Nur Platz 4: Warum deine Noten nicht so wichtig sind und worauf Personaler wirklich achten (mit Infografik)

Nur Platz 4: Warum deine Noten nicht so wichtig sind und worauf Personaler wirklich achten (mit Infografik)

von Tim Reichel

„Nur die Note zählt!“

Das war gestern. Vorgestern um genau zu sein.

Doch trotzdem werden viele Studenten bei dem Gedanken verrückt, dass sie später ihren Traumjob verpassen, weil die falsche Zahl auf dem Zeugnis steht. „Was soll denn mein zukünftiger Chef von mir denken? Wie sieht das im Vorstellungsgespräch aus? Was ist, wenn andere Absolventen eine bessere Note haben als ich?“

Während meiner Arbeit als Fachstudienberater höre ich diese Befürchtungen regelmäßig. Doch mittlerweile kenne ich die statistischen Hintergründe und kann dich beruhigen: Im Bewerbungsverfahren achten Personaler schon längst nicht mehr nur auf die Note. Es gibt andere Qualifikationen, die wesentlich wichtiger sind.

Welche das sind, zeige ich dir in diesem Artikel.

 

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Deine Noten sind nicht so wichtig, wie du denkst

Bevor wir uns anschauen, auf was Personaler wirklich achten, noch ein kurzer Einschub: Der Gedankengang vieler Studenten, die Noten seien das wichtigste Bewertungskriterium für spätere Arbeitgeber, ist auf den ersten Blick logisch und gar nicht abwegig.

Schließlich lernen sie während des Studiums nur diese eine Kennzahl zur Leistungsmessung kennen: Noten. Selbst Softskill-Module oder Zusatzkurse werden benotet. Ab dem ersten Semester geht es darum, den Notenspiegel im Blick zu behalten und spätestens ab der Hälfte des Studiums weicht das Studieninteresse dem Wunsch nach einem optimierten Lebenslauf für die späteren Vorstellungsgespräche.

Außerdem ist an guten Noten nichts auszusetzen – sie sind halt nur nicht alles. Denn für deinen Karriereeinstieg gibt es andere Faktoren, die dir bessere Chancen einräumen. Du musst sie nur kennen. Und: Du musst dein eingebranntes Bild von der Bedeutung deiner Noten aufgeben.

Erst dann kannst du dich optimal für deinen Traumjob in Position bringen.

 

Infografik: Worauf Personaler wirklich achten

In ihrem jährlichen Hochschulranking sammelt die WirtschaftsWoche detaillierte Datensätze zu Deutschlands Hochschulen und führt umfangreiche Befragungen von den wichtigsten Personalern im Land durch.

Dabei wird nicht nur aufgenommen, welche Unis und welche Studienfächer am besten abschneiden, sondern auch, welche Qualifikationen bei Hochschulabsolventen besonders gefragt sind.

Im Hochschulranking 2016 wurden diese Top-15-Eigenschaften als besonders wichtig bewertet:

Die Abschlussnote liegt bei den befragten Personalchefs demnach nur auf dem vierten Platz (39 Prozent); Einzelnoten (für Module oder Fächergruppen) spielen gar keine Rolle. Am Wichtigsten wird die Persönlichkeit der Absolventen (Platz 1, 66 Prozent) eingeschätzt, gefolgt von ersten Praxiserfahrungen (Platz 2, 60 Prozent) und der Abschlussart (Platz 3, 50 Prozent).

Die Bedeutung von Englischkenntnissen (Platz 5, 39 Prozent) und EDV-Kenntnissen (Platz 6, 38 Prozent) liegen mit der Abschlussnote fast gleichauf.

Erstaunlich gering fällt die Wichtigkeit der Studiendauer (Platz 7, 32 Prozent) und die Reputation der Hochschule (Platz 10, 25 Prozent) aus. Soziales Engagement neben dem Studium wird von Personalern hoch eingestuft und rangiert in der Bewertung auf Platz 8 mit ebenfalls rund 25 Prozent.

Mehr Infos zum Hochschulranking gbit’s hier bei studis-online.de und hier direkt bei der WirtschaftsWoche.

 

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Fazit

Für Personaler sind deine Noten nicht der entscheidende Punkt. Einzelnoten interessieren sie– wenn man der Befragung glaubt – überhaupt nicht. Wichtiger sind ihnen deine Persönlichkeit, praktische Erfahrungen und die Art deines Hochschulabschlusses.

Dennoch können deine Noten (bei sonst gleichen Rahmenbedingungen) den Unterschied machen und ein Türöffner für das erste Vorstellungsgespräch sein. Außerdem können sie dafür sorgen, dass du dich bei statischen Auswahlverfahren gegen andere Absolventen durchsetzt.

Trotzdem solltest du dich nicht allein auf dein tolles Zeugnis verlassen und dich auf deinem Einserschnitt ausruhen. Denn spätestens dann, wenn es in die ersten persönlichen Auswahlrunden geht, du zum Assessment Center eingeladen wirst oder zukünftige Kollegen kennenlernst, nutzen dir deine Noten gar nichts.

Behalte das im Hinterkopf und richte dein Studium danach aus.

Noten sind wichtig: ja. Aber sie sind nicht alles. Deine Persönlichkeit zählt – und das, was du neben deiner fachlichen Ausbildung auf die Beine stellst. Studiere nicht für eine Kennzahl zwischen 1 und 4. Studiere für deine persönliche Weiterentwicklung.

Dann hast du später alle Chancen.

 

Bild: © Ryan McGuire / gratisography.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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