7 Anzeichen, dass dein Lernpartner pures Gift für dich ist

7 Anzeichen, dass dein Lernpartner pures Gift für dich ist

von Tim Reichel

Es gibt Lernpartner, die Gift für dich sind. Sie sind nicht nützlich oder hilfreich – sie sind lästig. Und eine Gefahr für deinen Erfolg im Studium.

Es gibt zwei Arten von Lernpartnern: Die einen sorgen dafür, dass ihr gemeinsam über euch hinauswachsen könnt und zusammen mehr auf die Reihe bekommt als jeder für sich alleine; die anderen zapfen dir Energie ab, nutzen dich aus und blockieren dich.

Es gibt Lernpartner, die Gift für dich sind.

Sie sind nicht nützlich oder hilfreich – sie sind lästig. Und eine Gefahr für deinen Erfolg im Studium. Sie rauben deine Kraft und zerstören deine Motivation. Ganz langsam. Wie eine kleine Dosis Gift, die dir immer wieder verabreicht wird.

Kennst du das Gefühl, nach dem gemeinsamen Lernen – mit einem oder mehreren Kommilitonen – nichts wirklich geschafft zu haben? Hast du den Eindruck nur zu geben, aber nichts zu bekommen? Fühlst du dich nach dem Treffen mit deinen Lernpartnern oft schlecht?

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Lernpartner aus der Hölle: Achte auf diese 7 Anzeichen!

Giftige Lernpartner kannst du leichter erkennen, als dir vielleicht klar ist. Hier sind 7 Anzeichen, auf die du bei eurer nächsten gemeinsam Lernsession achten solltest:

 

1. Dein Lernpartner nutzt dich aus

Gemeinsames Lernen ist ein Geben und Nehmen; alle Beteiligten sollen etwas davon haben und gleichermaßen von den Lernsessions profitieren. Natürlich gibt es hin und wieder Konstellationen, in denen jemand mehr Arbeit investiert und sich größere Mühe gibt als der Rest – das ist ganz normal.

Doch wenn diese Person IMMER du bist, läuft in deiner Lernbeziehung etwas schief. Wenn sich deine Lernpartner gemütlich zurücklehnen und nur darauf warten, dass du die ganze Arbeit machst, um dann lethargisch die fertigen Ergebnisse aufzuschreiben, müssen deine Alarmglocken losgehen. Du wirst ausgenutzt. Deine „Partner“ sind dann nichts weiter als Parasiten, die sich an dich dranhängen und etwas von deiner Leistung abhaben wollen.

 

2. Dein Lernpartner zerstört dein Selbstvertrauen

Noch viel schlimmer als Lernpartner, die dich ausnutzen, sind solche, die dich mental ausbeuten und dein Selbstvertrauen zerstören. Ich spreche von Nörglern, Besserwissern und Angebern, die jede Gelegenheit dazu nutzen, um sich selbst zu profilieren und über andere (dich) herzuziehen.

Sie geben dir ein Gefühl von Unterlegenheit und erreichen damit genau das Gegenteil von dem, was eine gute Lerngruppe ausmachen sollte: Anstatt sich gegenseitig stark zu machen, schwächen sie dein Selbstwertgefühl. Sie kritisieren, demütigen und verunsichern dich. Darauf kannst du nicht nur verzichten – du musst.

 

3. Dein Lernpartner macht dich unproduktiv

In der Gruppe nimmt die Produktivität des Einzelnen in der Regel ab. Das ist auch in Ordnung so, denn (im besten Fall) steigt die Gesamtproduktivität langfristig wieder, weil sich die Lernpartner gegenseitig ergänzen und zu neuen Höchstleistungen motivieren können.

Doch mit einigen deiner Kommilitonen funktioniert das nicht. Sie sind Produktivitätskiller. Sie sind unnötig langsam, auffallend unorganisiert oder haben einfach keine Lust, konzentriert zu arbeiten. Und damit blockieren sie die ganze Lerngruppe und verhindern euren Fortschritt. Das Schlimmste ist: Dadurch, dass dein Lernpartner unproduktiv ist, wirst du nach kurzer Zeit selbst unproduktiv.

