Warum du beim Studieren niemals deine Ziele aus den Augen verlieren darfst - eine kleine Geschichte

Warum du beim Studieren niemals deine Ziele aus den Augen verlieren darfst – eine kleine Geschichte

von Tim Reichel

Klare Ziele helfen dir dabei, großartige Ergebnisse im Studium zu erreichen. Denn sobald du weißt, wo du hin möchtest, kannst du den Weg dorthin festlegen.

Ungefähr jeder dritte Student bricht in Deutschland sein Studium ab.

Jedes Jahr checke ich diese Kennzahl aufs Neue und hoffe, dass der Wert zurückgegangen ist – vergebens. Einer von drei Studienanfängern muss seinen Traum frühzeitig begraben. Und das nicht, weil die geistigen Anforderungen der Hochschulen zu hoch sind oder die eigene Leistungsfähigkeit nicht mehr stimmt.

Es liegt an etwas anderem.

Den Großteil der Studienabbrecher verbindet nämlich eine auffällige Gemeinsamkeit. Diese Studenten haben etwas Wesentliches aus den Augen verloren: die eigenen Ziele. Erst klare Ziele helfen dir dabei, großartige Ergebnisse zu erreichen, denn sobald du weißt, wo du hin möchtest, kannst du den genauen Weg dorthin festlegen und die richtigen Schritte unternehmen.

Sonst nicht.

Ohne greifbare Ziele verläufst du dich. Du gerätst in eine Negativspirale, die sich immer weiter abwärts dreht. Damit das nicht passiert, zeige ich dir in diesem Artikel, was Ziele bewirken können und wie du deine Zielvorstellungen clever festlegen kannst. Denn: „Das Studium schaffen und erfolgreich sein.“ ist zwar ein vernünftiger Vorsatz – als Ziel ist diese Aussage aber völlig ungeeignet. Warum? Undeutlich, unverbindlich, kein zeitlicher Bezug. Das macht unterm Strich: Wischiwaschi hoch drei.

Nur vernebelte Lippenbekenntnisse. Und wozu Nebel führen kann, zeigt die folgende Geschichte:

 

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„Es war der Nebel.“die Geschichte von Florence Chadwick

4. Juli 1952, kurz nach Sonnenaufgang. Vor der Insel Catalina, westlich der kalifornischen Küste, steigt eine 34-jährige Frau ins Wasser. Ihr Name ist Florence Chadwick. Und Florence hat heute Großes vor: Als erste Frau der Welt will sie die Strecke von ca. 30 km bis zum Festland schwimmen.

Das Wasser ist eiskalt, und der Nebel so dicht, dass sie kaum die Begleitboote sehen kann. Doch die junge Frau ist fest entschlossen. Schließlich war sie es, die als erste Frau den Ärmelkanal in beiden Richtungen durchschwommen hatte. Millionen Zuschauer verfolgen den Weltrekordversuch über die nationalen Fernsehsender und sehen, wie Florence Fahrt aufnimmt.

Mehrmals müssen Haie mit Gewehren vertrieben werden, um die Strecke zu sichern. Müdigkeit und Kälte machen ihr zu schaffen, aber sie hält durch – 15 Stunden lang.

Dann gibt sie auf.

Zitternd und steif vor Kälte bittet Florence ihre Begleiter, sie aus dem Wasser zu holen. Ihre Mutter und ihr Trainer, die im Boot neben ihr herfahren, rufen ihr zwar zu, dass die Küste schon ganz nah sei, aber als sie hinüberschaut und nichts als den dichten Nebel sieht, gibt sie resigniert auf. Als sie sich kurze Zeit später im Boot erkundigt, wie weit sie vom Ziel entfernt sei, kommt der Schock: Keine 800 Meter haben ihr gefehlt. Nur eine halbe Meile vor der kalifornischen Küste hat sie aufgegeben und ist aus dem Wasser gezogen worden.

Später fragte sie ein Reporter: „Miss Chadwick, was hat Sie davon abgehalten, diese letzte halbe Meile zu schwimmen?“

„Es war der Nebel“, antwortete sie. „Wenn ich das Land hätte sehen können, hätte ich es geschafft…“

 

Warum Ziele so wichtig sind

Die Geschichte von Florence Chadwick zeigt auf tragische Weise, wie wichtig Ziele sind. Wenn du deine Ziele nicht klar im Blick hast, wird jede Herausforderung in deinem Leben zu einer vernebelten Irrfahrt.

Du weißt nicht, wie weit du gekommen bist, was noch vor dir liegt und welche Möglichkeiten in deiner Umgebung auf dich warten. Du treibst völlig orientierungslos umher. Und: Ohne klare Zielvorstellungen fehlt dir die Motivation, in schweren Zeiten weiterzumachen und über deine Grenzen hinauszuwachsen.

Erst wenn du einen Fixpunkt bestimmt hast, auf den du genau zusteuern kannst, wirst du dein volles Potenzial ausschöpfen, deine beste Leistung abrufen und letztendlich glücklich werden.

 

So setzt du dir Ziele beim Studieren

Wenn du in deinem Studium und im hektischen Alltag den Durchblick behalten möchtest, brauchst du Ziele – sonst verlierst du die Übersicht und kannst nicht entscheiden, was du mit deiner Zeit anfängst. Ziele sind keine einschnürenden Druckmittel unserer Leistungsgesellschaft, die dich auf Linie bringen sollen. Sie sorgen nur dafür, dass du die unwichtigen Dinge außer Acht lässt und dich auf das Wesentliche konzentrierst.

Und das Wesentliche ist genau das, was dir persönlich wichtig ist. Wenn du Ziele hast, weißt du genau, was du tun musst. Aber das Beste ist: Du kannst sie dir selbst aussuchen. Dazu müssen deine Ziele nur ein paar wichtige Eckpunkte haben: Sie müssen klar, eindeutig, verbindlich und zeitlich gebunden sein.

Mit diesen Fragen findest du deine Ziele:

  • Welchen Zustand möchte ich genau erreichen?
  • Wie sieht das gewünschte Ergebnis im Detail aus?
  • Wie lässt sich mein Ziel von anderen abgrenzen?
  • Wie ist mein Ziel eindeutig messbar?
  • Wann möchte ich mein Ziel erreichen?

Deine Ziele sollten so konkret wie möglich festgelegt werden. Und das am besten schriftlich, damit sie eine noch größere Verbindlichkeit auf dich ausstrahlen. Dabei gilt: Je genauer du dir deinen gewünschten Endzustand vorstellen kannst, desto stärker wirken deine Ziele auf deine Motivation.

 

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Fazit

Wenn du im Studium nicht kurz vor dem Ziel aufgeben möchtest, brauchst du klare, eindeutige Ziele. Du musst wissen, was du erreichen möchtest – und das solltest du jederzeit im Blick haben.

Sorge dafür, dass du dich nicht im dicken Nebel verirrst und am Ende zu den Studenten gehörst, die ihre Unikarriere enttäuscht an den Nagel hängen.

Behalte deine Ziele im Blick. Bleib im Wasser. Und Schwimm weiter bis du das rettende Ufer erreicht hast. Lass dir nicht die Sicht vernebeln, sondern sorge selbst dafür, dass du den Durchblick behältst.

 

Bild: © Margot Pandone / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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