5 überzeugende Gründe, warum du dich während deines Studiums in der Fachschaft engagieren solltest

5 überzeugende Gründe, warum du dich während deines Studiums in der Fachschaft engagieren solltest

von Tim Reichel

Die Fachschaft vertritt die Interessen aller Studenten ihres Studienfaches. Warum die Arbeit der Fachschaft spannend ist und du dich beteiligen solltest..

Während meines Studiums war ich nicht in der Fachschaft.

Warum nicht?

Weil ich alles andere im Kopf hatte, als über zusätzliches Engagement an meiner Uni nachzudenken: Pflichtveranstaltungen, Klausuren, Hausarbeiten und irgendwann den Lebensunterhalt verdienen, Freundschaften pflegen, neue Leute kennenlernen, Sport machen.Es kam einiges zusammen.

Allerdings schließen sich viele dieser Dinge und freiwilliges Ehrenamt nicht aus. Gut, um Vorlesungen, Seminare und Prüfungen kommst du natürlich nicht herum, aber neue Kontakte knüpfen, gemeinsame Aktivitäten wie Sport und sogar das Geldverdienen ergänzen sich prima mit ein bisschen Extra-Engagement an der Uni. Im Studium hast du alle Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheiten der Welt. Du musst sie nur wahrnehmen.

Könnte ich noch einmal studieren, würde ich der Fachschaft beitreten. Und deshalb zeige ich dir jetzt, warum du dich trotz knapper Zeit und anderer Verpflichtungen freiwillig an deiner Uni engagieren solltest. Dazu habe ich fünf gute Gründe für dich zusammengestellt, die dich überzeugen werden.

 

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Warum du dich in der Fachschaft engagieren solltest

Die Fachschaft ist eine Institution studentischer Selbstverwaltung, die die Interessen aller Studenten ihres Studienfaches vertritt. Klingt erst einmal nicht so spannend – ist es aber. Warum die Arbeit der Fachschaft sehr interessant ist und warum du dich unbedingt beteiligen solltest, siehst du jetzt:

 

1. Du baust ein Netzwerk auf

Wenn du neu an der Hochschule bist, kennst du in der Regel erst einmal niemanden. Da viele deiner Kommilitonen in derselben Situation stecken, erledigt sich dieses Problem meist schnell von selbst. Allerdings gibt es durchaus Unterschiede – von Typ zu Typ und sogar von Fachbereich zu Fachbereich. In der Fachschaft lernst du deine Fachschaftskollegen ganz von selbst kennen. Sie müssen nicht zu deinen besten Freunden gehören, aber sie werden deinen Freundeskreis erweitern und bereichern.

Eine Fachschaft setzt sich aus Studenten unterschiedlicher Semester zusammen, so dass du von den Erfahrungen deiner Kollegen profitieren kannst. Durch die Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Ausschüssen lernst du außerdem deine Professoren und sonstige Mitarbeiter deines Fachbereichs und der Uni von einer anderen Seite kennen. Plötzlich begegnet ihr euch auf Augenhöhe. Nicht nur du weißt, wer deine Professoren sind, sondern andersherum lernen deine Professoren nun auch dich kennen. Das ist ein entscheidender Vorteil für dich und kann dir große Türen öffnen.

 

2. Du lernst neue Skills

Zur Fachschaftsarbeit gehören wichtige organisatorische Aufgaben. Die Fachschaft unterstützt zum Beispiel den Ablauf innerhalb von Studiengängen, plant Partys oder Events deines Fachbereichs und ist für die Organisation der Einführungwoche für Erstis zuständig. Ganz abgesehen davon, dass gute Partys und Ersti-Rallyes Spaß machen, lernst du dabei neue Fähigkeiten (neudeutsch: skills), die gefragt, aber nicht selbstverständlich sind.

Dazu gehört, dass du dein Organisationstalent aufbaust und verbesserst. Du sammelst Erfahrungen darin, andere Menschen, Budget- und Zeitpläne zu koordinieren und einzuhalten. Du kommst in Berührung mit Marketingthemen, denn du musst euren Veranstaltungen ein positives Image verleihen und sie irgendwie bekanntmachen. Dazu brauchst du Werbematerialien, die wiederum designt werden müssen. Auch amtliche Genehmigungen müssen eingeholt werden. Anstrengend, keine Frage – aber durchaus lohnenswert. Denn du blickst über den Tellerrand, verschaffst dir außergewöhnliche Fertigkeiten und dadurch entscheidende Vorteile für deinen weiteren Werdegang.

