Fehler beim Lernen, die dir in der Klausur das Genick brechen

9 Fehler beim Lernen, die dir in der Klausur das Genick brechen

von Tim Reichel

So lernst du besser für deine Klausur. In diesem Artikel zeige ich dir 9 Fehler beim Lernen, die du besser nicht machst – es könnten deine Letzten sein!

Ich weiß, was du letzte Nacht getan hast.

Du hast gelernt.

Denn bald ist es so weit und deine nächste Klausur steht an.

Damit alles gut läuft und du deine Prüfung auch ja gut hinter dich bringst, steht jetzt vor allem eine Sache auf deinem Tagesplan: Lernen.

Du stehst früh auf und setzt dich an deinen Schreibtisch. Schnell noch einen Kaffee oder Tee gemacht und los geht’s. Du arbeitest dich durch deine Unterlagen und wiederholst in Rekordzeit den gesamten Stoff aus dem letzten Semester.

Den ganzen Tag. Bis spät in die Nacht. So lange, bis alle Klausuren geschrieben und hoffentlich bestanden sind.

Es ist in jedem Semester das Gleiche. An der Uni stopfen wir haufenweise Informationen und Fachinhalte in unsere Köpfe, um den ganzen Kram bei der nächsten Prüfung dann hervorzuholen und mit einer guten Note abzuschneiden.

Dieses Spielchen ist nicht immer sinnvoll und manchmal frustrierend. Aber wir spielen mit. Es geht schließlich um unseren Abschluss.

Doch auf dem Weg zum perfekten Klausurergebnis kannst du viele Fehler machen.

 

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Diese 9 Fehler solltest du beim Lernen vermeiden:

In diesem Artikel habe ich ein paar Tipps für dich gesammelt, damit du deine Prüfungsvorbereitung richtig angehst und bei deiner nächsten Klausur nicht in Schwierigkeiten gerätst.

Hier kommen 9 Fehler beim Lernen, die du besser nicht machst – es könnten deine Letzten sein!

 

Fehler #1: Du lernst nur auswendig

Für viele Studentinnen und Studenten bedeutet „lernen“ in der Klausurvorbereitung nichts anderes als „auswendig lernen“. Der Stoff wird zusammengefasst und dann Wort für Wort wiederholt bis alles perfekt abgespeichert ist.

Besonders dann, wenn es zeitlich eng wird oder die Inhalte nicht komplett verstanden werden, ist dieses Vorgehen weit verbreitet. Ich habe das früher selbst oft so gemacht und mir den langweiligsten Stoff immer wieder reingezogen bis alles saß. Ganz nach dem Motto: „Scheiß drauf, ich lerne das jetzt einfach auswendig.“

Nur leider bringt dir stumpfes Auswendiglernen keinen nachhaltigen Erfolg und ist vielmehr eine Art Zwischenlösung als ein Erfolgsgarant für ein gutes Klausurergebnis.

Wenn du deine Studieninhalte nämlich nicht verstehst und dein Lernen sich nur auf einfache Reproduktion beschränkt, bekommst du spätestens in der Klausur Schwierigkeiten, wenn es um Transferaufgaben oder neue Probleme geht.

Natürlich gehört Auswendiglernen immer ein Stück weit dazu: Einige Fachbegriffe, Vokabeln, Formeln oder Namen musst du dir einfach merken. Aber das meine ich damit auch nicht. Was ich meine ist: Beschränke dich nicht nur aufs Auswendiglernen. Du musst verstehen, was du lernst.

 

Fehler #2: Du hast das große Ganze nicht im Blick

Deine Klausurvorbereitung ist komplex.

Vorlesungsfolien, Skripte, Lehrbücher, Übungsunterlagen und vielleicht noch das ein oder andere Paper. Das alles steht auf deinem Lernplan und muss in der Prüfung sitzen.

Du musst also an 1.000 Sachen denken und diese kleinen Stückchen in den passenden Zusammenhang bringen. Doch daran scheitern viele Studenten!

