Wie du dein Praxissemester mit wenig Zeit erfolgreich planen kannst - studienscheiss.de

Wie du dein Praxissemester mit wenig Zeit erfolgreich planen kannst

von Julia Wittmann

Um dich herum redet jeder vom Praxissemester. Ich zeige ich dir die wichtigsten Fakten zum Praxissemester und gebe dir praktische Tipps zur Umsetzung.

Um dich herum redet jeder vom Praxissemester. Einige deiner Kommilitonen bewerben sich schon fleißig. Andere haben bereits ihr Praktikum im Ausland in der Tasche.

Und dann gibt es dich.

Du hast dich noch nicht über dein Praxissemester informiert, dir noch keine konkreten Gedanken gemacht. Du fühlst dich überfordert. Für dich ist dieses ganze Thema unglaublich kompliziert. Außerdem denkst du, es sei jetzt schon zu spät, ein „cooles” Praktikum zu bekommen.

Aber: Keine Panik! Erstens bringt dich das sowieso nie weiter und zweitens bekommst du jetzt Hilfe von mir. In diesem Artikel zeige ich dir die wichtigsten Fakten zum Praxissemester. Ich gebe dir ein paar praktische Checklisten und Tipps, mit denen du ganz sicher ein gutes Praktikum finden wirst.

Los geht’s!

 

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Dein Praxissemester in 5 Schritten richtig vorbereiten

Zu den Musterstudenten gehörst du nicht. Du hast dir nicht bereits vor dem Studium einen Studienverlaufsplan mit integriertem Praktikum gemacht. Doch das ist gar nicht schlimm. Wichtig ist, dass du einen Schritt nach dem anderen gehst. Fang an, möglichst sorgfältig und fokussiert zu planen. Alles, was du dafür brauchst, sind ein Notizblock und ein Kuli. Damit beantwortest du die folgenden Fragen und organisierst in kürzester Zeit dein Praxissemester.

 

Schritt 1 – Reflexion (20 Minuten)

Lass dich nicht von deiner inneren Unruhe leiten, sondern schaffe Ordnung und frage dich:

  • Was macht mir in meinem Studium Spaß?
  • Welche Inhalte meines Studiums interessieren mich am meisten?
  • Wo liegen meine Stärken und Schwächen im Studienalltag?
  • In welche Berufsfelder kann ich mit meinem Studium gehen?
  • Was würde ich gerne einmal praktisch ausprobieren oder vertiefen?

Werde dir darüber bewusst, welches Ziel du mit deinem Praxissemester verfolgst und wie du es fachlich gestalten willst. Im nächsten Schritt ist es ratsam, deine Vorstellungen mit den universitären Rahmenbedingungen abzugleichen.

 

Schritt 2 – Rahmenbedingungen deiner Uni (60 Minuten)

Um die Rahmenbedingungen deiner Uni richtig zu identifizieren, orientiere dich an den folgenden Schritten:

  • Lies deine Studienordnung (natürlich nur die relevanten Parts zu den Vorgaben deines Praxissemesters).
  • Gleiche deine persönlichen Vorstellungen mit den Vorgaben der Uni zu deinem Praxissemester ab.
  • Melde dich zu einem Vorbereitungsseminar für dein Praxissemester an (falls vorgeschrieben).
  • Notiere dir alle Fristen und Vorgaben in deinem Kalender.
  • Was ist dir noch unklar?

Schreibe dir alle Fragen auf, die du nicht selbstständig oder über deine Recherche beantworten kannst. Danach machst du die passende Ansprechperson ausfindig und besorgst dir einen Termin. So kannst du alle offenen Fragen klären.

 

Schritt 3 – persönliche Rahmenbedingungen (30 Minuten)

Du kennst nun die Rahmenbedingungen deiner Uni. Aber wie steht es mit deinen persönlichen Vorlieben?  Mache dir bewusst, was du willst. Fragen, die sich hieraus ergeben, kannst du wieder mit in das Gespräch mit deiner fachlichen Ansprechperson nehmen.

