Die Heilige Schrift: 5 Gründe für deine Prüfungsordnung

Die Heilige Schrift: 5 Gründe, warum du deine Prüfungsordnung lesen solltest

von Tim Reichel

Deine Prüfungsordnung bildet den rechtlichen Rahmen deines Studiums ab und legt die Spielregeln fest. Darum ist deine Prüfungsordnung so wichtig für dich.

Prüfungsordnung?

Laaangweilig!

Sind wir mal ehrlich: Wenn wir den Begriff Prüfungsordnung hören, denken wir sofort an Paragraphen, endlose Modulbeschreibungen und an juristisches Fachchinesisch. Langeweile pur.

Aus Erfahrung kann ich sagen: Das stimmt auch so!

Trotzdem ist deine Prüfungsordnung wichtig für dich. Sogar sehr wichtig.

Ich selbst habe lange gebraucht, um das herauszufinden. Mittlerweile bin ich etwas schlauer und finde mich ganz gut in der deutschen Hochschullandschaft zurecht. Darum gebe ich dir jetzt einen entscheidenden Tipp für dein Studium mit auf den Weg:

Lies deine Prüfungsordnung!

 

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Warum deine Prüfungsordnung so wichtig für dich ist

Ich falle mal mit der Tür ins Haus:

Deine Prüfungsordnung ist für dich das wichtigste Dokument im ganzen Studium!

Wenn du klug bist und einigermaßen smart studieren möchtest, solltest du deine Prüfungsordnung lesen und deren Inhalt kennen.

Egal ob du in einen Bachelor-, Master-, Magister- oder Diplomstudiengang eingeschrieben bist; ganz gleich ob du Jura, Mathe, Maschinenbau, BWL oder auf Lehramt studierst: Deine Prüfungsordnung gibt die Rahmenbedingungen für dein Studium an. Sie bildet das prüfungsrechtliche Gerüst deines Studiengangs und legt die Regeln fest, nach denen du studierst.

Das sind die 5 wichtigsten Gründe, warum du deine Prüfungsordnung lesen solltest:

 

1. Du kennst deine Möglichkeiten im Studium

Viele deiner Kommilitonen (und vielleicht auch du selbst!) schreiben sich in einen Studiengang ein und studieren einfach drauf los. Vielleicht laden sie sich irgendwo einen Studienplan herunter, checken kurz die Uni-Website und belegen dann irgendwelche Kurse oder Module.

Aber reicht das aus?

Wenn du schon einige Jahre deines Lebens in ein Studium investierst, solltest du alle Möglichkeiten kennen, die dir zur Verfügung stehen. Oder etwa nicht?

Deine Studienordnung gibt vor, wie du studieren kannst und bildet in juristischer Form alle zur Verfügung stehenden Optionen ab. Damit werden die wichtigsten Fragen zur Studienorganisation beantwortet und Hintergrundinfos zu deinen Möglichkeiten im Studium geliefert.

Zum Beispiel:

  • Welche Wahlbereiche stehen mir zur Verfügung?
  • Welche Module kann ich wann wählen?
  • Wie ist die An- und Abmeldung von Prüfungen geregelt?
  • Welche Prüfungsformen gibt es?
  • Was muss bei einem Praktikum beachtet werden?
  • Wie wird die Abschlussarbeit organisiert?

Wenn du also das Beste aus deinem Studium herausholen möchtest, musst du wissen, welche Möglichkeiten dir zur Verfügung stehen!

 

2. Du kannst dein Studium vernünftig planen

Studienplanung ist ein großes Thema.

Um erfolgreich zu studieren, brauchst du einen Plan für dein Studium. Der größte Fehler, den du an der Uni machen kannst, ist, dass du dein Studium nicht planst und ziellos umherstudierst.

Aber aufgepasst:

Wenn du dir einen Plan zurechtlegen möchtest, musst du zuerst wissen, was du alles beachten musst. Die wichtigsten Eckpfeiler deines Studiums müssen klar sein.

Und wo findest du diese Rahmenbedingungen?

In deiner Prüfungsordnung!

Nur wenn du deine Prüfungsordnung kennst, bist du in der Lage dein Studium sinnvoll zu planen.

Wie hoch ist die Regelstudienzeit? In welchem Semester werden welche Module angeboten? Welche Fristen sind besonders wichtig? Diese Fragen werden beantwortet und helfen dir dabei, dein Studium vernünftig zu planen.

Außerdem findest du in deiner Studienordnung wichtige Infos und Besonderheiten zu Themen wie Auslandssemester, Praktikum oder Abschlussarbeit.

