Macht dein Studium keinen Spaß mehr? Diese 10 Tipps werden dir helfen

Macht dein Studium keinen Spaß mehr? Diese 10 Tipps werden dir helfen!

von Tim Reichel

Wenn dir dein Studium keinen Spaß mehr macht, hast du genau zwei Möglichkeiten: Entweder du akzeptierst das und studierst unglücklich weiter, oder...

Wann bist du das letzte Mal morgens aufgewacht und hast gedacht „Super, heute ist Uni!“?

Heute? Gestern? Vor zwei Jahren?

Wenn diese positive Grundstimmung eher selten bei dir aufblitzt oder du dich nicht mehr daran erinnern kannst, wann dir dein Studium zum letzten Mal Spaß gemacht hat, ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Und zwar etwas Grundlegendes. Ich meine damit nicht, dass du auf der Stelle dein Studium abbrechen und sämtliche Unterlagen verbrennen solltest – darum geht es nicht.

Ich spreche von kleinen Veränderungen, die eine große Wirkung entfalten. Positive, konstruktive Gewohnheiten, die dir dabei helfen, dein Studium aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Manche finden nur in deinem Kopf statt; andere beruhen auf kleinen Handlungen, die neuen Schwung in dein Studentenleben bringen. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie sind einfach in der Umsetzung und essenziell für ein glückliches Studium.

Was du konkret tun kannst, zeige ich dir in diesem Artikel.

 

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Das kannst du tun, wenn dein Studium keinen Spaß mehr macht

Studieren macht nicht immer Spaß – keine Frage. Ein Studium kann fordernd, anstrengend und phasenweise auch eintönig sein. Solltest du allerdings über einen langen Zeitraum unmotiviert sein und keine Freude mehr empfinden, wenn du an die Uni denkst, musst du reagieren. Die folgenden zehn Tipps helfen dir dabei.

 

Tipp #1: Analysiere deine Situation!

Bevor du voreilige Schlüsse ziehst und dein Studium verfluchst, solltest du einen Blick auf die Fakten werfen: Wo stehst du momentan in deinem Studium? Was hast du bisher erreicht – und was nicht? Vor welchen aktuellen Herausforderungen stehst du? Und wie lassen sich diese lösen? Steht es in deiner Macht? Welche Parameter spielen in deinem Studentenleben eine wichtige Rolle?

Sammle zunächst alle Informationen, die einen Einfluss auf deine Gefühlslage haben könnten. Lasse dich nicht von spontanen Impulsen überwältigen, denn sonst läufst du Gefahr, von subjektiven Eindrücken oder Kleinigkeiten in die Irre geführt zu werden. Erst, wenn deine Situation klar ist, kannst du dich darum bemühen, sie zu verbessern.

 

Tipp #2: Ordne deine Gedanken!

Weißt du, was passiert, wenn du dein Studium genauer unter die Lupe nimmst und deine aktuelle Lage reflektierst? Du stiftest im ersten Moment Verwirrung. Und zwar ordentlich. Tausend neue Gedanken und verschiedenste Zukunftsszenarien laufen vor deinem geistigen Auge ab. Das alles trägt nicht zur Beruhigung bei – ganz im Gegenteil.

Daher solltest du in einem zweiten Schritt Ordnung und Struktur in deine Gedanken bringen. Und das funktioniert am besten, wenn du deine Überlegungen aufschreibst. Notiere dazu alle möglichen Ideen, die dir während deiner Analyse in den Sinn kommen. Schreibe alles auf. Selbst dann, wenn es ungenau, doppelt und kitschig ist. Alles. Danach kannst du deine auf Papier ausgelagerten Gedanken sortieren und bewerten. In diesem Artikel stelle ich dir eine passende Methode dazu vor.

 

Tipp #3: Benenne deine Probleme!

Sobald deine Gedanken entwirrt und dein Geist klar ist, kannst du dich mit einer wichtigen, aber gleichermaßen unangenehmen Aufgabe auseinandersetzen: der Benennung deiner (möglichen) Probleme. Der häufigste Grund, warum Studenten ihr Studium gegen die Wand fahren, sind unausgesprochene Schwierigkeiten. Diese Studenten wollen sich eigene Probleme oder Schwächen nicht eingestehen und machen solange (falsch!) weiter, bis es kein Zurück mehr gibt.

Sei daher ehrlich zu dir selbst, atme tief durch und überlege, an welchen Stellen du dich verbessern kannst, um wieder mehr Spaß in dein Studium zu bringen. Häufig reicht es schon, wenn du Zeit- und Energieräuber in deinem Leben klar herausstellst und daraus mögliche Probleme ableitest. Frage dich, welche Handlungen oder Eigenschaften von dir dazu führen, dass du in brenzlige Situationen gerätst. Wie und wann machst du dir selbst das Leben schwer? Und was könntest du stattdessen tun? Erst, wenn die Feinde im Studium bekannt sind, kannst du etwas gegen sie unternehmen.