  • Wie möchtest du dein Praxissemester zeitlich gestalten?
  • Wie sinnvoll ist es für dich dein Praxissemester an einem Stück zu absolvieren?
  • An welchen Orten gibt es ein großes Angebot für das Berufsfeld, in das du reinschnuppern willst?
  • Wie wichtig ist dir die Bezahlung? Wie abhängig bist du von finanziellen Mitteln?
  • Welchen organisatorischen Aufwand möchtest du auf dich nehmen?

Erst wenn du dir über deine Möglichkeiten und Kapazitäten bewusst bist, macht es Sinn, sich für ein Praktikum zu bewerben.

 

Schritt 4 – Zielsetzung (60 Minuten)

Um deinen Wünschen und Vorstellungen gerecht zu werden, solltest du dir überlegen, wie sich deine Ziele am besten verwirklichen lassen.

  • In welcher Unternehmensform willst du dein Praktikum machen und was bedeutet das für dich?
  • An welchen Orten ist deine Fachrichtung besonders stark vertreten?
  • Hast du vor ins Ausland zu gehen?
  • Wäge den organisatorischen Aufwand für deine verbleibende Zeit ab.

Je spezifischer du dir deine Ziele setzt, desto fokussierter kannst du dein Gesamtziel verfolgen. Hilfreich hierfür ist ein Plan, den du zum Beispiel in Form einer To-do-Liste oder einer Mindmap aufstellst. So kannst du deine Aufgaben festhalten und nach Prioritäten geordnet sortieren.

 

Schritt 5 – Bewerbungsunterlagen für dein Praxissemester zusammenstellen (120 Minuten)

Nachdem du dir bewusst gemacht hast, in welchem Fachbereich und in welcher Art von Unternehmen du dein Praktikum machen willst, steht der Bewerbungsprozess an. Zu einer klassischen Bewerbung gehören dein Lebenslauf, ein persönliches Anschreiben und ein Motivationsschreiben. Das ist auch bei der Bewerbung für ein Praxissemester nicht anders.

Du solltest dir Gedanken zu folgenden Fragestellungen machen:

  • Wie willst du dich bewerben?
  • Wo willst du dich bewerben?
  • Ist eine Vermittlungsagentur für dich sinnvoll?
  • Welche Vorbereitungen musst du in Hinsicht auf die Bewerbung treffen?
  • Wie bereitest du dich am besten auf das Bewerbungsgespräch für dein Praxissemester vor?

Mit knapp fünf Stunden Aufwand, hast du dich umfassend vorbereitet und kannst endlich mit der Bewerbung für dein Praxissemester durchstarten. Fünf Stunden hören sich viel an? Scheue dich nicht davor, dir große Aufgaben in kleinere Teilaufgaben einzuteilen. Bearbeite beispielsweise jeden Tag nur eine Aufgabe. Hast du mehr als drei Monate Zeit, ist das auf jeden Fall noch drin – zumindest für die Praktikumssuche im Inland.

 

Praxissemester im Inland

Halte den Aufwand für den Bewerbungsprozess so gering wie möglich und suche nach maximal fünf Praktika, die dich ansprechen. Hierfür können Jobvermittlungen besonders hilfreich sein, denn damit reduziert sich dein Aufwand spürbar.

Du kannst dir zum Beispiel vornehmen, jeden Tag eine Bewerbung zu schreiben. Das erfordert zwar Disziplin und Durchhaltevermögen, ist aber besonders effizient. Nach rund einer Arbeitswoche Aufwand kümmerst du dich am Wochenende um die Vorbereitung für Telefoninterviews und Bewerbungsgespräche.

 

Praxissemester im Ausland

Ein Auslandspraxissemester verbindet viele nützliche Aspekte und ist eine einzigartige Erfahrung für jeden Studenten. In einem anderen Land für mehrere Monate zu arbeiten, verfestigt deine Sprachkenntnisse und gibt dir Einblicke in die jeweilige Kultur und Arbeitsweise. Noch dazu kannst du dein Netzwerk über Landesgrenzen hinweg erweitern und die Zusammenarbeit in einem internationalen Team genießen.

