Warum du deine Vorlesung hasst und was du dagegen tun kannst

Warum du deine Vorlesung hasst und was du dagegen tun kannst

von Tim Reichel

Wenn du ein Problem mit deiner Vorlesung hast, dann hast du in Wirklichkeit ein Problem mit deiner Einstellung. Doch dieses Problem kannst du lösen und...

Gleich schläfst du ein.

Seit einer gefühlten Ewigkeit redet der alte Mann vorne vom selben, langweiligen Thema und bringt eine „lustige“ Anekdote nach der anderen. Ab und an fällt ein Fachwort, das du noch nicht kennst und um die Verwirrung perfekt zu machen, werden Vergleiche zu Kapiteln aus dem hochbrisanten Vorlesungsmanuskript gezogen.

Unterhaltungswert gleich Null. Interessante Struktur? Fehlanzeige.

Aber so genau weißt du das gar nicht – denn du hast deine Vorlesung schon vor einiger Zeit abgehakt. Zwischendurch hörst du zwar gelegentlich rein, aber im Prinzip bist du schon geistig ausgestiegen. Du sitzt deine Zeit ab. Du bist genervt.

Mehr noch: Du hasst deine Vorlesung gerade. Du hasst es, im Hörsaal zu sitzen. Du hasst es, zuhören zu müssen. Du hasst es, nicht wegzukommen. Du hättest so schön zu Hause bleiben können. Du hättest alles tun können – nur eben nicht hier sein.

Dabei ist deine Vorlesung gar nicht das Problem.

 

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Du bist das Problem

Auch wenn deine Vorlesung noch so unerträglich und langweilig ist, sie hat mit deiner Abneigung am wenigstens zu tun. Deine Vorlesung ist weder gut, noch schlecht. Sie ist wie sie ist. Erst dein Umgang mit der Situation bestimmt, wie du deine Zeit im Hörsaal wahrnimmst.

Deine Vorlesung ist nicht das Problem – du bist es.

Deine Einstellung vielmehr. Doch genau dieser Punkt macht Hoffnung, denn an deiner Einstellung kannst du arbeiten. Du hast es selbst in der Hand und bist der Situation nicht hilflos ausgeliefert. Und deshalb zeige ich dir jetzt die häufigsten Ursachen, warum deine Vorlesung nervt und was du konkret dagegen tun kannst.

Hier sind die fünf wichtigsten Gründe:

 

5 Gründe, warum du deine Vorlesung hasst (und was du dagegen tun kannst)

Das hier sind die fünf häufigsten Gründe, warum dir deine Vorlesung auf die Nerven geht. Und: Was du konkret tun kannst, um das zu ändern:

 

1. Du hast die falschen Erwartungen

Deine Vorlesung kann keine Wunder bewirken. Sie ist keine Veranstaltung, die du regungslos an dir vorbeiziehen lassen kannst, um danach voller Wissen und Energie weiter zu studieren. Eine Vorlesung bedeutet Arbeit. Sie ist ein Arbeitsangebot deiner Hochschule an dich und sie funktioniert nur, wenn du dieses Angebot aktiv wahrnimmst.

Wenn du aber erwartest, dass alles von selbst geschieht, wirst du zwangsläufig enttäuscht. Deine Vorlesung ist keine persönliche Unterrichtsstunde. Die Inhalte lernen sich nicht von selbst. Und dein Dozent ist kein Unterhaltungskünstler.

Was du tun kannst:

Korrigiere deine Erwartungshaltung! Mache dir klar, wozu deine Vorlesung da ist und welchen Stellenwert sie in deinem Studium einnimmt. Verabschiede dich von überzogenen Erwartungen und setze dir für jeden Vorlesungstermin ein realistisches Ziel.

Lesetipp:

Warum du beim Studieren niemals deine Ziele aus den Augen verlieren darfst – eine kleine Geschichte

 

2. Du bist nicht vorbereitet

Ohne eine kluge Vorbereitung wird jede Vorlesung zur Hängepartie. Und mit Vorbereitung meine ich nicht, dass du dir morgens eine Hose anziehst und flott die Vorlesungsfolien ausdruckst – das ist das Mindeste.

Wenn du deine Vorlesung sinnvoll nutzen und deine Zeit produktiv einsetzen möchtest, musst du dich inhaltlich vorbereiten. Du musst wissen, worum es in der nächsten Vorlesung geht und dir muss klar sein, wie das Thema einzuordnen ist. Ansonsten kannst du deinem Dozenten kaum folgen, wirst schnell abgehängt und verlierst letztendlich dein Interesse.

Was du tun kannst:

Bereite jede Vorlesung vor! Informiere dich vorher über die Inhalte und verschaffe dir einen groben Überblick über das Thema. Lies gegebenenfalls relevante Passagen aus dem Lehrbuch nach oder überfliege das Vorlesungsskript. Jede Minute, die du in eine kluge Vorbereitung steckst, zahlt sich doppelt oder dreifach für deinen Lernfortschritt aus.