 

4. Dein Lernpartner ist unzuverlässig

Dein Lernpartner und du seid in einem Team. Ihr müsst euch gegenseitig unterstützen und euch aufeinander verlassen können. Wenn dein Compagnon allerdings so zuverlässig wie das Wetter im April ist, wird aus diesem Team-Gedanken nichts.

Versetzt dich dein Lernpartner regelmäßig oder meldet sich kurz vorher von der anvisierten Prüfung ab? Vergisst er wichtige Unterlagen oder kommt der vereinbarten Arbeitsteilung nicht nach? Lässt er dich im Stich? Dann kannst du dich leider nicht mehr auf dein Team verlassen. Denn sonst stehst du am Ende alleine da – und zwar im Regen.

 

5. Dein Lernpartner ist ignorant und faul

Menschen sind unterschiedlich veranlagt. Es ist ganz normal, wenn jemand mal mehr von einem bestimmten Thema versteht oder einen schnelleren Zugang findet. Doch wenn du dich ständig mit Personen umgibst, die erst gar keine Lust haben, einen wertvollen Beitrag für die Gruppe zu leisten, darfst du dich nicht wundern, wenn deine eigenen Leistungen bald den Bach runtergehen.

Nichts frustriert fleißige Studenten mehr als faule Kommilitonen, die sich irgendwie durchmogeln möchten. Wenn sich diese Menschen dann auch noch in deiner eigenen Lerngruppe befinden und zu allem Überfluss nicht mal ansatzweise einsehen, dass sie beim Lernen mitziehen müssen, solltest du deine Partner wechseln.

 

6. Dein Lernpartner denkt nur an sich

Im Studium ist jeder darauf bedacht, sich selbst weiterzuentwickeln, seine eigene Leistungsfähigkeit zu verbessern und am Ende einen optimalen Abschluss zu schaffen. Es geht beim Studieren nun mal um persönliche Ziele – daran ist nichts auszusetzen. Doch unter Lernpartnern tritt der Egoismus in den Hintergrund. Zumindest sollte er das.

Doch einige deiner Kommilitonen werden sich nicht darum kümmern. Für sie haben Lerngruppen nur einen Zweck: Sie sollen ihnen nützlich sein. Sie nutzen eure Treffen nicht dafür, um gemeinsam am Vorlesungsstoff zu arbeiten, sondern haben nur eines im Sinn: sich selbst. Sie wollen profitieren. Was mit dir passiert, ist ihnen egal. Und dementsprechend sollten sie dir auch egal sein.

 

7. Dein Lernpartner fordert dich nicht

Zu einer guten Lernpartnerschafft gehört auch Reibung. Wenn ihr gemeinsam wachsen wollt, müsst ihr euch gegenseitig fordern, offen diskutieren und konstruktive Kritik üben. Nur so ruft ihr das Potenzial eurer Lerngemeinschaft voll ab und könnt eure Verbindung optimal nutzen.

Wenn dein Lernpartner allerdings völlig passiv ist und sich darauf beschränkt, alles nachzuplappern, was du vorgibst, wird aus diesem Plan nichts. Dann entwickelt sich niemand von euch weiter und eure Lerngruppe wird zur Leistungsbremse.

 

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Fazit

Ob du den richtigen Lernpartner für dich gefunden hast, kannst nur du selbst entscheiden. Und eigentlich ist es gar nicht schwer zu erkennen, ob dein Lernpartner gut oder schlecht für dich ist.

Eigentlich.

Doch leider hinterfragen viele Studenten die Beziehung zu ihren Kommilitonen nicht, sondern nehmen jede Zweckgemeinschaft als gegeben und unveränderlich hin. Doch das ist Quatsch und wird auf lange Sicht unglücklich machen.

Konzentriere dich einfach ein Bisschen darauf, mit welchen Menschen du dich beim Studieren umgibst, achte auf die Anzeichen von oben und ziehe dann deine Konsequenzen daraus.

Dieses Bewusstsein ist das beste Gegengift gegen Lernpartner aus der Hölle.

 

Bild: © Alfonso Castro / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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