 

Tipp #4: Hinterfrage deine Ziele!

Viele Studenten sind deswegen NICHT mit ihrem Studium zufrieden, weil sie sich die falschen Ziele gesetzt haben. Sie jagen etwas hinterher, was sie niemals erreichen können, oder stellen fest, dass sie den emotionalen Bezug zu ihren Zielen verlieren. Das Problem an der Sache ist nämlich: Deine Vorlieben und Ansprüche können sich im Laufe der Zeit ändern. Hältst du allerdings weiterhin an deinen alten Zielen fest, wirst du automatisch unglücklich.

Ein aussichtsreicher Weg, um wieder mehr Spaß und Motivation in dein Studium zu bringen, besteht daher darin, deine aktuellen Ziele zu hinterfragen und gegebenenfalls zu korrigieren. Frage dich, was du – Stand HEUTE – in deinem Studium erreichen möchtest. Warum studierst du? Was soll dir dein Studium geben? An was möchtest du dich später einmal positiv erinnern? Versuche, deinem Studium mit neuen Zielen eine neue Richtung zu geben. In diesem Artikel gebe ich dir weitere Anregungen dazu.

 

Tipp #5: Lege einen Gang zu!

Ein bewährtes Mittel, für neue Impulse im Studium ist die Erhöhung deiner Geschwindigkeit. Lege einen Gang zu und studiere, arbeite und lebe schneller als sonst. Dadurch kommt mehr Action in dein Studentenleben – und wahrscheinlich auch mehr Spaß. Es geht nicht darum, dich zu überfordern, sondern darum, mehr Dinge auszuprobieren und persönliche Grenzen zu überschreiten.

Du kannst zum Beispiel ab morgen eine Stunde eher aufstehen und die gewonnene Zeit für dein Lieblingshobby nutzen. Oder du startest eine neue Gewohnheit und lernst jeden Tag fünf Minuten lang im Sprintmodus für ein bestimmtes Fach aus deinem Studium. Alternativ kannst du auch Zusatzkurse belegen, Module vorziehen oder in diesem Semester drei Extraklausuren schreiben. Wichtig ist nur, dass du Fahrt aufnimmst und damit eine neue Dynamik in deinem Studium entfachst.

 

Tipp #6: Tritt auf die Bremse!

Geschwindigkeit ist eine Sache – doch es geht auch anders. Wenn dich dein Studium zum aktuellen Zeitpunkt überfordert und du vor lauter To-dos nicht mehr weißt, wo dir der Kopf steht, lohnt sich ein wenig Entschleunigung. Tritt auf die Bremse und nimm dem bedrohlich wirkenden Aufgabentsunami den Wind aus den Segeln. Studiere langsamer. Bleib nicht stehen, werde nur langsamer.

Dazu kannst du zum Beispiel deinen Kalender entrümpeln, den Studienverlaufsplan individuell umstellen oder im Zweifelsfall ein Urlaubssemester einlegen. Vielleicht gönnst du dir auch einen kurzen Urlaub oder ein Semester im Ausland – Hauptsache, du behältst die Kontrolle über dein Studium und nimmst Fahrt raus. Sobald du deine Wohlfühlgeschwindigkeit gefunden hast und dich wieder fit genug fühlst, kannst du wieder einen Gang zulegen (siehe Tipp #5). Aber alles zu seiner Zeit.

 

Tipp #7: Schaue über den Tellerrand!

Die meisten Studiengänge sind interessant. Doch spätestens seit der Bologna-Reform setzt sich der Trend für ausschließlich fachspezifische Fächer und effiziente Verlaufspläne durch. Das hat häufig zur Folge, dass Studenten mit eintöniger Lehre zugeschüttet werden. Abwechslung: Fehlanzeige. Von Semester 1 bis 6 oder 10 – es gibt immer das Gleiche. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele deiner Kommilitonen mit Motivationsproblemen zu kämpfen haben.

Spaß sieht anders aus, doch dagegen kannst du etwas tun. Mit etwas Eigeninitiative und Planungsgeschick kannst du neue Impulse und individuelle Vielfalt in dein Studium einbauen. Besuche zum Beispiel Vorlesungen, die nicht in deinem Studiengang vorgesehen sind, lerne eine neue, exotische Sprache oder engagiere dich in einem Hochschulgremium (Fachschaft, AStA, Prüfungsausschuss). Die Möglichkeiten sind grenzenlos – du musst sie nur suchen, packen und ausprobieren.

