein paar praktische Ratschläge mit auf den Weg geben. Ich zeige dir, wie du der Kostenfalle entgehst und wie du es besser machst als mein guter Freund Robin.

Robin hat nämlich alles falsch gemacht.

 

Und plötzlich schlägt die Krankenversicherung zu

Mein Kumpel Robin, klassischer Lehramtstudent, hält sich seit einem Jahr tapfer im Masterstudium. Mit knackigen 25 Jahren ist er nun auf dem guten Wege, ein echter Lehrer zu werden. Aber damit ist er für die Krankenkasse schon „alt”. Dabei hat er weder Falten noch andere Altersleiden. Spätestens als Lehrer werden ihm aber wohl die ersten grauen Haare wachsen…

Als wohlbehüteter Student hat er sich – genau wie viele andere – noch nie Gedanken über seine Krankenversicherung gemacht. Doch pünktlich zu seinem 25. Geburtstag kam die böse Überraschung schwarz-auf-weiß ins Haus geflattert: Die Familienversicherung endet und auf einmal muss er selbst Beiträge zahlen. Die sorglose Phase ist damit auf einen Schlag vorbei!

Happy Birthday!

Die Falle schnappt zu: Mit 25 endet die Familienversicherung und du musst plötzlich eigene Beiträge zahlen. Dann bist du in der studentischen Krankenversicherung und musst du mit Kosten um die 80 Euro rechnen.

 

Wer soll das bezahlen?

Und jetzt?

Der angehende Geschichts- und Sportlehrer hat natürlich keine Riesenersparnisse –  alles ist für Bücher, Reisen, Kneipentouren und andere “studentische Aktivitäten” drauf gegangen.

Hätte Robin das mal vorher gewusst!

Dann hätte er vielleicht nicht die 50 Euro für das letzte Konzert ausgegeben. Und die neuen Schuhe hätten auch nicht sein müssen. Vielleicht wäre er öfters arbeiten gegangen, um sich ein finanzielles Polster zu schaffen. Dann könnte er jetzt einfach beruhigt auf sein Konto schauen und müsste sich keine Sorgen um die nervige Krankenversicherung machen.

Aber keine Zeit zum Träumen! Mein Kumpel ist verzweifelt. Wie soll er die zusätzlichen Kosten stemmen? Woher plötzlich das Geld nehmen?

In seiner Not sieht er erstmal keine andere Möglichkeit, als die Beiträge einfach nicht zu zahlen. Ganz nach dem Motto: Warum auch? Richtig krank war ich sowieso noch nie!

Natürlich wäre es sehr dumm, dieses Risiko einzugehen. Schließlich kann immer etwas passieren. Und mal ehrlich: Welcher vernünftige Mensch läuft heute noch ohne Krankenversicherung rum? Bei den hohen Gebühren für Arztbesuche und Co. Davon abgesehen herrscht bei uns in Deutschland eine Versicherungspflicht. Es führt also kein Weg an der Krankenversicherung vorbei.

 

Retter in der Not

Mein sonst so schlauer Lehramt-Freund sieht deshalb schnell ein, dass keine Krankenversicherung keine Lösung ist. Ihm bleibt nur noch eine Option, um sich aus dieser Zwickmühle zu befreien: Bei Mama und Papa um Geld betteln. Und genau das tut er auch. Eigentlich sollte er mit Mitte 20 in der Lage sein, seine finanziellen Probleme selbst zu lösen. Aber sein Studentenstatus gekoppelt mit dem Beschützerinstinkt seiner Eltern rettet ihm dem Hintern.

Natürlich kann sich Robin jetzt nicht zurücklehnen und entspannen. Mama und Papa haben ihm zwar aus der Patsche geholfen, spätestens nach drei Monaten ist die Schonfrist aber vorbei. Bis dahin hat er Zeit, sein Konto aufzufüllen und eine Reserve für die Krankenversicherung anzulegen.

Natürlich können nicht alle Eltern ihren “erwachsenen” Kindern finanziell unter die Arme greifen. Das soll auch gar nicht so sein! Schließlich willst du ja irgendwann auf eigenen Beinen stehen. Dazu gehört auch, die Beiträge für die Krankenkasse selber zu zahlen. Und genau dafür solltest du vorsorgen.

Aber wie?

 

So tappst du nicht in die Kostenfalle

Der erste Schritt ist schon getan: Du hast diesen Artikel gelesen. Und erfahren was passiert, wenn man nicht auf den Überfall der Krankenkasse vorbereitet ist.

