Warum du beim Studieren niemals deine Ziele aus den Augen verlieren darfst – eine kleine Geschichte

Warum du beim Studieren niemals deine Ziele aus den Augen verlieren darfst – eine kleine Geschichte

von Tim Reichel

von Tim Reichel

Klare Ziele helfen dir dabei, großartige Ergebnisse im Studium zu erreichen. Denn sobald du weißt, wo du hin möchtest, kannst du den Weg dorthin festlegen.

Bild: Margot Pandone / unsplash.com

Unge­fähr jeder drit­te Stu­dent bricht in Deutsch­land sein Stu­di­um ab.

Jedes Jahr che­cke ich die­se Kenn­zahl aufs Neue und hof­fe, dass der Wert zurück­ge­gan­gen ist – ver­ge­bens. Einer von drei Stu­di­en­an­fän­gern muss sei­nen Traum früh­zei­tig begra­ben. Und das nicht, weil die geis­ti­gen Anfor­de­run­gen der Hoch­schu­len zu hoch sind oder die eige­ne Leis­tungs­fä­hig­keit nicht mehr stimmt.

Es liegt an etwas ande­rem.

Den Groß­teil der Stu­di­en­ab­bre­cher ver­bin­det näm­lich eine auf­fäl­li­ge Gemein­sam­keit. Die­se Stu­den­ten haben etwas Wesent­li­ches aus den Augen ver­lo­ren: die eige­nen Zie­le. Erst kla­re Zie­le hel­fen dir dabei, groß­ar­ti­ge Ergeb­nis­se zu errei­chen, denn sobald du weißt, wo du hin möch­test, kannst du den genau­en Weg dort­hin fest­le­gen und die rich­ti­gen Schrit­te unter­neh­men.

Sonst nicht.

Ohne greif­ba­re Zie­le ver­läufst du dich. Du gerätst in eine Nega­tiv­spi­ra­le, die sich immer wei­ter abwärts dreht. Damit das nicht pas­siert, zei­ge ich dir in die­sem Arti­kel, was Zie­le bewir­ken kön­nen und wie du dei­ne Ziel­vor­stel­lun­gen cle­ver fest­le­gen kannst. Denn: „Das Stu­di­um schaf­fen und erfolg­reich sein.“ ist zwar ein ver­nünf­ti­ger Vor­satz – als Ziel ist die­se Aus­sa­ge aber völ­lig unge­eig­net. War­um? Undeut­lich, unver­bind­lich, kein zeit­li­cher Bezug. Das macht unterm Strich: Wischi­wa­schi hoch drei.

Nur ver­ne­bel­te Lip­pen­be­kennt­nis­se. Und wozu Nebel füh­ren kann, zeigt die fol­gen­de Geschich­te:

 

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„Es war der Nebel.“die Geschichte von Florence Chadwick

4. Juli 1952, kurz nach Son­nen­auf­gang. Vor der Insel Cata­li­na, west­lich der kali­for­ni­schen Küs­te, steigt eine 34-jäh­ri­ge Frau ins Was­ser. Ihr Name ist Flo­rence Chad­wick. Und Flo­rence hat heu­te Gro­ßes vor: Als ers­te Frau der Welt will sie die Stre­cke von ca. 30 km bis zum Fest­land schwim­men.

Das Was­ser ist eis­kalt, und der Nebel so dicht, dass sie kaum die Begleit­boo­te sehen kann. Doch die jun­ge Frau ist fest ent­schlos­sen. Schließ­lich war sie es, die als ers­te Frau den Ärmel­ka­nal in bei­den Rich­tun­gen durch­schwom­men hat­te. Mil­lio­nen Zuschau­er ver­fol­gen den Welt­re­kord­ver­such über die natio­na­len Fern­seh­sen­der und sehen, wie Flo­rence Fahrt auf­nimmt.

Mehr­mals müs­sen Haie mit Geweh­ren ver­trie­ben wer­den, um die Stre­cke zu sichern. Müdig­keit und Käl­te machen ihr zu schaf­fen, aber sie hält durch – 15 Stun­den lang.

Dann gibt sie auf.

Zit­ternd und steif vor Käl­te bit­tet Flo­rence ihre Beglei­ter, sie aus dem Was­ser zu holen. Ihre Mut­ter und ihr Trai­ner, die im Boot neben ihr her­fah­ren, rufen ihr zwar zu, dass die Küs­te schon ganz nah sei, aber als sie hin­über­schaut und nichts als den dich­ten Nebel sieht, gibt sie resi­gniert auf. Als sie sich kur­ze Zeit spä­ter im Boot erkun­digt, wie weit sie vom Ziel ent­fernt sei, kommt der Schock: Kei­ne 800 Meter haben ihr gefehlt. Nur eine hal­be Mei­le vor der kali­for­ni­schen Küs­te hat sie auf­ge­ge­ben und ist aus dem Was­ser gezo­gen wor­den.