Ein Praxissemester im Ausland bringt dich an deine Grenzen. Es gibt dir die Chance, dich persönlich weiterzuentwickeln, deine Soft Skills auszubauen, mental stärker und toleranter zu werden. So schaffst du es, dein Auslandspraxissemester clever anzugehen und durchzuziehen:

 

#1 Nutze Vitamin B!

Unter dem Begriff “Vitamin B” ist dein persönliches und berufliches Netzwerk zu verstehen. Bei der schnellen Suche nach einem Praktikum im Ausland können ehemalige Chefs oder Betreuer in Unternehmen sowie die eigene Familie ein praktisches Sprungbrett sein. Durch die bereits bestehende Referenz werden interne Prozesse im Unternehmen schneller abgehandelt. Manchmal wird sogar die Bewerbung zur reinen Formsache.

 

#2 Kontaktiere Hochschulgruppen!

Die Möglichkeit über eine Hochschulgruppe wie AIESEC oder IAESTE ins Ausland zu gehen, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Beides sind Hochschulgruppen, die sich darauf spezialisiert haben, Studenten Auslandspraktika zu vermitteln. Hier wirst du über bestehende Möglichkeiten informiert und durch das Vorhaben hinweg gekonnt begleitet.

AIESEC bietet dir beispielsweise die Möglichkeit an drei verschiedenen Auslandsprogrammen teilzunehmen. Als “Global Volunteer”, “Global Talent” oder “Global Entrepreneur” kannst du ein Praktikum oder ein Volunteer-Projekt in 124 Ländern weltweit absolvieren. Dadurch, dass Hochschulgruppen studentisch organisiert sind, stellen sie eine günstige Variante dar, ins Ausland zu kommen.

 

#3 Informiere dich über Vermittlungsagenturen und Praktikumsbörsen im Ausland!

Vermittlungsagenturen sind oft eine umfassende Lösung für dein Vorhaben und bei ihnen kannst du dich bequem zurücklehnen. Sie organisieren, betreuen und vermitteln zuverlässig Praxissemester im Ausland und planen die wichtigsten Punkte deiner Reise – vom Flug über das Visum bis hin zu den ersten Tagen vor Ort.  In den meisten Fällen hast du einen ständigen Ansprechpartner, an den du dich wenden kannst. Diese Art der Vermittlung und Service haben aber auch ihren Preis und sind mit AIESEC oder einer vollends eigenen Organisation nicht vergleichbar – Eigeninitiative lohnt sich also!

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Fazit

Je weiter du dein Praxissemester im Voraus planst, desto besser und einfacher gelingt dir dessen Organisation. Denn du benötigst genügend Zeit, um alle wichtigen Informationen sammeln und bewerten zu können. Außerdem vermeidest du Stress und musst keine überstürzten Entscheidungen treffen.

Falls du aber einfach zu denjenigen Studenten gehörst, die wichtige Aufgaben gerne bis kurz vor knapp aufschieben, keine Panik! Es ist dir natürlich trotzdem möglich, alles auf die Reihe zu bekommen und ein erfolgreiches Praxissemester in die Wege zu leiten. Es gilt, Ruhe zu bewahren, dir über deine Möglichkeiten und Wünsche klar zu werden, Ziele eindeutig zu definieren und einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

Eine strukturierte Planung ist das A und O, aber das sollte dir mit diesen Tipps ohne Weiteres gelingen.

Viel Spaß in deinem Praxissemester!

 

Bild: © Ryan McGuire / gratisography.com
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Autor

Julia Wittmann

Julia unterstützt Campusjäger seit Anfang des Jahres 2017 im Bereich Content-Marketing. Campusjäger ist ein Karlsruher Startup von Studenten für Studenten. Wir vermitteln Praktika, Werkstudentenjobs und machen Berufseinstiege möglich, und das sogar kostenlos. Schau doch mal bei uns vorbei!

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