 

Tipp #8: Ändere dein Umfeld!

Nachhaltige Veränderung geschieht in der Regel aus dem Inneren heraus, aus einem selbst. Dennoch hat dein engeres Umfeld großen Einfluss auf deine Stimmungslage und Zufriedenheit. Es kann sich daher für dich auszahlen, wenn du dein Umfeld regelmäßig auf den Prüfstand stellst und bewusste Anpassungen vornimmst. Damit ist nicht nur gemeint, dass du deine Küche in einer anderen Farbe streichen oder deinen Schreibtisch umstellen sollst – ich spreche auch von Menschen.

Wann hast du das letzte Mal intensiv über deine bisherigen Freundschaften nachgedacht? Wie sieht es mit deinem Partner oder deinen Kommilitonen aus? Welche Personen bedeuten dir etwas? Auf wen kannst du dich verlassen? Wer gibt dir Kraft – und wer nicht? Vielleicht ist es an der Zeit, neue Beziehungen aufzubauen oder alte „Bekannte“ hinter dir zu lassen.

 

Tipp #9: Überprüfe deine Erwartungshaltung!

Im Studium ist es wie im richtigen Leben: Liegen Erwartungen und Realität auseinander, fühlt man sich unglücklich und unzufrieden. Daher solltest du es dir zur Gewohnheit machen, deine eigenen Erwartungen regelmäßig zu überprüfen. Als Fachstudienberater erlebe ich viele Studenten, deren Erwartungen an sich selbst viel zu hoch sind. Sie verlangen Dinge von sich selbst, die sie niemals erreichen können – und damit zerstören sie ihr eigenes Glück im Studium.

Falls du also in letzter Zeit wenig Spaß beim Studieren hattest, könnte es sein, du zu viel von dir selbst erwartest. Frage dich daher, ob deine Ziele realistisch sind (siehe Tipp #4) und in wie weit deine eigenen Ansprüche dazu beitragen, dass du das Beste aus deinem Studentenleben herausholst. Besonders perfektionistisch angehauchte Menschen neigen dazu, deutlich überhöhte Maßstäbe bei sich selbst anzulegen- Auf Dauer kann das aber nicht gut gehen, darum solltest du frühzeitig gegensteuern.

 

Tipp #10: Schlage einen anderen Weg ein!

Manchmal reichen kleine Änderungen und Kurskorrekturen nicht mehr aus, um neuen Elan in dein Studium zu bringen. In diesen Fällen befindest du dich in einer Sackgasse – mit dem Kopf zur Wand. Es geht nicht weiter. Der einzige Ausweg besteht nun darin, ein paar Schritte zurückzugehen und einen neuen Weg einzuschlagen. Bezogen auf dein Studium bedeutet das: Wenn es in deiner jetzigen Studiensituation nicht mehr weitergeht, musst du über einen Plan B nachdenken.

Im extremsten Fall kann dies einen Studiengangs- oder Hochschulwechsel zur Folge haben. Vielleicht reicht auch schon ein Modulwechsel oder eine Neuwahl deiner Vertiefungsrichtung. Möglicherweise musst du andere Lerntechniken anwenden oder dich von negativen und destruktiven Kommilitonen losreißen. Was es auch ist: Veränderung tut am Anfang weh, doch wenn du sie überlegt umsetzt, führt sie (fast) immer zu einer Verbesserung deiner Situation.

 

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Fazit

Wenn dir dein Studium keinen Spaß mehr macht, hast du genau zwei Möglichkeiten: Entweder du akzeptierst das und studierst unglücklich weiter, oder du krempelst die Ärmel hoch und arbeitest an deiner Situation. Letzteres ist anstrengend und erfordert etwas Mut, aber ich verspreche dir, dass es sich lohnen wird.

Wie du dabei vorgehen kannst, habe ich dir in diesem Artikel gezeigt.

Natürlich gibt es noch weitere Möglichkeiten und Beispiele, aber die zehn Tipps von oben stellen eine solide Grundlage dar und werden dir dabei helfen, schnell etwas zu ändern. Schon nach kurzer Zeit werden sich die ersten Erfolge einstellen – wenn du es ernst meinst, ehrlich mit dir selbst umgehst und entschlossen handelst.

Wo du als erstes ansetzt, ist dir überlassen – ganz nach deinen Vorlieben und persönlichen Wünschen. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg dabei.

Noch zwei Lesetipps für zum Schluss:

#Lesetipp: Woran du erkennst, dass dein Studium genau das Richtige für dich ist

#Lesetipp: 10 Anzeichen, dass du dein Studium abbrechen solltest

 

Bild: © Alyssa Stevenson / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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