Das Problem ist dabei nicht immer die Menge der Inhalte, sondern eher die richtige Einordnung und Fokussierung. Bei deiner Klausurvorbereitung ist es nämlich wichtig, dass du immer die Übersicht behältst und das große Ganze fest im Blick hast.

Verliere dich beim Lernen also nicht in Einzelheiten und Details, sondern führe dir immer wieder vor Augen, worum es in deinem Modul eigentlich geht. Frage dich:

  • Welches Problem soll gelöst werden?
  • Was war die ursprüngliche Fragestellung?
  • Worauf arbeite ich hin?
  • Was ist der Oberbegriff zu diesem Thema?
  • Was kommt als nächstes?

Lass dich nicht durcheinanderbringen und behalte den Überblick über deinen Lernstoff.

Achte auf Struktur.

 

Fehler #3: Du lernst nur deine Zusammenfassung

Deine Zusammenfassung ist ein zentrales Element deiner Prüfungsvorbereitung.

Bevor du mit dem Lernen richtig loslegen kannst, schreibst du dir eine Zusammenfassung und stellst dabei die wichtigsten Inhalte aus deiner Vorlesung heraus. Du kannst schließlich nicht alles lernen.

Gegen diese Taktik ist prinzipiell auch nichts einzuwenden. Das Vorgehen ist effizient und grenzt, wenn du es richtig machst, den Stoff so clever ein, dass du deine Erfolgsaussichten für die Klausur stark erhöhst.

Allerdings eben nur wenn du es richtig machst!

Eine gute Zusammenfassung zu schreiben, ist eine hohe Kunst. Wenn du den Stoff aus einem ganzen Semester auf ein paar Seiten komprimierst, gehen oft wichtige Infos verloren. Und das kann in der Prüfung böse enden.

Beschränke dich bei deiner Klausurvorbereitung deswegen nicht nur auf deine Zusammenfassung. Sieh dir die kompletten Lernunterlagen mehrmals an und nutze deine Zusammenfassung eher als Hilfestellung und zur Orientierung.

 

Fehler #4: Du arbeitest zu detailliert

Es geht aber auch anders herum: Wenn du dich beim Lernen auf jedes Detail konzentrierst und dich auf jede Kleinigkeit einlässt, bringt dir das für deine Klausur auch nicht wirklich viel.

Arbeite nicht zu oberflächig, aber auch nicht zu detailliert!

Es ist nicht nötig, dass du jede Originalquelle nachliest oder alle Formeln herleiten kannst. Du musst dich auf die wesentlichen Punkte konzentrieren und kluge Schwerpunkte setzen.

Apropos Schwerpunkte: Hier kommt Fehler Nummer 5:

 

Fehler #5: Du setzt die falschen Schwerpunkte

Im Schnitt schreiben Studenten in Deutschland 4-7 Klausuren pro Semester. Dazu kommen noch Praktika, Hausarbeiten und sonstiger Hochschulkram.

Damit du das alles schaffen kannst, musst du Prioritäten setzen und die richtigen Schwerpunkte festlegen!

Du musst also herausfinden, welche Inhalte in deinen Modulen wichtig sind und welche Bereiche du eher vernachlässigen kannst.

Sieh dir dazu am besten alte Klausuren an und sprich mit deinen Kommilitonen oder direkt mit deinen Dozenten. (Vielleicht kannst du ja den einen oder anderen Tipp abstauben und herausfinden, welche Inhalte klausurrelevant sind und welche nicht.) Mit der Zeit bekommst du außerdem ein Gespür dafür, worauf es in der Vorlesung ankommt, was deinen Prüfern wichtig ist.

Übrigens: Das Setzen von Schwerpunkten hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern ist ein Zeichen von Intelligenz und Organisationstalent.

 

Fehler #6: Du lernst nur für dich

Viele Studenten ziehen sich in der Klausurphase zurück und lernen nur für sich. Dabei konzentrieren sie sich beim Lernen so stark auf die Inhalte und die eigene Leistungskurve, dass sie sich im Vorlesungsstoff verlieren.

Doch das darf dir nie passieren!

