Was du aus deiner letzten Klausurvorbereitung lernen kannst

3 Dinge, die du aus deiner letzten Klausurvorbereitung für die Zukunft lernen kannst

von Tim Reichel

Wenn du deine letzte Klausurvorbereitung analysierst, kannst du aus Fehlern lernen, Erfolgsstrategien ableiten und deine Performance im Studium verbessern.

Nach der Klausur ist vor der Klausur.

Oder anders gesagt: Dein Studium besteht vom Anfang bis zum Ende aus Prüfungen. Statistisch gesehen schreiben Studentinnen und Studenten in Deutschland im Schnitt 5-7 Klausuren pro Semester oder legen andere Prüfungsleistungen ab.

Das ist ganz schön sportlich.

Wenn du diese Herausforderung meistern und mit guten Noten abschneiden möchtest, musst du produktiv und clever lernen. Und dazu musst du deine Klausurvorbereitung effizient und erfolgsorientiert ausrichten. Damit sie das wird, darfst du eine Sache nicht vernachlässigen: Die Analyse deiner letzten Vorbereitung!

Nur so kannst du aus Fehlern lernen und Erfolgsstrategien für die Zukunft ableiten. Und dabei ist es egal, ob du gerade im ersten Bachelorsemester studierst oder dich im vorletzten Semester deines Masterstudiums befindest.

Trotzdem erlebe ich regelmäßig Studenten, die dieselben Fehler immer und immer wieder machen und in jeder Klausurphase überrascht sind, dass einige Lernmethoden nicht funktionieren oder generell zu wenig Vorbereitungszeit bleibt.

Doch dir passiert das ab heute nicht mehr. Denn in diesem Artikel zeige ich dir 3 Dinge, die du aus deiner letzten Klausurvorbereitung lernen kannst.

Damit machst du es beim nächsten Mal besser!

 

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Das kannst du aus deiner letzten Klausurvorbereitung lernen

Die Analyse deiner letzten Klausurvorbereitung ist keine Raketenwissenschaft. Im Prinzip reicht es, wenn du eine ganz einfache Erfolgsbetrachtung daraus machst und dich fragst: Was lief gut und was lief schlecht?

Dieser Ansatz reicht oft schon aus, um grundlegende Fehler aufzudecken, Verbesserungspotenziale aufzuzeigen und Konzepte zu finden, die bei dir gut funktioniert haben.

Damit du eine Idee davon bekommst, was du dir in deiner Analyse genauer ansehen kannst, habe ich für den Anfang 3 simple Leitfragen für dich herausgearbeitet. Das sollte für den Start reichen.

 

1. Ausreichend Zeit?

Das Zeitmanagement vor und während der Prüfungsphase ist ein zentrales Element für ein erfolgreiches Semester.

Nur wenn du deine Kapazitäten geschickt einteilst und genug Zeit fürs Lernen einplanst, kannst du dich optimal für deine Klausuren vorbereiten. Daher solltest du den zeitlichen Umfang deiner Vorbereitung nach der absolvierten Prüfung genau analysieren.

Diese Fragen helfen dir dabei:

  • Wie bist du mit der Vorbereitungszeit hingekommen?
  • Hat es vom Umfang her gepasst oder hast du dir zu wenig Zeit für die Klausurvorbereitung genommen?
  • Hast du zu spät mit dem Lernen angefangen oder vielleicht sogar zu früh?
  • Wie hast du deine Klausurphase strukturiert?
  • Wie sah deine Tagesplanung aus?
  • Hast du einen passenden Tagesrhythmus gefunden?

Mit dieser Analyse kannst du mögliche Schwachstellen in deinem Zeitmanagement aufdecken und erfolgsversprechende Zeitfenster für deine nächste Klausurvorbereitung finden.

 

2. Richtig gelernt?

Nachdem du jetzt weißt, wann und in welcher Zeit du dich vorbereitet hast, solltest du dir ansehen, wie du an deine Prüfung herangegangen bist und welche Lernmethoden dabei für dich erfolgreich waren.

