Wie du dich mit der Rubikon-Methode selber zum Erfolg zwingen kannst

von Tim Reichel

Die Rubikon-Methode ist ein Trick, mit dem du dich selber zum Erfolg zwingen kannst. Mit diesem Konzept besiegst du endlich deine Inkonsequenz im Studium.

Wieder nichts geschafft.

Eigentlich wolltest du heute noch die Folien der letzten Vorlesung durchgehen, zwei Übungsaufgaben wiederholen und dir endlich ein Konzept für deine nächste Studienarbeit überlegen.

Eigentlich.

Außerdem wolltest du dich über ein Auslandssemester informieren, dir einen neuen Studentenjob suchen und joggen gehen.

Das hättest du alles tun können. Du hättest nur anfangen müssen.

Ich kenne dieses Problem. Ich habe es täglich.

Wir nehmen uns Dinge vor, die wir unbedingt tun möchten und machen dann doch nichts.

Und warum?

Weil wir nicht anfangen.

Es könnte alles so leicht sein, würden wir uns nur überwinden, der Prokrastination den Mittelfinger zeigen und einfach loslegen können.

Aber du kannst das!

Heute zeige ich dir einen Trick, mit dem du dich selber zum Erfolg zwingen kannst. Ich stelle dir in diesem Artikel die Rubikon-Methode vor und zeige dir, wie du deine Inkonsequenz mit einem kleinen Griff in die psychologische Trickkiste überwinden kannst.

 

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Mögen tät ich schon wollen, aber…

Wir sitzen am Schreibtisch, haben eine volle To-Do-Liste und trotzdem fallen uns immer noch andere Dinge ein, die gerade viel wichtiger sind als das Kapitel im Buch, die Hausarbeit oder die Literaturrecherche.

Statt sich um die wichtigen Dinge zu kümmern, räumen wir die Wohnung auf, schauen eine Serie oder andere Dinge im Internet und checken Facebook.

Sehr produktiv!

Wir lenken uns also mit unwichtigen Dingen ab. Wir prokrastinieren.

Weil mir dieses Verhalten bei mir selber tierisch auf die Nerven geht, habe ich schon vor einiger Zeit etwas recherchiert und bin auf den Blog Hirnschrittmacher von Siegbert Scheuermann gestoßen.

Ein Konzept fand ich dort besonders schön erklärt: Die Rubikon-Methode.

 

Die Rubikon-Methode

Die Rubikon-Methode basiert auf der Metapher „den Rubikon überschreiten“ und hat ihren Ursprung vor mehr als 2.000 Jahren.

Vielleicht kennst du die Redewendung auch noch in Zusammenhang mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, als dieser den Bild-Chef zusammengefaltet hat und anschließend zurücktreten musste.

Aber egal.

Jedenfalls ist die Rubikon-Methode nach Julius Caesar benannt, der 49 v.Chr. den kleinen italienischen Grenzfluss Rubikon mit seinen Soldaten überschritt und damit einen Bürgerkrieg auslöste.

Seitdem hat „den Rubikon überschreiben“ die Bedeutung, eine folgenschwere und weitreichende Entscheidung zu treffen. Ein Schritt also, den man nicht mehr zurücknehmen kann.

Und genau diese Methodik kannst du auch auf deine Produktivität und dein Studium anwenden.

Und zwar so:

 

So wendest du die Rubikon-Methode richtig für dein Studium an

Mit Hilfe der Rubikon-Methode kannst du dein ständiges Aufschieben (wichtiger Aufgaben) austricksen und mit einer klitzekleinen Handlung dafür sorgen, dass du endlich anfängst.

Du überschreitest also den Rubikon und kannst dann nicht mehr zurück. Du musst weitermachen.

Diese Methode führt dich also schnurstracks aus deiner Komfortzone. Du setzt dir im Prinzip selbst die Pistole auf die Brust und sorgst dafür, dass dein innerer Schweinehund nicht wieder die Oberhand gewinnen kann.

 

Und so gehst du dabei vor:

Schritt 1:

Identifiziere dein Problem! (Was läuft schief?/Was möchtest du ändern?)

