Warum du kein Überflieger sein musst, um das Beste aus deinem Studium zu machen

von Tim Reichel

Eigentlich sollte in diesem Semester alles anders werden: Du wolltest deine beste Leistung abrufen. Aber was heißt das schon? Die bestmögliche Note? Nicht unbedingt...

Langsam reicht es dir.

Du hast wieder mal alles gegeben und jede freie Minute in dein Studium investiert. Doch trotzdem sind deine Klausuren nicht so gelaufen, wie du es dir erhofft hast. Dabei sollte in diesem Semester alles anders werden. Eigentlich wolltest du deine beste Leistung abrufen.

Und jetzt bist du enttäuscht.

Von den Ergebnissen. Von deinem Studium. Von dir selbst.

Aber was heißt das schon – die beste Leistung?

Die perfekte Arbeitsweise? Die optimale Zeitausbeute? Die bestmögliche Note?

Nicht unbedingt.

 

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Die Sache mit den eigenen Ansprüchen

Viele Studenten scheitern nicht am Schwierigkeitsgrad ihres Studiums, sondern an den eigenen Ansprüchen. Sie wollen in jedem Modul überdurchschnittliche Leistungen abliefern und jedes Fach mit einer Topnote abschließen.

Doch daraus wird nichts.

Denn dein Studium ist bewusst so aufgebaut, dass eben nicht jeder mit einer 1,0 nach Hause geht. Es wird immer eine natürliche Notenverteilung geben. Und: Du wirst nicht jedes Mal oben mitmischen können.

Es sei denn du widmest dein Studium komplett der Notenoptimierung und wirst zu einer stumpfen Studiermaschine, die auf nichts Anderes als das Erreichen blanker Kennzahlen programmiert ist.

Aber ist das überhaupt erstrebenswert?

 

Nur die Note zählt. Nicht.

Gute Noten sind wichtig.

Aber sind sie das Wichtigste in deinem Studium?

Nein.

Versteh mich nicht falsch: Natürlich solltest du versuchen, gute Noten zu erzielen und einen starken Studienabschluss zu schaffen – aber das bedeutet nicht, dass du dein komplettes Studium darauf ausrichten musst.

Erstens wirst du damit zur Marionette eines unfairen und teils willkürlichen Leistungssystems und zweitens gibt es Ziele, die (auch über dein Studium hinaus) viel wertvoller sind.

Dazu kommt: Schon seit Jahren geben die wichtigsten Personalchefs in Deutschland an, bei Absolventen zuerst auf Merkmale wie Vertiefungsschwerpunkte, Studiendauer oder praktische und soziale Erfahrungen zu achten, bevor die Note in die Analyse mit einbezogen wird. Natürlich kann diese dann den Unterschied machen – aber an diese Stelle rückst du gar nicht erst vor, wenn die anderen Bereiche deines Portfolios nicht stimmen.

Noten sind nicht das Wichtigste in deinem Studium.

Aber was ist es dann?

Das bestimmst du selbst.

 

Definiere deinen persönlichen Erfolg!

Dein Studium gehört dir.

Und weil wahrscheinlich 95 Prozent aller Studenten diese Tatsache noch nicht verstanden haben nochmal ganz langsam: Dein. Studium. Gehört. Dir.

Niemand kann dir vorschreiben, wie du zu studieren hast. Natürlich geben deine Hochschule und die entsprechende Prüfungsordnung den Takt vor – aber wie du dein Studium im Detail ausgestaltest, ist deine Sache.

Und das heißt auch: Du kannst dich entweder den bildungspolitischen Vorgaben (möglichst kurze Studiendauer + bestmögliche Noten = Effiziente Produktion standardisierter Absolventen) beugen, oder: Du machst so weit es geht dein eigenes Ding.

Dazu gehört aber, dass du deinen persönlichen Erfolg definierst.

Doch viele Studenten wissen gar nicht, was sie wollen und lassen sich einreden, dass sie keine eigenen Ziele verfolgen dürfen. Dabei greifen einheitliche Maßstäbe zu kurz, wenn du ein individuelles und selbstbestimmtes Studium haben möchtest.

Ich bin mal so frei und mache ein paar Vorschläge.

 

5 Möglichkeiten, das Beste aus deinem Studium zu machen

Wenn du es satt hast, dein Studium vollständig nach der nächsten Benotung auszurichten, solltest du darüber nachdenken, bei welchen langfristigen Lebenszielen dir dein Studium helfen könnte. Frage dich dazu, was dich nachhaltig glücklich, unabhängig und erfolgreich macht.