 

3. Du bestimmst mit

Es gibt unzählige Gremien in deiner Hochschule und in deinem Fachbereich. Diese setzen sich aus Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern, Mitarbeitern aus Technik und Verwaltung und eben Studenten aus der Fachschaft zusammen. Wenn du der Fachschaft angehörst, kannst du dich zum Beispiel in den Prüfungsausschuss deines Studienganges wählen lassen. Hier werden Prüfungsordnungen und Modulkataloge, aber auch Anträge von Studenten zu bestimmten Prüfungen oder anderen Themen besprochen.

Passt dir also etwas an deinem Studiengang nicht oder hast du Modernisierungsvorschläge, dann lohnt sich die Arbeit in Fachschaft und Prüfungsausschuss. Genauso gibt es viele weitere Kommissionen und Ausschüsse, die sich mit der Lehre oder auch strukturellen Themen befassen. Eine wichtige Frage für spezielle Ausschüsse ist zum Beispiel, was mit den zur Verfügung stehenden Finanzen passiert. Als Student hast du hier Mitspracherechte, die du unbedingt wahrnehmen solltest.

 

4. Du pimpst deinen Lebenslauf

Keine Frage: Es ist nicht leicht, nach dem Studium direkt ein Traumjob zu bekommen. Dafür gibt es zu viele Mitbewerber, die die gleichen fachlichen Voraussetzungen erfüllen wie du und ähnliche Lebensläufe mitbringen. Wie kannst du daran etwas ändern und aus der Masse herausstechen? Richtig, indem du mehr vorweisen kannst als deine Mitbewerber. Es braucht ein entscheidendes Extra in deinem Lebenslauf, dass Personalern verrät, warum es sich lohnt, dich einzuladen.

Sicherlich gibt es einige Möglichkeiten, wie du während deines Studiums für einen Lebenslauf sorgen kannst, der dich von anderen abhebt. Eine davon ist definitiv freiwilliges Engagement –  an deiner Uni. Wenn du dich über einen längeren Zeitraum in deiner Fachschaft einbringst, zeigst du, dass du dran bleiben kannst. Du stellst dich Schwierigkeiten auch außerhalb deiner Kernkompetenzen, die du durchs Studium erwirbst. Du hast Skills, die andere nicht haben und bist bereit Extraarbeit zu investieren.

 

5. Du kannst länger BAföG beziehen

Als BAföG-Empfänger bist du normalerweise an die Regelstudienzeit gebunden. Nach der Regelstudienzeit erhältst du kein BAföG mehr, es sei denn du gehörst zu ein paar definierten Ausnahmefällen. Einer davon ist dein Engagement in der Fachschaft: Über die Förderungshöchstdauer kann ein Bezug von BAföG auch dann infrage kommen, wenn der Auszubildende sich im Rahmen der studentischen Selbstverwaltung engagiert hat oder in sonstiger Weise an der institutionellen Interessenvertretung der Studenten in Gremien oder Organen mitgewirkt hat, § 15 Abs. 3 Nr. 3 BAföG (zur Originalquelle).

Das heißt natürlich nicht, dass du in deine Fachschaft eintreten sollst, nur um deine Chancen auf eine Verlängerung des BAföGs zu erhöhen. Aber es könnte für dich das Tüpfelchen auf dem i sein und dir den entscheidenden Funken Motivation geben, dich für deinen Fachbereich an der Uni zu engagieren.

 

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Fazit

Deine Fachschaft ist wichtig. Und wenn du dich der Truppe anschließt, kannst du etwas für dich und die Allgemeinheit erreichen. Ja, du investierst etwas Zeit und Energie – aber der Aufwand lohnt sich.

Du baust dir ein Netzwerk aus Freunden, Entscheidungsträgern und anderen wichtigen Leuten auf, kannst für dich und deine Kommilitonen das Beste aus dem Studium herausholen und deine Studienfinanzierung verlängern. Ganz wie von selbst lernst du außerdem komplett neue Skills, die sich neben dem Ehrenamt an sich gut in deinem Lebenslauf machen und dir bei deiner Jobsuche behilflich sein werden.

Vorschlag: Sieh dir deine Fachschaft einfach mal genauer an. Check die Website, geh zu einem Treffen oder sprich mit aktuellen Mitgliedern. Nein sagen kannst du dann immer noch.

 

Bild: © rawpixels.com / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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