Bleib niemals ganz für dich allein, sondern schließe dich mit deinen Kommilitonen zusammen. Suche dir eine Lerngruppe oder gründe selbst eine. Im Team kommt ihr viel besser mit dem Stoff zurecht und könnt euch bei Problemen gegenseitig helfen.

Du musst nicht den kompletten Tag zusammen mit deiner Lerngruppe arbeiten, aber ein regelmäßiger Austausch kann deinen Erfolg im Studium massiv erhöhen und dir Vieles erleichtern.

 

Fehler #7: Du machst keinen Härtetest

Du hast den gesamten Vorlesungsstoff wiederholt und jede Übungsaufgabe nachvollzogen. Jedes Kapitel aus dem Skript sitzt und du hast dir sogar ein paar zusätzliche Hintergrundinformationen angelesen.

Alles schön und gut.

Du hast nur eine Sache vergessen: Die Klausur wird anders. Sie wird härter. Und deswegen musst du dich noch ein bisschen anders auf deine bevorstehende Prüfung vorbereiten.

Am Ende deiner Klausurvorbereitung solltest du dich einem Härtetest unterziehen und dein gelerntes Wissen auf die Probe stellen.

Versuche dazu eine alte Klausur zu lösen, ein paar neue Übungsaufgaben zu bearbeiten (aus dem letzten Jahr?) oder lass dich von Bekannten abfragen. Ohne Hilfestellungen und ohne einen Blick in deine Unterlagen zu werfen.

Dein Härtetest muss unter klausurähnlichen Bedingungen stattfinden. Denn nur dann siehst du, wie gut deine Vorbereitung wirklich ist.

 

Fehler #8: Du setzt deine Vorbereitung viel zu kurz an

Der wahrscheinlich häufigste Fehler, den Studenten machen: Sie setzen die Klausurvorbereitung viel zu kurz an.

Ich habe das auch oft falsch gemacht. Eigentlich immer.

Entweder zu spät angefangen oder den Stoffumfang so krass unterschätzt, dass am Ende kaum noch Zeit blieb, um alles vernünftig zu wiederholen.

Verschaffe dir deswegen rechtzeitig im Semester einen guten Überblick, über den Lernumfang und den Arbeitsaufwand. Dann kommst du auch nicht in zeitliche Schwierigkeiten und kannst deine Ziele bequem und ohne Zeitdruck ansteuern.

 

Fehler #9: Du lernst ohne Plan

Egal wie stressig dein Semester auch sein mag: Lerne nicht einfach drauf los, sondern lege dir immer erst einen Plan zurecht.

Stürz dich nicht voller Hektik und Tatendrang auf deine Unterlagen und fang kopflos an den ganzen Kram durchzuarbeiten. Damit verschwendest du Energie und lernst orientierungslos vor dich hin.

Nimm dir stattdessen eine halbe Stunde Zeit und mach dir Gedanken darüber, wie du deine Vorbereitung sinnvoll angehen kannst.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine Klausurvorbereitung planen und strukturieren kannst.

 

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Fazit

Deine Klausurphase ist stressig und wird dir eine Menge abverlangen.

Wenn du aber alle Prüfungen absolvieren und bestmöglich bestehen möchtest, musst du dich klug vorbereiten.

Deswegen habe ich dir in diesem Artikel 9 Fehler gezeigt, die du unbedingt beim Lernen vermeiden musst:

  • Du lernst nur auswendig
  • Du hast das große Ganze nicht im Blick
  • Du lernst nur deine Zusammenfassung
  • Du arbeitest zu detailliert
  • Du setzt die falschen Schwerpunkte
  • Du lernst nur für dich
  • Du machst keinen Härtetest
  • Du setzt deine Vorbereitung viel zu kurz an
  • Du lernst ohne Plan

Wenn du diese Stolperfallen kennst und mit Köpfchen an deine nächste Klausurvorbereitung herangehst, wirst du dich nie wieder selbst ausbremsen und das Beste aus deinen Prüfungen herausholen.

Viel Erfolg bei deinen Klausuren!

 

Bild: © Ryan McGuire / gratisography.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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