10 Tipps für alle, die lernen wollen - aber nicht anfangen können

10 Tipps für alle, die lernen wollen – aber nicht anfangen können

von Tim Reichel

Viele Studenten haben eine volle To-do-Liste und müssten eigentlich mit dem Lernen anfangen. Doch sie kommen nicht in die Gänge. Darum bekommst du jetzt Hilfe. Ich habe zehn praxiserprobte Tipps für dich, die dafür sorgen, dass du dich im Handumdrehen konzentriert und motiviert an den Schreibtisch setzen wirst.

Hast du auch so viel zu tun?

Dann bist du nicht allein. Viele Studenten haben eine volle To-do-Liste und müssten eigentlich mit dem Lernen anfangen. Doch sie kommen nicht in die Gänge. Sie können sich nicht aufraffen und anstatt produktiv zu studieren, erfinden sie Ausreden oder schauen sich lieber die siebte Wiederholung einer Simpsons-Episode an.

Dabei wollen sie ja im Prinzip lernen – doch es gelingt ihnen nicht.

Wenn dir das Anfangen auch so schwer fällt und du es nicht schaffst, dich zum Lernen zu überwinden, bekommst du jetzt Hilfe. Ich habe zehn praxiserprobte Tipps für dich, die dafür sorgen, dass du dich im Handumdrehen konzentriert und motiviert an den Schreibtisch setzen wirst.

Los geht’s mit Tipp #0: Lies weiter!

 

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Mit diesen 10 Tipps fällt dir das Anfangen leichter

Wenn du schon erkannt hast, dass du eigentlich lernen solltest und dir bewusst ist, dass sich die investierte Zeit für dich lohnen wird, hast du die erste große Hürde schon überwunden. Jetzt musst du nur noch das nervige Aufschieben überwinden.

Dazu reichen oft schon ein paar kleine Tipps, die dir den Anfang erleichtern. Hier sind zehn Vorschläge mit jeweils einem Anwendungsbeispiel:

 

Tipp #1: Werde konkret!

So lange du keine genaue Vorstellung davon hast, wie deine Lernsession aussehen soll, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Finger krumm machen. Du musst konkret werden und dir vorher überlegen, was und wie du überhaupt lernen willst: Mit welchem Fach willst du dich beschäftigen? Welche Inhalte sind heute dran? Lernst du eher Fakten auswendig oder trainierst du deine Transferleistung?

Unser Gehirn hasst Überraschungen und mag klare, direkte Vorgaben. Erst, wenn du dir dein Vorgehen überlegt hast und weißt, was auf dich zukommt, kannst du den Schalter in deinem Kopf umlegen und leichter in den Lernmodus wechseln.

Beispiel: Ich werde die Definitionen für Modul X lernen und danach die Vorlesungsfolien 1-23 zusammenfassen.

 

Tipp #2: Wirf deine überzogenen Erwartungen über Bord!

Hohe Ziele sind gut: Sie spornen dich an und sorgen dafür, dass du über dich hinauswächst. Wenn deine Erwartungen an dich selbst allerdings völlig überzogen und realitätsfremd sind, bringt dich das keinen Schritt weiter. Zu hohe Erwartungen blockieren dich und zerstören deine Motivation.

Wenn du dir vor dem Lernen das Ziel setzt, das komplette Buch zu lesen oder sämtliche Übungsaufgaben durchzugehen und bis ins letzte Detail zu verstehen, setzt du dich selbst unter so großen Druck, dass du gar nicht erst anfangen wirst. Verabschiede dich deswegen von deinen unrealistischen Erwartungen und setze dir sinnvolle Ziele.

Beispiel: Ich werde das erste Kapitel aus dem Buch lesen und notiere mir alle offenen Fragen. Danach gehe ich die ersten drei Übungsaufgaben durch und verschaffe mir einen Überblick.

 

Tipp #3: Schreibe auf, was du lernen willst!

Zwei wesentliche Punkte für deinen Lernerfolg hast du jetzt schon kennengelernt: Erstens brauchst du einen konkreten Plan und zweitens solltest du dir realistische Ziele setzen. Damit aus diesen Zielen ein verbindlicher Maßnahmenplan wird, den du auch umsetzen kannst, solltest du deine Lernziele aufschreiben.