Allein dieses Wissen macht dich schon ein ganzes Stück schlauer. Um aber nicht nur mental, sondern auch finanziell für diese Veränderung bereit zu sein, kannst du Folgendes tun:

  • Lege schon lange vor deinem 25. Geburtstag jeden Monat etwas Geld zurück. Du kannst dir dafür auch ein extra Konto oder Sparbuch errichten, damit du gar nicht erst in Versuchung kommst, das Geld auszugeben.
  • Plane mehr Zeit zum Arbeiten ein. Zwei Stunden die Woche kannst du sicher noch aufbringen. Dein Konto wird es dir danken.
  • Wenn du noch keinen Job hast, dann suche dir jetzt einen! Ab deinem 25. Geburtstag hast du auf einmal Kosten, wo vorher keine waren. Und da wird jeder Cent gebraucht.
  • Mach dir eine Erinnerung oder Vermerk im Kalender. So vergisst du nicht, dich zu informieren, zu planen und zu sparen.

Wenn du über deine Eltern mitversichert bist, darfst du monatlich nicht mehr als 450€ verdienen. Sonst entfällt dein kostenfreier Beitrag. Mit 25 fliegst du sowieso aus der Familienversicherung raus, ab dann darfst du mehr verdienen.

 

Früh informieren und clever sparen

Wer richtig pfiffig sein will, informiert sich vorab über die Angebote der Krankenkassen. Denn auch das sonst so staubige, langweilige Versicherungssystem hat ein Herz für Studenten. Frag einfach mal bei deiner Krankenkasse nach und lass dich beraten.

Wenn du schon vor deinem 25. Geburtstag privat versichert bist, musst du dir keine Sorgen machen – alles bleibt wie gehabt.

Bist du ein “Beamtenkind” und über deine Eltern beihilfeversichert, musst du ab deinem 25. Geburtstag mit einer Erhöhung der Beiträge rechnen. Um dein Konto zu schonen, hast du nun die Möglichkeit, in eine günstigere private Krankenkasse zu wechseln.

Bist du aber – wie die meisten – über deine Eltern gesetzlich versichert, kommen ab 25 zum ersten Mal Kosten auf dich zu. Alternativ kannst du in eine private Krankenversicherung wechseln, dort musst du ein bisschen weniger zahlen. Jeden Monat 10 Euro mehr oder weniger auf dem Konto können viel ausmachen.

Richtig lohnen wird sich der Wechsel aber erst, wenn du über 30 bist oder schon mindestens 14 Fachsemester absolviert hast. Die gesetzliche Krankenkasse würde ab diesem Zeitpunkt rund 150 Euro im Monat von dir verlangen! Dann profitierst du in der Privaten von deutlich geringeren Beiträgen – nur knapp die Hälfte – und kannst mehr Geld für schöne Dinge ausgeben.

Und keine Panik: Der lästige Papierkram ist schnell überwunden und mit deinem Welpenschutz bekommst du dabei sicherlich ein wenig Hilfe von Mama und Papa, dem großen Bruder oder vielleicht sogar von der Krankenversicherung selbst.

 

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Fazit

Krankenversicherungen sind gar nicht so schlimm!

Man muss sich nur auskennen und blöde Fehler vermeiden.

Wenn du die Regelungen grob verstanden hast und über die 25-Jahre-Hürde Bescheid weißt, kann fast nichts mehr schiefgehen. Das Schöne ist nämlich: Du bist immer noch Student und musst weniger für die Krankenversicherung zahlen als Berufstätige.

Niemand hat die Weisheit mit Löffeln gefressen. Auch ich nicht. Und mein angehender Lehrer-Freund Robin schon gar nicht. Sein Negativ-Beispiel sollte dich aber nicht abschrecken, sondern nur vorwarnen.

Mach du es also besser: Bereite dich vor und informiere dich rechtzeitig über deine Krankenversicherung. So tappst du nicht in die Kostenfalle und wirst dich später auch nicht ärgern.

 

Bild: © Kues / shutterstock.com
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Autor

Lisa Birko

Lisa studiert “Mehrsprachige Kommunikation” in Köln. Nebenbei ist sie als Online-Redakteurin für verschiedene Studentenwebsites tätig. Auf dem Versicherungsportal studenten-pkv.de veröffentlicht sie Blogartikel rund ums Studium und das Thema Krankenversicherung.

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