Wie du bei einem Studiengangswechsel wenig Zeit verlierst

Wie du bei einem Studiengangswechsel so wenig Zeit wie möglich verlierst

von Tim Reichel

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du einen Studiengangswechsel klug organisieren kannst und damit möglichst wenig Zeit verlierst.

Es geht einfach nicht mehr weiter. Die Motivation ist futsch – die Erwartungen wurden nicht erfüllt und das Studium nervt nur noch. Am Anfang war es noch spannend und interessant, aber mittlerweile willst du einfach nur noch weg.

Wenn es dir genauso geht und du dich dazu entschieden hast, den Studiengang zu wechseln, stellst du dir vor allem eine Frage: Wie bekomme ich das hin? Und zwar möglichst effizient, ohne viel Zeit zu verlieren und ohne zusätzliche Semester an der Uni rumzuhängen.

Während meiner Zeit als Fachstudienberater habe ich so manchen Wechsel begleitet und viele Studenten auf ihrem Weg unterstützt. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du einen Studiengangswechsel klug organisieren kannst und damit möglichst wenig Zeit verlierst. Aber der Reihe nach.

 

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Ein Studiengangswechsel kostet dich immer Zeit …

Eine unbequeme Wahrheit vorneweg: Wenn du deinen Studiengang wechselst, wirst du immer Zeit verlieren. Ein Studiengangswechsel ohne Verluste ist nicht machbar.

Es wird immer Module geben, die du nachholen musst und du wirst immer Veranstaltungen aus deinem vorherigen Studium „zu viel“ belegt haben, weil du sie dir bei einem Wechsel nicht anrechnen lassen kannst.

Das gleiche gilt für Praktika und fachspezifische Studien- oder Abschlussarbeiten. Je größer der Unterschied der beiden Studiengänge ist, je weiter die Studienordnungen (Curriculum) voneinander abweichen, desto mehr Zeit wirst du bei einem Wechsel verlieren.

 

… aber es kann sich trotzdem für dich lohnen

Doch obwohl du bei einem Studiengangswechsel Zeit verlierst, kann die Entscheidung für dich richtig sein. Denn wenn dich dein erstes Studium unglücklich macht und du keine Perspektiven für dich siehst, musst du handeln.

Wir alle treffen mal falsche Entscheidungen. Und wenn du festgestellt hast, dass deine erste Studienwahl nicht richtig war, dann ist es nur konsequent und klug von dir, diesen Fehler zu korrigieren. Natürlich nicht überstürzt und aus einer einzigen Emotion heraus, aber wenn du nachhaltig unzufrieden bist und in einem anderen Studiengang bessere Chancen für dich siehst, solltest du reagieren.

Und jetzt zeige ich dir, wie du bei diesem Wechsel Zeit sparst und blöde Fehler vermeidest.

 

Prüfungsordnung lesen

Wenn du im nächsten Semester mit einem neuen Studium beginnen möchtest, musst du wissen, nach welchen Spielregeln du studieren wirst. Du musst die Rahmenbedingungen deines neuen Studiengangs kennen und deshalb solltest du als erstes die Prüfungsordnung lesen.

In der Prüfungs- oder Studienordnung sind der Aufbau und die rechtlichen Eckpunkte des Studiums festgelegt. Nur wenn du diese Bestimmungen kennst, kannst du dich vernünftig auf dein Studium vorbereiten und die größten Stolperfallen bei einem Studiengangswechsel vermeiden.

Hier zeige ich dir im Detail, warum du deine Prüfungsordnung lesen solltest.

 

Module anerkennen lassen

Bei einem Studiengangswechsel kannst du dir bereits absolvierte und bestandene Prüfungsleistungen gutschreiben und anerkennen lassen. Du musst diese Prüfungen dann nicht nochmal ablegen und gewinnst damit in deinem neuen Studium etwas Zeit.

Die Anerkennung läuft über deine Prüfungsbehörde (Prüfungsausschuss oder Prüfungsamt) und wird in der Regel im Einzelfall entschieden. Du musst dazu einen entsprechenden Antrag stellen und die Anerkennung jedes einzelnen Moduls beantragen.

