Wie du mithilfe der Kettenregel ab dem ersten Tag im Semester motiviert bleiben kannst

Wie du mithilfe der Kettenregel ab dem ersten Tag im Semester motiviert bleiben kannst

von Tim Reichel

Mitder Kettenregel visualisierst du deine täglichen Erfolge baust starke Gewohnheiten auf. So kannst du das ganze Semester motiviert lernen...

Das neue Semester hat angefangen und du bist bis in die Haarspitzen motiviert. Völlig egal, wie dein letztes halbes Jahr lief – jetzt möchtest du richtig Gas geben. Du willst es allen zeigen und über dich hinauswachsen. Ab jetzt soll dein Studium Fahrt aufnehmen. Nichts soll dich mehr aufhalten. Dein Entschluss steht fest: Das wird dein Semester!

Pünktlich erscheinst du zur ersten Vorlesung. Und das einigermaßen ausgeschlafen. Schon Tage vorher hast du alle Unterlagen ausgedruckt und einen frischen College-Block besorgt. Doch das ist nicht alles: Du hast sogar schon die wichtigsten Bücher für deine Kurse herausgesucht, dich zu den Prüfungen angemeldet und einen Lernplan vorbereitet. Deine Motivation kennt keine Grenzen.

Uuuuund: Sie ist weg.

Schon nach wenigen Tagen. Manchmal hält diese Entschlossenheit auch ein paar Wochen an, doch spätestens nach einem Monat im neuen Semester fällt ein Großteil der Studenten in alte (unmotivierte) Verhaltensmuster zurück. Sie starten mit guten Absichten, schaffen es aber nicht, dieses Momentum aufrechtzuerhalten. Anstatt WIRKLICH ab dem ersten Tag kontinuierlich zu lernen und für ihr Studium zu arbeiten, werfen sie ihre guten Vorsätze schon nach kurzer Zeit über Bord.

Damit dir das nicht passiert, zeige ich dir in diesem Artikel, wie du mit der Kettenregel spielerisch am Ball bleibst und so erfolgreicher studieren kannst. Doch bevor wir uns deiner neuen Motivationstechnik zuwenden, müssen wir uns kurz ansehen, worum so viele Studenten nach der anfänglichen Euphorie aufgeben und ihre Pläne nicht in die Tat umsetzen.

 

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Zu hohe Ziele, zu wenig Motivation

Viele Studenten überlegen sich vor einem neuen Semester, was sie erreichen möchten. Sie lassen die letzten Vorlesungen und Prüfungen Revue passieren, werfen einen Blick auf ihren Studienverlauf und setzen sich dann neue Ziele. Das Problem dabei ist nur: Diese Ziele sind fast immer unrealistisch. Und damit meine ich: lächerlich unrealistisch.

Versteh mich nicht falsch: Ich bin der Letzte, der dir sagt, dass du keine hohen Ziele haben sollst. Ziele sind großartig. Insbesondere, wenn sie dich herausfordern und du an ihnen wachsen kannst. Doch wenn deine Ziele unrealistisch und viel viel viiieeel zu optimistisch sind, bewirken sie nur eines: Frust.

Frust, weil du das Gefühl hast, deinen Zielen nicht näher zu kommen.

Frust, weil du dich viel zu hohem Druck aussetzt.

Frust, weil du deinen eigenen Erwartungen nicht gerecht wirst.

Diese Ziele helfen dir nicht weiter. Sie blockieren dich und vernichten deine Motivation. Wenn du dir zum Beispiel vornimmst, jeden Tag um 6 Uhr aufzustehen, joggen zu gehen, 8 Stunden zu studieren und parallel deine Bachelorarbeit zu schreiben sowie nebenbei chinesisch zu lernen und Geld zu verdienen, ist dieses Ziel alles – nur nicht hilfreich. Zum Glück gibt es eine um Längen bessere Alternative.

 

Das Zauberwort heißt „Regelmäßgkeit“

Du brauchst also realistisch Ziele – verstanden. Doch das reicht das nicht. Ziele bringen dich nämlich nur dann weiter, wenn du sie in konkrete Pläne umwandelt und regelmäßig an deren Umsetzung arbeitest. Dabei liegt die Betonung auf dem Wort „regelmäßig“. Deine Ziele und Pläne können noch so gut sein – wenn du dich nur zwei Tage im Jahr um sie kümmerst, wird dein Erfolg überschaubar sein.

