Mit weniger Aufwand mehr im Studium erreichen

Wie du mit weniger Aufwand mehr in deinem Studium erreichen kannst – 7 realistische Tipps

von Tim Reichel

Wenn du erfolgreich studieren möchtest, musst du produktiv arbeiten. Dazu zeige ich dir 7 praktische Ansätze, wie du mit weniger Aufwand mehr schaffst.

Studieren ist anstrengend: Vorlesungen besuchen, Skripte und Bücher lesen, recherchieren – Zusammenfassungen schreiben und jede Menge lernen. Dazu kommen noch andere Dinge neben dem Studieren, wie dein Studentenjob, mit dem du dein Studium finanzierst oder deine kleine Wohnung, die sich nicht von alleine sauber hält.

Das alles erfordert Zeit. Deine Zeit.

Und ich wette, du hast gut zu tun und bist fast den ganzen Tag beschäftigt. Aber beschäftigt sein reicht nicht.

Wenn du erfolgreich studieren und trotzdem noch genug Zeit für dich und deine Hobbys haben möchtest, musst du dir angewöhnen, produktiv und effizient zu arbeiten. Du darfst dich nicht von unwichtigem Kleinkram aufhalten lassen, sondern musst zielstrebig deine Ziele angehen.

In diesem Artikel zeige ich dir deswegen sieben praktische Ansätze, wie du mit weniger Aufwand mehr schaffst und damit endlich wieder Zeit für die schönen Dinge neben deinem Studium hast.

 

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7 realistische Wege, um mit weniger Aufwand mehr zu erreichen

Weniger arbeiten und trotzdem mehr schaffen? Hört sich eigentlich zu schön an, um wahr zu sein. Doch nur weil wir beschäftigt sind, heißt das nicht, dass wir auch produktiv arbeiten. Und nur weil wir Dinge erledigen, heißt das nicht, dass diese Dinge auch wirklich wichtig sind.

Diese sieben Tipps helfen dir dabei, deinen Lernaufwand zu reduzieren und trotzdem mehr zu schaffen:

 

#1 Feste Arbeitszeiten

Als Student hast du viele Freiheiten. Du entscheidest, wie du deine Zeit einteilst und wann du dich an den Schreibtisch setzt, um für dein Studium zu lernen. Das Problem daran ist: Viele Studenten treffen keine klare Abgrenzung zwischen Freizeit und Arbeitszeit.

Das hat zur Folge, dass das Lernen – besonders in stressigen Phasen –ohne Limit ausufert und unnötig in die Länge gezogen wird. Die Annahme, dass du dadurch mehr schaffst, ist falsch und ein weit verbreiteter Mythos. Ohne festen Rahmen verzettelst du dich leichter und bist Zeitfressern schutzlos ausgeliefert.

Durch feste Arbeitszeiten und klar abgegrenzte Lernphasen schaffst du hingegen eine viel produktivere Arbeitsatmosphäre und konzentrierst dich automatisch auf die wichtigsten Aufgaben.

 

#2 Organisiere dich

Wenn du ohne Plan und Strategie studierst, wirst du blöde Fehler machen und ständig unter deinen Möglichkeiten bleiben.

Wenn du dich aber organisierst und strukturiert arbeitest, gehst du deine Aufgaben viel fokussierter an und lässt dich weniger ablenken. Und dadurch kannst dir einen Haufen unnötiger Arbeit sparen.

Hier zeige ich dir, wie du schnell und einfach Struktur in dein Studentenleben bekommst.

 

#3 Vergiss Multitasking

Multitasking zerstört deine Produktivität und sorgt dafür, dass du am Ende viele Dinge sehr schlecht erledigen wirst. Kleine Studie gefällig? Hier und hier gibt es Hintergrundinfos dazu.

Durch Multitasking sinkt deine Konzentration und die Qualität deiner Arbeit nimmt ab – und das kostet dich am Ende Zeit.