Erst, wenn du alle Rahmenbedingungen deines Studiums kennst und weißt, was dich erwartet, kannst du deinen Studienverlauf sinnvoll planen!

 

3. Du lässt keine Chancen mehr aus

Hasst du es auch, wenn du tolle Chancen auslässt?

Willkommen im Club.

Oft lassen wir gute Möglichkeiten verstreichen, weil wir gar nicht wissen, dass sie da sind!

Damit du nicht erst hinterher schlauer bist, solltest du dir so früh wie möglich klar machen, welche Möglichkeiten dein Studium für dich bereit hält (siehe Punkt 1).

Sieh dir an welche Optionen und Alternativen in deiner Studienordnung beschrieben werden.

Beispiele dafür wären:

  • WZusätzliche Wahlfächer
  • Außergewöhnliche Module und Seminare
  • Sprachkurse
  • Alternative Prüfungsformen (Mündliche Prüfung)
  • Auslandssemester
  • Externe Abschlussarbeit
  • Zusatzkurse
  • Möglichkeit zur Notenstreichung

Wenn du deine Prüfungsordnung kennst und aufmerksam liest, lässt du keine Chance im Studium aus!

 

4. Du vermeidest prüfungsrechtlichen Ärger

Stell dir dein Studium als ein großes Gesellschaftsspiel vor, bei dem es darum geht, dass du und deine Kommilitonen einen Uni-Abschluss schaffen. Im Laufe der Zeit muss man Aufgaben lösen (Klausuren) und Punkte sammeln (Credit Points). Am Ende, wenn du genug Punkte eingesammelt hast, stehst du vor einem Endgegner (Abschlussarbeit) und kämpfst für deinen Abschluss.

Damit alles mit fairen Mitteln zugeht und niemand schummelt, braucht man jetzt nur noch eines:

Spielregeln.

Und genau diese Spielregeln werden von deiner Prüfungsordnung abgebildet. Zwar etwas trocken und an manchen Stellen unnötig kompliziert – aber es bleiben Spielregeln.

Deine Prüfungsordnung gibt den rechtlichen Rahmen deines Studiums vor und legt die Regeln fest, nach denen du studierst.

Mit Spielregeln meine ich in diesem Zusammenhang so etwas wie: Modalitäten zur Prüfungsanmeldung, Prüfungsrücktritt, Anerkennung von Studienleistungen, Regelungen eines Auslandssemesters, Praktikumsrichtlinien, Notenberechnungen usw.

Wenn du die Regeln nicht beachtest (weil du sie z. B. nicht kennst), machst du dir selber das Leben schwer und legst dir Steine in den Weg. Entweder hast du dann einen Joker zur Hand oder musst die Konsequenzen tragen. Also sieh dir die Spielregeln besser zu Beginn an und lies deine Prüfungsordnung.

Du vermeidest rechtlichen Ärger, wenn du deine Prüfungsordnung kennst!

 

5. Du kannst dich auf das Wesentliche konzentrieren

Willst du nicht einfach nur studieren und dich mit den Inhalten deines Studiums beschäftigen?

Dann habe ich einen Tipp für dich:

Setz dich einmal im Semester gründlich mit den Formalitäten und Rahmenbedingungen deines Studiums auseinander – danach hast du Ruhe und den Kopf frei für das Wesentliche.

Manchmal ist nichts nerviger und kann mehr Energie kosten als Ungewissheit. Und deswegen gehst du jetzt professionell an dein Studium heran und bringst die Sache hinter dich. Sobald du deine Prüfungsordnung gelesen und die rechtlichen Grundlagen deines Studiums grob im Kopf hast, kannst du dich beruhigt aufs Lernen konzentrieren.

Wenn du deine Prüfungsordnung gelesen hast, gibt es keine Überraschungen mehr und du hast nur noch eines im Blick: dein Studium!

 

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Fazit

Deine Prüfungsordnung ist für dich das wichtigste Dokument im ganzen Studium.

Deine Heilige Schrift.

Sie bildet den rechtlichen Rahmen deines Studiums ab und legt die Spielregeln fest. Aus meinen Erfahrungen als Fachstudienberater und Coach weiß ich, dass es notwendig ist und den Studienerfolg massiv beeinflussen kann, wenn man seine Studienordnung gut kennt.

Das Lesen einer Prüfungsordnung mag langweilig sein und wird dich etwas Zeit kosten. Du solltest das Ganze aber als wichtige Pflichtaufgabe ansehen und dich einfach durchbeißen.

Es wird sich auszahlen.

Also: Nimm dir einen Abend Zeit, setzt dich hin und lies deine Prüfungsordnung!

Amen.

 

Bild: © Jag_cz / fotolia.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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