Früher aufstehen: Eine Anleitung für Morgenmuffel

Früher aufstehen: Eine Anleitung für Morgenmuffel

von Tim Reichel

Gehörst du auch zur Morgenmuffel-Fraktion? Dann bekommst du jetzt 10 Tipps von mir, wie du morgens einfacher aus dem Bett kommst und früher aufstehen kannst

Na, heute wieder nicht aus dem Bett gekommen? Lieber nochmal umgedreht, anstatt frisch und fröhlich in den Tag gestartet?

Keine Sorge: Du bist nicht allein.

Viele deiner Kommilitonen haben Probleme damit, morgens früh aufzustehen. Diese Morgenmuffel verfluchen den Wecker, lieben die Snooze-Taste und bleiben bis zur letzten Minute unter der warmen Bettdecke. Und wenn sie dann mal aufgestanden sind, haben sie eine -10 auf der Gute-Laune-Skala.

Woher ich das weiß? Ich bin selbst so einer.

Richtig produktiv ist das allerdings nicht. Und im Studium kann dieses Langschläfer-Syndrom nachhaltig zum Problem werden. Besonders dann, wenn viele deiner Uni-Veranstaltungen schon um 8 Uhr morgens losgehen oder du jede kostbare Stunde am Tag fürs Lernen gebrauchen könntest.

Falls du dich selber auch zu der Morgenmuffel-Fraktion zählst und Probleme mit dem frühen Aufstehen hast, bekommst du jetzt zehn praktische Tipps von mir, wie du morgens einfacher aus dem Bett kommst.

 

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So kommen Morgenmuffel besser aus dem Bett

Es gibt unglaublich viele Tipps da draußen für uns Menschen, die es morgens nicht leicht haben. Das Problem ist nur: Diese Tipps sind fast alle schlecht. So richtig schlecht.

Meistens auf Apotheken-Umschau-Niveau à la: „Gehen Sie rechtzeitig ins Bett“ (danke!), „trinken Sie vor dem Schlafengehen keine 500 Dosen Redbull“ (ach so, und ich hatte mich schon gewundert!) oder „Frühstücken Sie gesund und ausgewogen“ (Na, wenn das nicht beim Aufstehen hilft!). Alles unnötiges Blabla, das niemandem etwas bringt.

Ich schlage alternativ zwei ganz simple Ansätze vor:

Mach das Aufstehen so EINFACH und das Weiterschlafen so SCHWER wie möglich!

Auf dieser Basis habe ich zehn Tipps für dich:

 

Tipp #1: Wecker stellen – und zwar weit weg

Wenn du am morgen früh aufstehen möchtest, stellst du dir natürlich einen Wecker. Der Haken an der Sache ist leider nur, dass sich dein Wecker direkt neben deinem Bett und damit in Greifdistanz zu dir befindet.

Sobald das nervige Ding morgens losgeht und deinen Schlaf abbrechen möchte, drückst du den Wecker einfach aus und döst weiter.

Damit das nicht passiert, kannst du deinen Wecker am Abend vorher von deinem Bett wegstellen (zum Beispiel auf die andere Seite des Zimmers). Auf diese Weise bist du morgens gezwungen aufzustehen, um den Weckton auszuschalten.

 

Tipp #2: Natürliche Wachmacher nutzen

Du kannst außerdem dein Umfeld zum Aufstehen nutzen und auf natürliche Wachmacher zurückgreifen.

Dazu lässt du, wenn es morgens früh genug hell wird, zum Beispiel einfach die Vorhänge oder Jalousien oben und wirst dann ganz natürlich von der Sonne geweckt. Wenn dein Zimmer erstmal komplett hell ist, ist weiterschlafen gar nicht mehr so einfach.

Den gleichen Effekt erzielst du, unabhängig vom Sonnenstand, wenn du dein Zimmerfenster zur Straße hin offen lässt. Spätestens wenn der Berufsverkehr morgens losgeht oder die ersten Schulkinder an deinem Haus entlanglaufen, bist du wach.

 

Tipp #3: Positives Aufsteh-Mindset entwickeln

Hört sich zwar im ersten Moment ein bisschen psycho an, funktioniert aber ganz gut: Mach dir bewusst, welche Vorteile es für dich hat, wenn du früh aufstehst und entwickle dadurch ein positives Aufsteh-Mindset!

Nimm dir fünf Minuten Zeit und erstelle eine Liste mit Vorteilen, die du dadurch hast, dass du früher in den Tag startest. Notiere dir jede Kleinigkeit und sieh dir an, wie stark du davon profitierst, dass du morgens keine Zeit im Bett vertrödelst.

Geh die Liste eine Woche lang jeden Tag durch – dadurch wird sich der Wunsch nach frühem Aufstehen in deinem Unterbewusstsein verankern und dir morgens helfen. It’s magic!

