Warum Tausende Studenten in ihrem Studium nicht weiterkommen

Warum Tausende Studenten in ihrem Studium nicht weiterkommen – gehörst du auch dazu?

von Tim Reichel

Viele Studenten haben das Gefühl, dass sie in ihrem Studium nicht weiterkommen. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du sofort produktiv wirst und den nächsten Schritt machen kannst

Weißt du, was mich traurig macht?

Wenn fleißige Studenten unter ihren Möglichkeiten bleiben.

Ich könnte heulen, wenn ich mitbekomme, dass jemand, der hart und ehrlich arbeitet, um die Früchte seiner Bemühungen gebracht wird. Zugegeben: ganz so schlimm ist es nicht um meinen emotionalen Zustand bestellt, aber ich kann es nur schwer ertragen, wenn irgendwelche hohlen Glückspilze durchs Studium spazieren, während sich andere, aufrichtige Studenten Tag für Tag abmühen und trotzdem nicht vom Fleck kommen.

Und aus meiner täglichen Erfahrung als Fachstudienberater weiß ich: Dieses Problem ist weit verbreitet. Tausende Studenten verzweifeln täglich an ihrem Studium. Sie stecken fest; kommen nicht weiter. Doch das erstaunliche ist: Dabei handelt es sich häufig um richtig gute Akademiker. Es sind keine Faulenzer oder Träumer, sondern intelligente, fleißige und ehrgeizige Studenten.

Als besonders frustrierend empfinde ich es, wenn sich diese Menschen selbst im Weg stehen und sich dadurch ihre eigene Zukunft verbauen. So etwas kann ich nicht tatenlos mit ansehen. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich diesen Blog betreibe, meine Bücher schreibe und diesen Artikel verfasst habe.

Falls du also das Gefühl hast, dass du zur obigen Gruppe dazugehörst und in deinem Studium nicht weiterkommst, dann werden dir die folgenden Zeilen helfen.

 

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Steckst du fest? Mach den Test!

Viele Studenten stecken in ihrem Studium fest – sie wissen es nur leider nicht. Damit bei dir etwas mehr Klarheit aufkommt, habe ich einen Test vorbereitet. Nimm dir dazu einen kurzen Moment Zeit und beantworte die folgenden Fragen so intuitiv und ehrlich wie möglich:

  • Fühlst du dich in deinem Studium oft überfordert?
  • Hast du am Ende des Tages häufig das Gefühl, zu wenig geschafft zu haben?
  • Ist deine To-do-Liste selten komplett abgearbeitet?
  • Fällt es dir schwer, wichtige von unwichtigen Aufgaben zu unterscheiden?
  • Leidest du häufig unter Konzentrationsstörungen?
  • Fragst du dich manchmal nach dem Sinn deines Studiums?
  • Fehlt dir manchmal ein konkretes Ziel, auf das du hinarbeiten kannst?
  • Glaubst du, dass deine Kommilitonen bessere Studenten sind als du?
  • Würdest du dich selbst als perfektionistisch bezeichnen?
  • Hast du das Gefühl, dich schon länger nicht weiterentwickelt zu haben?

Unter uns: Wie viele der zehn Fragen kannst du mit einem „Ja“ beantworten?

Wenn du mehr als die Hälfte der Fragen bejahen kannst, besteht die Gefahr, dass du in deinem Studium feststeckst. Kurzfristig ist das kein Problem – langfristig aber schon. Deshalb solltest du eine mögliche Durststrecke nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern ernsthaft hinterfragen und nach Lösungen suchen.

Bevor ich dir dabei helfe, widmen wir uns zunächst jedoch dem eigentlichen Problem.

 

Das größte Problem

Stell dir folgendes Szenario vor: Du steckst mitten in deiner Prüfungsvorbereitung. In knapp einer Woche steht eine wichtige Klausur an, die du mit einer passablen Note bestehen möchtest. Gestern hast du einen soliden Lernplan aufgestellt, heute beginnt die Arbeit. Nach einem kurzen Motivationstief hast du dich überwunden und bist nun endlich im Lernmodus.

Deine To-do-Liste steht und du kämpfst dich von Aufgabe zu Aufgabe. Du musst dich zwar jedes Mal ein bisschen überwinden, aber du packst die Dinge jetzt an und zwingst dich zum Weitermachen. Doch einfach nur beschäftigt sein reicht nicht. Viele Studenten sind beschäftigt: Sie sortieren fleißig ihre Unterlagen, fassen unglaublich viele Informationen zusammen und recherchieren, was das Zeug hält. Sie tun zwar etwas – aber am Ende bringt ihnen das nichts!

Das Problem ist: Sie sind beschäftigt, aber nicht produktiv.

Und ich wette, du bist es auch.

Nicht immer, aber häufig.

Wenn du dich also fragst, warum du beim Studieren immer unter deinen Möglichkeiten bleibst und auch sonst nicht viel gebacken bekommst, dann liegt es vielleicht daran, dass du deine Zeit mit unnötigen Dingen füllst, die dich deinen Zielen nicht näher bringen. Wenn du – zum Beispiel – ein Modul mit einer Eins vor dem Komma bestehen möchtest, aber drei Stunden dafür brauchst, deine Ordnerbeschriftungen auf den neuesten Stand zu bringen und fünf kleine Definitionen zu googeln, kommst du in die Hall of Fame der unproduktivsten Studenten aller Zeiten. Mit Effizienz hat das wenig zu tun.

Etwas Unwichtiges wird auch dadurch, dass man es sehr gut erledigt, nicht zu etwas Wichtigem. Doch produktives Studieren kann man lernen. Und jetzt zeige ich dir, wie du damit anfangen kannst.