Schritt 2:

Setze dir ein Ziel! (Was möchtest du erreichen?)

Schritt 3:

Werde dir über deinen Antrieb bewusst! (Warum möchtest du das?)

Schritt 4:

Bestimme den ersten Schritt! (Wie würdest du anfangen?)

Schritt 5:

Überschreite deinen persönlichen Rubikon!

Wie das im Detail aussehen kann, zeige ich dir jetzt.

Wenn du noch ein paar allgemeine Tipps zur Rubikon-Methode brauchst, empfehle ich diesen Artikel von Heike Thormann.

 

Beispiele

Ich zeige dir jetzt an einigen Beispielen, wie du Aufgaben anpacken kannst und durch einen bewussten Schritt den Rubikon überschreitest. Ziel ist es, dass du durch deine Anfangshandlung nur sehr schwer wieder in alte Muster zurückfallen kannst und dich damit selber zum Erfolg zwingst.

 

Beispiel 1:

Du möchtest endlich mit deiner Studienarbeit fertig werden.

Erzähle jedem, dass du diesen Monat mit der Arbeit fertig wirst und verspreche einem Freund oder einer Freundin, dass du 200 € spendest, wenn du die Deadline nicht einhalten kannst.

 

Beispiel 2:

Du möchtest das Skript oder das Fachbuch durcharbeiten.

Schreibe deinem Dozenten jetzt sofort eine E-Mail und vereinbare kurzfristig einen Termin, weil du ein paar inhaltliche Spezialfragen hast.

 

Beispiel 3:

Du bist ultra schüchtern und traust dich nicht mit neunen Kommilitonen zu sprechen.

Melde dich sofort online zu einem Tanzkurs an und bezahle direkt die volle Gebühr.

 

Beispiel 4:

Du hast Angst vor vielen Menschen zu sprechen und zu präsentieren.

Frage deinen Dozenten nach der Vorlesung, ob du im nächsten Termin ein Referat halten darfst. Schlage ein konkretes Thema vor.

 

Beispiel 5:

Du bist mit deinem Studentenjob unzufrieden und möchtest gerne einen anderen haben.

Schreib deinem Chef jetzt direkt eine E-Mail und kündige dann deinen Job. Danach musst du dir zwangläufig etwas Neues suchen.

 

Achtung: Nicht zu viel auf einmal!

Fang immer mit deiner Priorität Nummer Eins an!

Wer mehrere Sachen gleichzeitig anpackt, verzettelt sich leicht. Außerdem bist du mit dieser Methode noch nicht soo vertraut und wirst dir die erste Zeit selber damit auf die Nerven gehen, weil du dich ab jetzt ständig selber aus der Komfortzone bringst.

Du musst jedenfalls darauf achten, dass du dir über deine Prioritäten bewusst wirst.

Prioritär sollte immer das sein, von dessen Veränderung du dir den größten und schnellsten Effekt für deine Ziele versprichst.

Die Aufgaben müssen außerdem eine Herausforderung für dich sein, aber kein Ding der Unmöglichkeit.

 

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Fazit

Mit der Rubikon-Methode kannst du dich von deiner Aufschieberitis befreien, die Komfortzone verlassen und dein Studium aufs nächste Level bringen.

Wenn du dich bewusst dafür entscheidest deine Aufgaben und Probleme anzugehen, kann dir diese Methode dabei helfen, einen ersten wichtigen Schritt zu unternehmen und dann fokussiert weiterzumachen. Umkehren ist dann nämlich nicht mehr drin.

Am Anfang wird es vielleicht ungewohnt für dich sein, wenn du dich auf diese Weise motivierst und zum Teil auch selbst unter Druck setzt. Das Ganze wird sich aber auszahlen und du wirst erstaunt sein, wie stark du bist und wieviel du wirklich schaffen kannst, wenn du nur die richtigen Rahmenbedingungen dafür setzt.

In diesem Sinn: Tschakka!

 

Bild: © Suzanne Tucker / shutterstock.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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