Lesetipp:

Selbstmanagement für Studenten: Wie jeder Dödel sein Studium in den Griff bekommt

 

3. Du bist nicht konzentriert

Nur eben aufs Handy schauen, der Freundin schnell bei WhatsApp schreiben und kurz das Internet durchlesen. Danach gemütlich frühstücken und ein Pläuschen mit den beiden Lieblingskommilitonen halten. So geht Vorlesung. Nicht.

Nochmal: Deine Vorlesung ist Arbeit – keine Freizeitveranstaltung. Sie ist nicht dafür da, um soziale Beziehungen zu knüpfen oder dein Studentenleben auf Vordermann zu bringen. Wenn dir deine Vorlesung weiterhelfen soll, musst du konzentriert sein. Du darfst dich nicht ablenken lassen, sondern musst fokussiert bei der Sache bleiben. Ansonsten kannst du dir die Zeit sparen.

Was du tun kannst:

Nimm dein Studium ernst und richte deine volle Konzentration auf die Vorlesung! Lasse dich nicht ablenken oder verstricke dich in andere Aktivitäten, die deine Aufmerksamkeit erfordern. Dein Fokus muss vollkommen auf dem Vorlesungsgeschehen liegen. Vorher oder Hinterher kannst du tun und lassen, was du willst. Aber jetzt nicht. Das wäre dumm.

Lesetipp:

Das verblüffend einfache Geheimnis hochproduktiver Studenten

 

4. Du magst den Dozenten oder das Thema nicht

Es wird immer Themen geben, die dich nicht interessieren oder dich schlichtweg langweilen. Und es wird immer Dozenten geben, denen du einfach nicht gerne zuhörst. Das ist ganz normal und nichts Besonderes. Doch es darf keine Ausrede für dich sein, um deine Vorlesungen zu vernachlässigen.

Nur, weil dir einzelne Bestandteile der Vorlesung nicht passen, darfst du deswegen nicht von deinem übergeordneten Ziel abweichen: ein glückliches Studentenleben zu führen und ein erfolgreiches Studium abzuschließen. Du musst eine gewisse Professionalität an den Tag legen und trotz kleiner Widrigkeiten dein Ding durchziehen. Es darf keine Rolle für dich spielen, ob das Thema doof ist oder dir die Nase des Dozenten nicht passt – es ist dein Studium und nichts wird dich aufhalten.

Was du tun kannst:

Werde zu einem professionellen Studenten und lasse dich nicht von kleinen Hürden aufhalten! Benutze unliebsame Themen oder Dozenten nicht als Ausrede, sondern betrachte sie als persönliche Herausforderung. Es ist ein Test – und diesen Test wirst du bestehen.

Lesetipp:

20 Ausreden, die zwischen dir und einem glücklichen Studium stehen

 

5. Du weißt nicht, was du willst

Viele Studenten gehen zur Vorlesung, weil man das eben so macht. Verstehst du? Ich auch nicht. Denn wenn du nur zur Vorlesung gehst, um dein schlechtes Gewissen zu beruhigen oder um wenigstens etwas für dein Studium getan zu haben, dann verschwendest du deine Zeit.

Du erzeugst keinen Mehrwert für dich, wenn du dich ohne Intention in den Hörsaal setzt, dämlich grinst und auf Durchzug schaltest. Du bist dann einer dieser Studenten-Zombies, die nur studieren, um später einen offiziellen Abschluss im Lebenslauf stehen zu haben – und nicht, weil sie etwas dazulernen und sich persönlich weiterentwickeln möchten. Du musst wissen, was du an der Uni erreichen möchtest. Du musst präsent sein. In jedem Augenblick. Ansonsten vergeudest du wertvolle Lebenszeit, die du nie wieder bekommst.

Was du tun kannst:

Mache dir klar, warum du studierst und werde dir darüber bewusst, was du in deinem Studium erreichen willst! Sieh deine Vorlesung nie als Selbstzweck, sondern triff die bewusste Entscheidung, deine Zeit zu investieren – und mache dann das Beste daraus!

Lesetipp:

Warum du eine Vision für dein Studium brauchst und wie du sie findest

 

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Fazit

Wenn du ein Problem mit deiner Vorlesung hast, dann hast du in Wirklichkeit ein Problem mit dir selbst und deiner Einstellung. Doch es gibt gute Nachrichten: Dieses Problem kannst du lösen – und besonders schwer ist es nicht. Du brauchst nur zwei Dinge: Ehrlichkeit und Mut.

Ehrlichkeit, um dir selbst einzugestehen, dass du das Problem bist und nicht deine Vorlesung; Mut, um das Problem anzupacken und Schritt für Schritt zu lösen.

Wie dir das gelingen kann, habe ich dir in diesem Artikel ansatzweise gezeigt.

Übernimm Verantwortung für dein Studium und hör auf, dich zu beschweren. Werde aktiv und arbeite an dir selbst. Arbeite an deiner Einstellung – dann klappt‘s auch mit der Vorlesung.

 

Bild: © Pedro de Sousa / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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