10 Tipps, wie du dich für den 3. Prüfungsversuch vorbereiten kannst

10 Tipps, wie du dich für den 3. Prüfungsversuch vorbereiten kannst

von Tim Reichel

Der dritte Prüfungsversuch ist etwas Besonderes. Doch mit der richtigen Strategie kannst du deinen Drittversuch meistern. Diese zehn Tipps helfen dir dabei.

An der Uni wirst du in jedem Semester vor neue Herausforderungen gestellt. Deadlines zu Klausuren, mündlichen Prüfungen oder schriftlichen Studienarbeiten stehen regelmäßig in deinem Kalender. Entsprechend geraten viele Studenten während der Prüfungsphase unter Druck – besonders dann, wenn sie für mehrere Prüfungen gleichzeitig lernen müssen oder Prüfungstermine in sehr kurzen Abständen hintereinander folgen.

Sind Lernpensum, Schwierigkeitsgrad und Stresspegel zu hoch, wird der Prüfungserfolg häufig zur Zitterpartie. Kurzfristige Prüfungsabmeldungen oder Fehlversuche sind die Folge – mit weitreichenden Konsequenzen, denn: Es stehen dir nur eine gewisse Anzahl an Prüfungsversuchen zur Verfügung. In der Regel sind je Prüfung drei Versuche möglich. Bestehst du die Prüfung allerdings beim dritten Anlauf nicht, ist dein Studium vorzeitig beendet und du wirst exmatrikuliert.

Mit anderen Worten: Dein persönlicher Super-GAU tritt ein.

Es ist daher verständlich, dass viele Studenten dieses Szenario verhindern möchten und große Angst vor ihrem dritten Prüfungsversuch haben. Dennoch werden tausende Prüflinge Semester für Semester mit genau dieser Situation konfrontiert. Sie stehen ihrem letzten Prüfungsversuch gegenüber. Sie sind nervös, überfordert und wissen nicht, wie sie sich vorbereiten sollen.

Für diese Studenten habe ich diesen Artikel geschrieben. Vielleicht hilft er auch dir.

 

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So lernst du für deinen dritten Prüfungsversuch

Der dritte Prüfungsversuch ist etwas Besonderes. Es ist deine letzte Chance; es darf nichts schiefgehen. Das bedeutet: Neben dem Lernstoff hast du mit maximalem Leistungsdruck und deutlich erhöhter Prüfungsangst zu kämpfen.

Zugegeben, das sind nicht die besten Voraussetzungen für eine entspannte Prüfungsvorbereitung, aber deine Lage ist nicht so schlimm, wie sie sich anfühlt. Mit der richtigen Strategie und einer klugen Herangehensweise kannst du deinen dritten Prüfungsversuch meistern.

Diese zehn Tipps helfen dir dabei.

 

Tipp 1: Werde zielstrebig und optimistisch!

Der dritte Prüfungsversuch ist für viele Studenten eine mentale Bremse. Die Situation ist bedrückend und zerstört große Teile der Motivation. Deshalb solltest du bei deiner Prüfungsvorbereitung als allererstes bei deiner Einstellung und deinen Gedanken beginnen. Mach dir klar, dass du nur dann erfolgreich sein wirst, wenn du deine Herausforderung positiv angehst. Fokussiere dich auf dein Ziel (die Prüfung bestehen), nimm dir fest vor, es zu erreichen und verliere es bis zum Schluss nicht mehr aus den Augen.

Lesetipp: Warum du beim Studieren niemals deine Ziele aus den Augen verlieren darfst – eine kleine Geschichte

 

Tipp 2: Bring dich auf den aktuellen Stand!

Der dritte Versuch bedeutet für viele Prüflinge, dass sie die entsprechende Klausur vor einiger Zeit zwei Mal nicht bestanden haben. Die Betonung liegt dabei auf „VOR EINIGER ZEIT“. Häufig liegt der Besuch der Vorlesung zwei oder drei Semester zurück; manchmal auch länger. Das Problem dabei ist: Deine Lernunterlagen könnten nicht mehr aktuell sein. Möglicherweise hat dein Dozent die Unterlagen aktualisiert oder einige Vorlesungsinhalte überarbeitet – und damit den Prüfungsstoff geändert. Aus diesem Grund besteht die Gefahr, dass du dich auf die falschen Inhalte vorbereitest. Und das darf dir nicht passieren. Bring dich deshalb auf den aktuellen Stand: Besorge dir die aktuellen Unterlagen, informiere dich bei anderen Studenten oder direkt am Lehrstuhl und besuche die Vorlesung im Zweifel ein weiteres Mal.