Gewöhne dir daher an, deine Ziele aufzuschreiben. Ganz klassisch auf Papier. Das mag zwar nur ein kleiner Schritt sein – aber er hat großen Einfluss auf deine Erfolgsaussichten. Indem du dein Ziel aufschreibst, gibst du ihm eine fassbare Form: Du kannst es sehen und anfassen. Und dadurch wird es real. Es ist jetzt kein verschwommener Wunsch oder irgendeine Fantasievorstellung mehr, sondern ein verbindliches Ziel.

Beispiel: Ich lerne heute um 15:30 Uhr eine halbe Stunde lang Definitionen für das Modul X und fasse danach die ersten beiden Kapitel des Skripts zusammen.

 

Tipp #4: Schließe einen Vertrag mit dir selbst!

Nachdem du deine Lernziele aufgeschrieben hast, gehst du noch einen Schritt weiter und legst eine Schippe Verbindlichkeit obendrauf: Du schließt einen Vertrag. Und zwar mit dir selbst.

Nimm dein schriftlich fixiertes Ziel und verspreche dir selbst, dass du es heute um jeden Preis erreichen wirst. Mache daraus eine offizielle Vereinbarung und unterschreibe unter deinem Ziel. Die Wahrscheinlichkeit, dass du diese Abmachung einhältst, ist viel größer als bei einer lose formulierten Idee.

Beispiel: Ich, Tim Reichel, werde heute um 18:00 Uhr für eine halbe Stunde das Vorlesungsskript lesen.

T. Reichel

 

Tipp #5: Denke in Schritten!

Große Aufgaben wirken vor dem Lernen demotivierend und erschweren das Anfangen. Dieses Problem kannst du beseitigen, indem du deine Aufgabe aufteilst und in kleine Zwischenziele runterbrichst. Dabei wendest du die „Salami-Taktik“ an und zerteilst alle größeren Ziele in kleine Scheibchen bzw. Aktivitäten.

Diese werden dann Schritt für Schritt erledigt, bis du alle Mini-Etappen erreicht hast. Auf diese Weise nimmst du der großen, mächtigen Studienarbeit den Schrecken und konzentrierst dich auf die konkreten Maßnahmen. In diesem Artikel zeige ich dir ausführlicher, wie du dieses Vorgehen in deinem Studium anwenden kannst.

Beispiel: Zerteile deine Aufgabe (das Vorlesungsskript lesen), in einzelne, kleine Schritte. Zum Beispiel so: Das Skript besteht aus 5 Kapiteln, jedes Kapitel hat 15 Seiten und jede Seite hat 4-6 Absätze.

Jetzt liest du den ersten Absatz. Und dann den zweiten Absatz. Und so weiter. Dein Mindset ist jetzt: Yay, ich lese nur einen Abschnitt und dann bin ich fertig. Und nicht: Oh Gott, ich muss das ganze Skript lesen.

 

Tipp #6: Geh raus!

Kannst du dich in der Wohnung nicht konzentrieren, weil das Nachbarskind wieder fleißig Blockflöte übt? Oder findest du zu Hause immer eine andere Beschäftigung, die dich davon abhält, mit dem Lernen anzufangen?

In den eigenen vier Wänden lauern Ablenkungen an jeder Ecke. Selbst wenn du nicht danach suchst, findest du unendlich viele Alternativen, die allesamt spannender sind als der Stoff deiner letzten Vorlesung. Doch dagegen kannst du etwas tun: Geh weg! Wechsel die Location: Schnapp dir deine Lernunterlagen und zieh an einen anderen, ruhigen Ort um, an dem du für ein paar Stunden ungestört arbeiten kannst.

Beispiel: Setze dich zum Lesen in die Bibliothek oder in einen leeren Hörsaal. Oder: Deine Übungsaufgaben oder die Vorbereitung fürs nächste Seminar kannst du in einem öffentlichen Lernraum deiner Hochschule durchgehen.

 

Tipp #7: Finde Verbündete!

Deine Startschwierigkeiten bekommst du besser in den Griff, wenn du aufhörst, dich alleine durchzuschlagen und stattdessen zusammen mit ein paar Kommilitonen lernst. Eine Lerngruppe kann sich sehr positiv auf deine Motivation auswirken und eine Art „Wir-Gefühl“ entfachen.