Diese fünf Beispiele können dich dabei inspirieren:

 

1. Du findest deine Leidenschaft

Dein Studium ist Teil deiner Ausbildung. Und dazu gehört, dass du dir darüber klar wirst, wo deine Stärken und Schwächen liegen. Du musst nicht von dir erwarten, dass dich jede Vorlesung begeistern oder dir jedes Modul auf Anhieb liegen wird. Das wäre völlig realitätsfern.

Wichtig ist nur, dass du erkennst, was dir gefällt und was nicht. Was interessiert dich? Was löst Begeisterung in dir aus? Und was nicht? Wenn dir dein Studium dabei hilft, herauszufinden, was dich nachhaltig motiviert, sind deine investierten Semester unbezahlbar.

 

2. Du wirst eigenständig

Studieren bedeutet auch: auf eigenen Beinen stehen. Wenn du dein Studium selbstbestimmt angehst und Verantwortung für dein Handeln übernimmst, wird aus dir ein eigenständiger und fokussierter Mensch.

Du wirst dich nicht von anderen leiten lassen, sondern selbstbewusst deinen eigenen Weg gehen – ohne dich zu verbiegen. Viele Studenten, die sich zu starr an der Studienstruktur ausrichten und nur das tun, was die Gesellschaft, Hochschule oder Eltern von ihnen erwarten, werden niemals diesen Grad an Eigenständigkeit erreichen.

 

3. Du bildest ein starkes Netzwerk

Beziehungen sind ein zentraler Bestandteil im Leben. Manche sagen sogar, sie seien der wichtigste Glücks- und Erfolgsfaktor unserer Zeit. Und: Deine Studienzeit ist der perfekte Zeitraum, um Kontakte zu knüpfen und bestehende Beziehungen zu pflegen.

Versuche daher während deines Studium, möglichst viele Menschen kennenzulernen und ein starkes Netzwerk aus Kommilitonen, Dozenten und Experten aufzubauen. Damit sicherst du dir weit über deine Zeit an der Hochschule hinaus die Verbindung zu einer exklusiven Gruppe und sammelst zudem wichtige soziale Erfahrungen, die sich viele Absolventen nach dem Studium erst mühsam aneignen müssen.

 

4. Du entwickelst deine Persönlichkeit weiter

Neben deiner fachlichen Ausbildung hast du im Studium die Möglichkeit, deine Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Dazu musst du dir und deinen Werte treu bleiben und wichtige Tugenden wie Ehrlichkeit, Selbstdisziplin oder Loyalität bewusst leben.

Wenn du deinen Erfolg nicht nur an ein paar Kennzahlen ausrichtest, sondern kontinuierlich an wertvollen Charaktereigenschaften arbeitest, wird aus dir nicht nur ein toller Akademiker, sondern auch ein toller Mensch.

 

5. Du wächst über dich hinaus

Dein Studium wird phasenweise dafür sorgen, dass du dich komplett überlastet fühlst. Es wird Zeiten geben, in denen du dich einer Herausforderung nach der anderen stellen und jedes Mal dein volles Potenzial abrufen musst.

Einige Studenten scheitern in diesen Situationen, weil sie nicht dazu bereit sind, ihre Komfortzone zu verlassen. Wenn es dir aber gelingt, den Extraschritt zu wagen und über dich hinauszuwachsen, wirst du mit jeder Belastungsphase stärker und stressresistenter. Unabhängig vom Resultat kannst du dabei nur gewinnen.

 

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Fazit

Studieren ist mehr als Lernen und gute Noten erreichen. Es ist eine Lebensphilosophie, bei der es darum geht, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln – und zwar in allen möglichen Lebensbereichen.

Das Schöne dabei ist: Du kannst selbst entscheiden, welche Bereiche das sein sollen.

Was letztendlich der richtige Weg ist und wie du das Beste aus deinem Studium machst, hängt nur von einer Frage ab: Was ist dir persönlich wichtig?

Sind es nur die Noten? Oder ist es vielleicht mehr?

 

Bild: © Noah Silliman / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Autor, Wissenschaftler und der Gründer von Studienscheiss. Seit über acht Jahren arbeitet er als Fachstudienberater und löst Probleme im Studium. Außerdem hält er Vorträge, veranstaltet Seminare und schreibt Bücher. Hier erfährst du mehr über Tim Reichel

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