Wie du dich vorbereitest, hängt dabei natürlich stark von der einzelnen Prüfung und der Dozenten ab. Trotzdem lassen sich im Nachhinein einige Rückschlüsse ziehen.

Diese Fragen helfen dir dabei:

  • Wusstest du von Anfang an, auf was dein Prüfer Wert legt?
  • Hast du eher viel oder eher wenig auswendig gelernt? Und hat dir das in der Prüfung geholfen?
  • Hast du strukturiert gelernt oder eher chaotisch?
  • Hattest du einen Lernplan?
  • Wie hat dein Lernplan funktioniert?
  • Hast du in kleinen Etappen gelernt oder dir alles am Stück reingezogen?
  • Hattest du genug Zeit für Wiederholungen?
  • Hast du alte Prüfungsaufgaben durchgearbeitet?

Versuche herauszufinden, welche Lernmethoden zu dir passen und welche dich nicht weiterbringen. Außerdem musst du ein Gefühl dafür entwickeln, welche Art der Vorbereitung zu welcher Prüfung passt.

 

3. Alleine oder im Team?

Du kannst dich entweder alleine oder zusammen mit deinen Kommilitonen (in einer Lerngruppe) für die Prüfung vorbereiten.

Aber die Sache ist kompliziert: Auf der einen Seite können Lerngruppen tolle Synergien hervorbringen und ein perfektes Kontrollmedium darstellen; auf der anderen Seite kann dich das Lernen in der Gruppe ablenken und damit zu einer unproduktiven Zeitverschwendung werden. Daher solltest du nach jeder Klausurvorbereitung nüchtern feststellen, ob sich die Lerngruppe für dich „gelohnt“ hat.

Diese Fragen helfen dir dabei:

  • Wie oft hast du dich mit deiner Lerngruppe getroffen?
  • Wie oft hast du alleine gelernt?
  • Bei welchen konkreten Problemen hat dir deine Lerngruppe geholfen?
  • War eure Leistungsfähigkeit gleichmäßig verteilt?
  • Welches Gefühl hattest du nach den Treffen?
  • Wie liefen eure Treffen ab? Strukturiert oder chaotisch?
  • Hättest du in der Zeit alleine mehr schaffen können?
  • Auf welche Vorteile der Lerngruppe möchtest du auf keinen Fall verzichten?

Am Ende kommt es auf die Mischung an. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man nicht komplett alleine lernen sollte, aber auch nicht jede freie Minute mit seinen Kommilitonen zusammensitzen muss. Mit einer objektiven Nachbetrachtung kannst du feststellen, in welchem Maß eine Lerngruppe für dich sinnvoll ist.

 

Sei kein Dummkopf

Wenn du deine Prüfungsphase einfach nur stumpf abspulst und bei jeder Klausurvorbereitung die gleichen Fehler machst, wirst du dich niemals verbessern. Du ärgerst dich höchstens und wirst auf Dauer unglücklich.

Es ist viel klüger, wenn du dir nach deiner Prüfung ein paar Minuten Zeit nimmst und deine Vorbereitungsphase analysierst. Denn nur wenn du aus deinen Fehlern lernst und erfolgreiche Muster reproduzierst, kannst du in zukünftigen Situationen etwas ändern.

Oder wie Albert Einstein es gesagt hat:

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

Recht hat er.

 

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Fazit

In diesem Artikel habe ich dir gezeigt, was du aus deiner letzten Klausurvorbereitung unbedingt lernen solltest und warum eine nachträgliche Analyse so wichtig ist.

Zur Orientierung hast du von mir 3 Leitfragen bekommen, die dir dabei helfen werden, in Zukunft Fehler zu vermeiden und erfolgreiche Lernstrategien zu erkennen.

Wenn du dir angewöhnst, in regelmäßigen Abständen deine Arbeitsweise mit etwas Abstand zu betrachten und objektiv zu analysieren, kannst du dich enorm verbessern und weiterentwickeln.

Und das sogar über dein Studium hinaus.

 

Bild: © Ryan McGuire / gratisography.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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