Spä­ter frag­te sie ein Repor­ter: „Miss Chad­wick, was hat Sie davon abge­hal­ten, die­se letz­te hal­be Mei­le zu schwim­men?“

„Es war der Nebel“, ant­wor­te­te sie. „Wenn ich das Land hät­te sehen kön­nen, hät­te ich es geschafft…“

 

Warum Ziele so wichtig sind

Die Geschich­te von Flo­rence Chad­wick zeigt auf tra­gi­sche Wei­se, wie wich­tig Zie­le sind. Wenn du dei­ne Zie­le nicht klar im Blick hast, wird jede Her­aus­for­de­rung in dei­nem Leben zu einer ver­ne­bel­ten Irr­fahrt.

Du weißt nicht, wie weit du gekom­men bist, was noch vor dir liegt und wel­che Mög­lich­kei­ten in dei­ner Umge­bung auf dich war­ten. Du treibst völ­lig ori­en­tie­rungs­los umher. Und: Ohne kla­re Ziel­vor­stel­lun­gen fehlt dir die Moti­va­ti­on, in schwe­ren Zei­ten wei­ter­zu­ma­chen und über dei­ne Gren­zen hin­aus­zu­wach­sen.

Erst wenn du einen Fix­punkt bestimmt hast, auf den du genau zusteu­ern kannst, wirst du dein vol­les Poten­zi­al aus­schöp­fen, dei­ne bes­te Leis­tung abru­fen und letzt­end­lich glück­lich wer­den.

 

So setzt du dir Ziele beim Studieren

Wenn du in dei­nem Stu­di­um und im hek­ti­schen All­tag den Durch­blick behal­ten möch­test, brauchst du Zie­le – sonst ver­lierst du die Über­sicht und kannst nicht ent­schei­den, was du mit dei­ner Zeit anfängst. Zie­le sind kei­ne ein­schnü­ren­den Druck­mit­tel unse­rer Leis­tungs­ge­sell­schaft, die dich auf Linie brin­gen sol­len. Sie sor­gen nur dafür, dass du die unwich­ti­gen Din­ge außer Acht lässt und dich auf das Wesent­li­che kon­zen­trierst.

Und das Wesent­li­che ist genau das, was dir per­sön­lich wich­tig ist. Wenn du Zie­le hast, weißt du genau, was du tun musst. Aber das Bes­te ist: Du kannst sie dir selbst aus­su­chen. Dazu müs­sen dei­ne Zie­le nur ein paar wich­ti­ge Eck­punk­te haben: Sie müs­sen klar, ein­deu­tig, ver­bind­lich und zeit­lich gebun­den sein.

Mit die­sen Fra­gen fin­dest du dei­ne Zie­le:

  • Wel­chen Zustand möch­te ich genau errei­chen?
  • Wie sieht das gewünsch­te Ergeb­nis im Detail aus?
  • Wie lässt sich mein Ziel von ande­ren abgren­zen?
  • Wie ist mein Ziel ein­deu­tig mess­bar?
  • Wann möch­te ich mein Ziel errei­chen?

Dei­ne Zie­le soll­ten so kon­kret wie mög­lich fest­ge­legt wer­den. Und das am bes­ten schrift­lich, damit sie eine noch grö­ße­re Ver­bind­lich­keit auf dich aus­strah­len. Dabei gilt: Je genau­er du dir dei­nen gewünsch­ten End­zu­stand vor­stel­len kannst, des­to stär­ker wir­ken dei­ne Zie­le auf dei­ne Moti­va­ti­on.

 

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Fazit

Wenn du im Stu­di­um nicht kurz vor dem Ziel auf­ge­ben möch­test, brauchst du kla­re, ein­deu­ti­ge Zie­le. Du musst wis­sen, was du errei­chen möch­test – und das soll­test du jeder­zeit im Blick haben.

Sor­ge dafür, dass du dich nicht im dicken Nebel ver­irrst und am Ende zu den Stu­den­ten gehörst, die ihre Uni­kar­rie­re ent­täuscht an den Nagel hän­gen.

Behal­te dei­ne Zie­le im Blick. Bleib im Was­ser. Und Schwimm wei­ter bis du das ret­ten­de Ufer erreicht hast. Lass dir nicht die Sicht ver­ne­beln, son­dern sor­ge selbst dafür, dass du den Durch­blick behältst.

Tim Reichel


Dr. Tim Reichel ist Autor, Wissenschaftler und der Gründer von Studienscheiss. Seit über 10 Jahren arbeitet er als Fachstudienberater und löst Probleme im Studium. Außerdem hält er Vorträge, veranstaltet Seminare und schreibt Bücher. Hier erfährst du mehr über Tim Reichel.

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