Diese Gruppendynamik sorgt dann dafür, dass ihr produktiver und konsequenter studiert als vorher. Außerdem werden eure gemeinsamen Lernsessions verbindlicher, weil ihr euch unterbewusst gegenseitig kontrolliert oder bei Problemen direkt untereinander helfen könnt.

Beispiel: Suche und bestimme für jedes Modul in diesem Semester mindestens einen Lernpartner und lege einen festen Termin zum gemeinsamen Lernen fest: Ungefähr so: Mit Tobias treffe ich mich jeden Mittwoch um 15 Uhr für Modul X.

 

Tipp #8: Lerne nur fünf Minuten!

Falls dich der Gedanke an lange Lerneinheiten lähmt und deine Motivation zerstört, kannst du in die psychologische Trickkiste greifen und die Fünf-Minuten-Regel einsetzen. Bei der Fünf-Minuten-Regel legst du eine kleine, konkrete Aufgabe fest und bearbeitest diese für nur fünf Minuten. Danach hörst du wieder auf und entscheidest dich, ob du weitermachst – oder eben nicht.

Wenn du nach fünf Minuten absolut keine Lust mehr hast, dann hörst du einfach auf und machst etwas Anderes oder startest später einen neuen Anlauf. Der Trick an der Sache ist aber, dass du dich sehr wahrscheinlich nach fünf Minuten nicht zurückziehen wirst. Die meisten denken sich nämlich: „Jetzt hab ich einmal angefangen, dann kann ich auch weitermachen.“ Dieser kleinen, aber supernützlichen Regel habe ich hier einen eigenen Artikel gewidmet.

Beispiel: Lies nur für fünf Minuten in dem Buch. Arbeite nur fünf Minuten lang an deiner Zusammenfassung. Wiederhole in nur fünf Minuten die Vorlesungsmitschrift.

 

Tipp #9: Baue positiven Druck auf!

Mit Druck arbeiten finde ich eigentlich doof. Es sei denn, es ist positiver Druck. Druck, der dich beflügelt und das Beste in dir zum Vorschein bringt. Und am einfachsten erzeugst du diesen Druck auch noch selbst.

Dazu kannst du zum Beispiel die Rubikon-Methode nutzen und mit einer kleinen, nicht umkehrbaren Handlung dafür sorgen, dass du mit dem Lernen anfangen musst. Du setzt dir sozusagen selbst die Pistole auf die Brust und provozierst damit, dass du deine Untätigkeit aufgibst.

Beispiel: Verabrede dich kurzfristig mit einem Lernpartner zur gegenseitigen Lernfortschrittskontrolle. Oder: Wette mit einem Freund, dass deine Zusammenfassung bis zu einem bestimmten Datum fertig ist.

 

Tipp #10: Rede dich stark!

Gehörst du auch zu den Menschen, die sich selbst einreden, dass sie keine Lust haben und dies oder jenes eh nicht schaffen werden? Ja? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um damit aufzuhören. Wenn du dir schon vor dem Lernen sagst, wie furchtbar es sein wird, wirst du niemals anfangen und immer neue Ausreden finden.

Lege dir deswegen ein positives Mindset zu und rede dich selbst stark. In diesem Artikel zeige ich dir 50 Wege, mit denen du dich jeden Tag selbst motivieren kannst.

Beispiel: Ich werde heute für 30 kurze Minuten lernen. Damit arbeite ich an meiner Zukunft und werde morgen stolz auf mich sein.

 

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Fazit

Fast allen Studenten fällt es schwer, mit dem Lernen anzufangen.

Denn das Anfangen ist der schwierigste Teil bei jeder Aufgabe. Doch wenn du es schaffst, dich aufzuraffen und kleine, regelmäßige Lernsessions in deinen Alltag einbaust, wird sich dein Erfolg beim Studieren fast automatisch einstellen.

Dazu musst du das Rad der Selbstmotivation nicht neu erfinden, sondern kannst ein paar altbekannte Tricks und Konzepte einsetzen, mit denen du dir selbst Dampf machen und deine Startschwierigkeiten überwinden kannst.

Dann klappt’s auch mit dem Lernen.

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Bild: © Lesly Juarez / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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