Wie das genau geht, zeige ich dir hier.

 

Module vorziehen

Wenn dein Wechsel schon lange bevor das neue Semester beginnt, feststeht, kannst du damit beginnen, Module für dein neues Studium vorzuziehen. Du bist dann formal zwar noch immer in deinem alten Studiengang, studierst aber schon nach deiner zukünftigen Prüfungsordnung.

Dadurch kannst du im besten Fall ein ganzes Semester gutmachen und eine volle Prüfungsphase absolvieren, die du dann nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachholen musst.

Achte dabei aber auf die korrekte Prüfungsanmeldung und stimme dich kurz mit deiner Studienberatung ab.

Falls du die Prüfungsanmeldung versäumt hast, zeige ich dir hier, wie du die Situation vielleicht noch retten kannst.

 

Studienverlaufsplan anpassen

Studiengangswechsel sind von Student zu Student unterschiedlich. Es kommt immer auf die persönliche Situation und den bisherigen Studienverlauf an. Damit du nach dem abgeschlossenen Wechsel deiner individuellen Lage gerecht wirst, empfehle ich dir, den offiziellen Studienverlaufsplan für dich anzupassen.

Für jeden Studiengang gibt es zur groben Orientierung eine Übersicht, in der steht, in welchem Semester welches Modul belegt werden soll: Dieses Teil ist dein Studienverlaufsplan. Für dich – als Studiengangswechsler – wird dieser Plan aber nicht zu 100 % passen, weil deine Situation so besonders ist. Wenn du deinen Plan aber neu organisiert, machst du es dir einfacher und kannst am Ende schneller studieren.

Hier zeige ich dir, wie du einen individuellen Studienverlaufsplan erstellst.

 

Auslandssemester, Praktika, Zusatzleistungen

Ähnlich wie bei deinen bisher absolvierten Modulen, kannst du dir Studienleistungen aus dem Auslandssemester, Praktika oder sogar Zusatzleistungen wie Sprachkurse für deinen neuen Studiengang anerkennen lassen.

Das Verfahren läuft wieder über deine Prüfungsbehörde und wird im Einzelfall nach Antrag entschieden. Eine Praktikumsanrechnung ist sehr von den Vorgaben und Anforderungen des Studiengangs abhängig. Lies dazu am besten die entsprechende Praktikumsordnung.

Wie eine Anerkennung von Leistungen aus dem Auslandssemester funktioniert, zeige ich dir hier.

 

Beratung in Anspruch nehmen

Bei einem Studiengangswechsel bist du nicht auf dich allein gestellt. An deiner Hochschule gibt es viele Einrichtungen, die dich unterstützen und deren Beratungsangebote du wahrnehmen kannst.

Neben der Studienberatung und dem Prüfungsausschuss kannst du dich zum Beispiel an den AStA, das Studierendensekretariat oder an deine Fachschaft wenden.

Hier gibt’s eine kleine Übersicht von hilfreichen Uni-Einrichtungen.

 

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Fazit

Ja, ein Studiengangswechsel wird dich etwas Zeit kosten. Aber wenn du durch diese Entscheidung zu einem glücklicheren und erfolgreicheren Menschen wirst, ist das nicht schlimm.

Damit dein Wechsel problemlos über die Bühne geht und du möglichst wenig Zeit dabei verlierst, habe ich dir gezeigt, welche Punkte besonders wichtig sind und worauf du achten musst.

Informiere dich vor deinem Wechsel über den neuen Studiengang und plane deinen Schritt mit genügend Vorlauf. Lass dich von deiner Hochschule beraten und erkundige dich bei Kommilitonen oder anderen Wechslern. Auf diese Weise machst du wenig Fehler und kannst dir viele Module aus deinem alten Studium anerkennen lassen.

Damit sparst du Zeit und kannst in deinem neuen Studiengang von Anfang an richtig durchstarten.

 

Bild: © Ryan McGuire / gratisography.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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