 

Weiterkommen leicht gemacht – ein 5-Punkte-Plan

Produktives Studieren ist nicht schwierig. Wenn du langfristig effizient studieren möchtest, musst du es jedoch regelmäßig üben und produktive Gewohnheiten in dein Studentenleben etablieren. Für den Start reichen jedoch schon ein paar kleine Änderungen in deiner Arbeitsweise. Dazu schlage ich dir die folgenden fünf Schritte vor:

 

Schritt 1: Bestimme ein konkretes Ziel!

Lege für jede Aufgabe, mit der du dich beschäftigst, von Anfang an ein konkretes Ziel fest. Erst eine exakte Zielsetzung hilft dir dabei, fokussiert zu arbeiten und deine Aufgabe so zu erledigen, dass dich dein Ergebnis weiterbringt. Ohne Ziel verschwendest du deine Energie mit Kleinkram und lässt dich ablenken; ein genaues Ziel hingegen verschafft dir Klarheit.

Lesetipp: Wie du deinem Studium mehr Sinn gibst und nie wieder die Orientierung verlierst

 

Schritt 2: Setze kluge Prioritäten!

Bevor du dich zum Lernen an deinen Schreibtisch setzt und mit einer Aufgabe beginnst, solltest du dich als erstes fragen: „Was ist wichtig?“ Und direkt danach: „Was ist am Wichtigsten?“ Viele Studenten stellen nur die erste Frage und lassen sich dann von der Vielzahl der Antworten überwältigen. Ergebnis: Eine volle To-do-Liste, die niemals komplett erledigt werden kann. Wenn du produktiv studieren möchtest, musst du Prioritäten setzen und das bedeutet: Du kümmerst dich nur um die wichtigsten Dinge, die dein Weiterkommen sicherstellen. Der Rest kann weg.

Lesetipp: Stoff eingrenzen: So findest du heraus, welche Inhalte prüfungsrelevant sind

 

Schritt 3: Stelle einen schriftlichen Plan auf!

Nachdem du weißt, worauf es wirklich ankommt („Was ist am Wichtigsten?“), darfst du nicht einfach mit der Arbeit beginnen. Dir fehlt noch etwas: ein Plan. Viele Studenten unterschätzen den Wert eines guten Plans. Ein Plan ist deine persönliche Gebrauchsanweisung für eine produktive Lerneinheit. Ohne Plan kannst du deine nächsten Handlungen nur raten – und dadurch verhedderst du dich, wirst unproduktiv und schweifst in alte Verhaltensmuster ab. Lege daher zu jeder Aufgabe einen kurzen schriftlichen Plan an, in welchem du jeden einzelnen Arbeitsschritt festhältst. Apropos Schritt:

Lesetipp: Wie du einen Lernplan für deine nächste Prüfung erstellst – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine entspannte Prüfungsphase

 

Schritt 4: Denke und handle in Schritten!

Die meisten Aufgaben in deinem Studium sind komplex: die Vorlesung zusammenfassen, für eine Prüfung lernen, Bachelorarbeit schreiben. Das alles sind riesige Aufgaben – und die Überwindung mit einer solchen Aufgabe zu beginnen ist ebenfalls enorm. Daher solltest du dir angewöhnen, große Aufgaben in kleine, machbare Schritte herunterzubrechen. Du musst große, abschreckende Arbeitspakete in kleine appetitliche Scheiben zerteilen, damit deine persönliche Aktivierungsenergie zur Erledigung gering bleibt. Außerdem behältst du auf diese Weise leichter den Überblick und reduzierst das Risiko, die Orientierung oder die Motivation zu verlieren.

Lesetipp: Wie du mit der Pomodoro-Technik an einem einzigen Tag mehr schaffst, als sonst in einer ganzen Woche

 

Schritt 5: Arbeite schnell und unperfekt!

Perfektionismus ist unter Studenten weit verbreitet. Damit meine ich nicht die Fußballtrikotfraktion, die um 14 Uhr frühstückt und zwei Mal im Semester zur Vorlesung geht, sondern diejenigen, die sich für ihren Studienerfolg die Nächte am Schreibtisch um die Ohren schlagen. Das Problem an Perfektionismus ist, dass er dich langsam macht und im Gegenzug keinen adäquaten Nutzen bringt. Häufig reicht es für eine sehr gute Note schon aus, wenn du ein Thema zu 90 Prozent beherrscht (100 Prozent sind ohnehin niemals möglich). Anstatt deine wertvolle Zeit also für kleine Lernfortschritte einzusetzen, solltest du lieber einen Gang zulegen und kluge Schwerpunkte setzen.

Lesetipp: Warum Perfektionismus im Studium wichtig ist und wie du nicht daran kaputt gehst

 

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Fazit

Willst du mir das Herz brechen?

Dann mach genauso weiter wie bisher und bleib beim Studieren unter deinen Möglichkeiten. Verschwende deine Zeit und vergeude dein Potenzial. Sei weiterhin beschäftigt und verzichte auf Produktivität. Wundere dich dann aber nicht darüber, dass deine Noten nicht besser werden. Es könnte auch sein, dass dein Studium irgendwann keinen Spaß mehr macht und du in eine handfeste Sinnkrise gerätst.

Wenn du das vermeiden möchtest, dann hör auf damit, dir selbst im Weg zu stehen und leg beim Studieren einen Gang zu. Gib dich nicht damit zufrieden ein guter Student zu sein, wenn du auch ein sehr guter sein könntest. Dazu brauchst du weder mehr Zeit, noch mehr Energie oder mehr Geld. Du brauchst nur einen guten Plan.

Für den Anfang reichen die fünf Schritte, die ich dir in diesem Artikel gezeigt habe.

 

PS: Wenn du es ausführlicher und langfristiger magst: Hier entlang, mein Freund.

 

Bild: © Derek Thomson / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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