Falls er überhaupt sichtbar wird.

Entscheidend ist, dass du kontinuierlich an deinen Zielen arbeitest. Und das am besten täglich. Wenn du jeden Tag ein paar Minuten deiner Zeit investierst und fokussiert deine Pläne verfolgst, wirst du automatisch erfolgreich. Die kleinen Wiederholungen entwickeln auf Dauer eine ungeheure Zugkraft und etablieren produktive Gewohnheiten in deinem Alltag, mit deren Hilfe du jede Herausforderung meistern kannst.

Und genau jetzt kommt die Kettenregel ins Spiel.

 

Wie du mithilfe der Kettenregel motiviert bleibst

Wie du mithilfe der Kettenregel motiviert bleibst

Die Kettenregel ist eine gleichermaßen einfache und wirkungsvolle Methode, um die eigenen Ziele zu visualisieren und damit positive Verhaltensmuster zu verstärken. Besorge dir dazu einen großen Wandkalender, auf dem dein komplettes Semester oder ein ganzes Jahr abgebildet ist, und hänge ihn in deinem Zimmer auf. Und zwar so, dass du ihn unmöglich übersehen kannst.

Nun arbeitest du für einen kurzen Zeitraum an deinem Studium und markierst anschließend den entsprechenden Tag mit einem großen, roten „X“. Das könnte dann so aussehen:

Fahre bei jedem weiteren Tag, an dem du etwas für dein Studium getan hast, genauso fort und setz eine Markierung im Kalender. Nach ein paar Tagen hast du eine Kette – und wenn du weitermachst, wird diese von Tag zu Tag länger. Nach zehn Tagen sieht dein Kalender dann so aus:

Und nach 25 Tagen so:

Deine einzige Aufgabe ist es jetzt nur noch, die Kette nicht zu unterbrechen. Du musst nicht acht Stunden am Tag lernen oder andere unrealistisch Dinge tun, sondern nur deine Kette fortführen. Mehr ist es nicht. Doch genau durch diesen Mechanismus erzeugst du eine ungemeine Motivation.

Sehen wir uns dazu noch ein paar Beispiele an.

 

Beispiele

Die Kettenregel kannst du für fast alle Aufgaben und Tätigkeiten einsetzen. Wichtig ist nur, dass du deine Ziele in kleine, überschaubare Zwischenziele aufteilen kannst, die du in wenigen Minuten am Tag erledigen kannst. Für To-dos wie „Herzoperation durchführen“ oder „Kind zur Welt bringen“ ist die Kettenregel nicht so gut geeignet.

 

Damit du die Kettenregel direkt ausprobieren kannst, habe ich sieben Anwendungsbeispiele für dich zusammengestellt.

 

Beispiel #1: Lernen

Jeden Tag 30 Minuten lang für das Fach X lernen.

 

Beispiel #2: Lesen

Jeden Tag 15 Minuten lang in einem Buch lesen.

 

Beispiel #3: Bachelorarbeit schreiben

Jeden Tag zwei Seiten schreiben.

 

Beispiel #4: Fremdsprache lernen

Jeden Tag 20 Vokabeln lernen.

 

Beispiel #5: Programmieren lernen

Jeden Tag 20 Minuten lang programmieren.

 

Beispiel #6: Schlafen

Jeden Tag acht Stunden schlafen.

 

Beispiel #7: Wasser trinken

Jeden Tag zwei Liter Wasser trinken.

 

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Fazit

Wenn dein neues Semester wirklich besser werden soll als die vorherigen, musst du an deiner Strategie arbeiten. Und am besten fängst du ganz vorne bei deinen persönlichen Zielen an: Setze dir keine unrealistischen Ziele, die dich überfordern und deine Motivation vertreiben. Wähle stattdessen realistische Zeile und konzentriere dich bei deren Umsetzung auf einen regelmäßigen Fortschritt.

Dazu kannst du die Kettenregel einsetzen. Mithilfe dieser Methode visualisierst du deine täglichen Erfolge baust starke Gewohnheiten auf. Alles, was du dazu brauchst, ist ein Kalender und ein wenig Entschlossenheit, um das erste Kreuz in deiner Kette zu machen. Danach musst du nur noch dranbleiben.

Was meinst du? Ist es einen Versuch wert?

 

Bild: © social.cut / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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