Gewöhne dir deswegen an, dich immer nur mit einer Sache zur gleichen Zeit zu beschäftigen. Auch wenn es auf den ersten Blick länger dauert: Nimm dir die Zeit und erledige deine Aufgaben mit voller Aufmerksamkeit. Ansonsten verschwendest du Zeit.

 

#4 Mach viele Pausen

Pausen beim Lernen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern ein geheimer Erfolgsgarant. Durch regelmäßige Unterbrechungen gibst du deinem Gehirn eine kleine Verschnaufpause und kannst anschließend mit frischer Energie weiterarbeiten.

Außerdem: Während den Pausen arbeitet dein Unbewusstsein weiter und hilft dir dabei, die Lerninhalte besser abzuspeichern. Du lernst sozusagen passiv weiter, obwohl du dich gerade ausruhst. Wer immer durcharbeitet wird schnell unproduktiv (ohne es zu merken) und schwächt sich selbst.

Sieh dir zu diesem Thema die Pomodoro-Technik an: Diesen Artikel von Jochen Mai kann ich empfehlen.

 

#5 Setze Deadlines

Deadlines sind nervig – aber nützlich! Deadlines schärfen unseren Fokus und zwingen uns dazu, uns auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren, weil keine Zeit für Nebensächlichkeiten bleibt.

In fast jeder Situation, in der Menschen ohne feste Restriktionen arbeiten, lässt sich das sogenannte Parkinson‘sche-Gesetz beobachten: „Eine Aufgabe dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.“

Ohne eine genaue Terminierung sind Aufgaben unendlich dehnbar und nehmen riesige Zeitfenster ein – auch dann, wenn es gar nicht nötig ist. Setze daher für jede Aufgabe, die du anpackst, eine enge und verbindliche Deadline, damit dein Arbeitsaufwand nicht ausufert und du fokussiert bleibst.

 

#6 Kenne deine Hochs und Tiefs

Hast du morgens direkt nach dem Aufstehen deine beste Zeit oder wirst du erst spät abends so richtig produktiv? Wir Menschen haben einen ganz unterschiedlichen Rhythmus und über den Tag verteilt verschiedene Hoch- und Tiefphasen.

Wichtig ist, dass du deine Leistungskurve kennst und weißt, wann du am konzentriertesten arbeiten kannst. Richte deine Lernstrategie und deine Arbeitszeiten an deiner Tagesform aus und lass dich nicht von anderen in irgendwelche vorgefertigten Muster zwängen.

 

#7 Sei nicht zu perfektionistisch

Perfektionismus kann dich beim Studieren furchtbar ausbremsen und dir dein Leben zur Hölle machen. Einen perfekten Zustand oder ein perfektes Wissen wirst du niemals erreichen – egal wie sehr du dich anstrengst.

Du hast nie alle Infos zusammen und kannst alles noch schöner und besser machen – aber lohnt sich das auch? Nein, natürlich nicht! Wenn du deinen Lernaufwand reduzieren möchtest, musst du Prioritäten setzen und Kleinigkeiten weglassen.

Verabschiede dich vom Perfektionismus.

 

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Fazit

Studieren kann stressig sein. Es warten viele Aufgaben auf dich und dein Kalender ist randvoll. Deswegen musst du Prioritäten setzen und produktiv studieren, wenn du neben deinen Vorlesungen und Prüfungen noch ausreichend Freizeit haben möchtest.

Doch produktives Studieren kann man lernen. In diesem Artikel habe ich dir gezeigt, wie du deine täglichen Aufgaben effizient erledigen kannst und mit deutlich weniger Aufwand bessere Lernergebnisse erzielst.

Wenn du die wichtigsten Produktivitätstechniken regelmäßig in deinen Alltag integrierst, wirst du automatisch erfolgreicher im Studium – ohne eine zusätzliche Sekunde Zeit zu investieren.

 

Bild: © Craig Garner / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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