 

Tipp #4: Erste Schritte am Abend vorher vorbereiten

Das frühe Aufstehen ist manchmal deshalb so schwer, weil du keine Lust auf das ganze Prozedere am Morgen hast. Deshalb solltest du am Abend, bevor du schlafen gehst, schon einige Schritte für den nächsten Morgen vorbereiten.

Du kannst dir zum Beispiel schon die Wäsche rauslegen, den Frühstückstisch decken oder das Bad vorbereiten. Nimm dir am Abend vorher schon Arbeit für den Morgen ab. Dadurch wirkt der Aufstehprozess harmloser und einfacher.

 

Tipp #5: Positives Commitment

Manchmal hilft etwas Druck von außen. Gehe deswegen eine Verpflichtung mit deinen Kommilitonen oder Freunden ein, die dich dazu motivieren, morgens früher aufzustehen.

Du kannst dich zum Beispiel zur ersten Vorlesung verabreden, früh zum Lernen treffen oder gemeinsam mit einem Freund vor der Uni Joggen gehen. Durch die Verpflichtung, die du an dieser Stelle eingehst, zwingst du dich morgens zum Aufstehen. Denn wenn du absagst, lässt du deine Freunde hängen und machst dich lächerlich.

 

Tipp #6: Strafkasse für spätes Aufstehen

Du brauchst es etwas härter? Okay: Führe eine Strafkasse für spätes Aufstehen ein! Für alle 5 Minuten, die du zusätzlich morgens liegen bleibst, musst du ab jetzt einen Euro in deine Strafkasse bezahlen.

Das Geld darfst du am Ende aber nicht behalten, sondern musst es für unangenehme Dinge ausgeben, die du eigentlich richtig blöd findest. Sonst funktioniert das Ganze nicht.

 

Tipp #7: Cheat Day einführen

Was bei der Diät funktioniert, klappt auch im Schlafzimmer: Führe einen Cheat Day ein!

An einem Tag in der Woche darfst du so lange ausschlafen, wie du möchtest. An diesem Cheat Day ist die Zeit, die du im Bett verbringst, völlig egal – du bleibst so lange liegen wie du willst. Ohne schlechtes Gewissen und Schuldgefühle.

Dadurch bündelst du deine schlechten Aufsteh-Gewohnheiten auf einen Tag und bist die restliche Woche motivierter als vorher.

 

Tipp #8: Aufstehprozess vorher üben

Aufstehen ist wie Klausurschreiben – man kann es lernen!

Und so gehst du dabei vor: Leg dich ins Bett, stell deinen Wecker so, dass er in ein paar Minuten klingelt, mach die Augen zu und entspann dich. Sobald dein Wecker losgeht, stellst du ihn aus und stehst auf. Diesen Ablauf wiederholst du ein paar Mal hintereinander über mehrere Tage.

Diese Methode wurde ursprünglich von Steve Pavlina und später im Blog von Tim Schlenzig vorgestellt. Funktioniert ganz gut.

 

Tipp #9: Morgenrituale pflegen

Ähnlich wie soziale Commitments (Tipp 5) wirken sich feste Morgenrituale positiv aufs frühe Aufstehen aus.

Wenn deine ersten Schritte am Morgen schon feststehen, bevor du dein gemütliches Bett in die große unsichere Welt verlässt, wird das Aufstehen direkt viel einfacher. Morgenmuffel hassen es nämlich, wenn nach dem Aufstehen Überraschungen auf sie warten. Ein festes Morgenritual ist daher die perfekte Basis für einen unspektakulären, aber sicheren Start in den Tag.

 

Tipp #10: Belohnung direkt nach dem Aufstehen

Als Gegenmodell zur Strafkasse (Tipp 6) kannst du dich auch dafür belohnen, wenn du es geschafft hast, morgens früh aufzustehen. Dadurch konditionierst du dich selbst auf eine positive Art und etablierst so deine neue Gewohnheit.

Als Belohnung, kannst du dir zum Beispiel direkt nach dem Aufstehen eine Folge deiner Lieblingsserie parallel zum Frühstück gönnen oder dir ein schönes Brötchen vom Bäcker auf dem Weg zu Uni kaufen.

 

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Fazit

Früher aufstehen? Ab jetzt kein Problem mehr für dich!

In diesem Artikel habe ich dir zehn Tipps gezeigt, wie du als Morgenmuffel morgens leichter auf den Federn kommst und nie mehr deinen Tag verschlafen wirst. Das Wichtigste nochmal in einem Satz zusammengefasst: Mach dir das Aufstehen so einfach wie möglich und das Weiterschlafen so schwer wie möglich!

Wenn du das beherzigst und deine Schlaf- und Aufstehgewohnheiten etwas anpasst, verschwendest du ab jetzt keine Zeit mehr durch faules Liegenblieben.

Und dann klappt‘s auch mit der Vorlesung um 8 Uhr.

 

Bild: © Matthew Wiebe / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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