Lesetipp: Stoff eingrenzen: So findest du heraus, welche Inhalte prüfungsrelevant sind

 

Tipp 3: Erstelle einen Lernplan!

Sobald du weißt, welcher Stoff prüfungsrelevant ist, solltest du dich nicht direkt ans Lernen machen, sondern zunächst einen entsprechenden Lernplan erstellen. Lege dazu fest, welche Inhalte, du wann lernen solltest. Plane ausreichend Zeit für wichtige Themen, Übungsaufgaben und Wiederholungen ein. Versuche, alle Lerneinheiten im Vorfeld festzulegen und in einer zeitlichen Übersicht zu sammeln. Passe deinen Lernplan im Laufe des Semesters an, falls du merkst, dass deine Planung nicht aufgeht. Eine Anleitung (mit Vorlagen) findest du im folgenden Lesetipp:

Lesetipp: Wie du einen Lernplan für deine nächste Prüfung erstellst – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine entspannte Prüfungsphase

 

Tipp 4:Beginne früh mit der Prüfungsvorbereitung!

Einen dritten Prüfungsversuch kannst du nicht mit wenigen Tagen Vorbereitung erfolgreich bestehen. Wenn du deine Lage nicht ernst nimmst und erst kurz vor deinem Prüfungstermin mit der Vorbereitung beginnst, setzt du deine letzte Chance leichtsinnig aufs Spiel. Im besten Fall solltest du dich seit Bekanntwerden deines zweiten Fehlversuchs auf deinen dritten, entscheidenden Prüfungstermin einstimmen und vorbereiten.

Lesetipp: Klausurvorbereitung: 5 Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du mit dem Lernen anfängst

 

Tipp 5: Lerne kontinuierlich!

Der Schlüssel für tief verankerte Kenntnisse und ein solides Stoffverständnis liegt im kontinuierlichen Lernen. Kurze, hochintensive Lerneinheiten unmittelbar vor deiner Prüfung können gelegentlich zum Erfolg führen – für deinen dritten Prüfungsversuch rate ich dir allerdings entschieden davon ab. Dafür steht zu viel auf dem Spiel. Mach es dir stattdessen zur Gewohnheit, regelmäßig für deine Prüfung zu lernen. Am besten bereitest du dich ab dem ersten Tag vor. Arbeite einfach nur ein kleines Bisschen – dafür aber jeden Tag. In Summe wirst du damit die beste Leistung abrufen können.

Lesetipp: Wie du mit Non-Zero Days die Handbremse beim Studieren löst und richtig durchstartest

 

Tipp 6: Lerne in Etappen!

Kurz vor ihrem dritten Prüfungsversuch lernen viele Studenten tage- und nächtelang durch. Sie beschäftigen sich stundenlang mit ihren Lernunterlagen, wiederholen alte Prüfungsaufgaben und arbeiten bis zur totalen Erschöpfung. Doch leider bringt diese Strategie nur wenige Vorteile mit sich. Im schlimmsten Fall kann diese Art des Lernen sogar nach hinten los gehen, weil durch die beschriebene Dauerbelastung Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit rapide abnehmen. Am Ende steht ein hoher zeitlicher Aufwand gegen eine mittelmäßige bis schlechte Ausbeute. Viel sinnvoller ist es hingegen, wenn du in Etappen lernst und zwischen deinen Lerneinheiten kurze Pausen einstreust. Wie du dabei vorgehen kannst, zeige ich dir in diesem Artikel:

Lesetipp: Wie du mit der Pomodoro-Technik an einem einzigen Tag mehr schaffst, als sonst in einer ganzen Woche

 

Tipp 7: Konzentriere dich nur auf deinen dritten Prüfungsversuch!

Es kommt häufig vor, dass der dritte Versuch einer Prüfung von anderen Prüfungsterminen umgeben ist. Die Klausurplaner deiner Hochschule nehmen in der Regel wenig Rücksicht auf Wiederholer und organisieren die Klausurphase nicht nach deinen individuellen Bedürfnissen. Du musst daher selbst dafür sorgen, dass du vor deiner entscheidenden Prüfung genug Zeit zum Lernen hast und nicht von anderen Verpflichtungen abgelenkt wirst. Versuche, deine volle Konzentration auf deinen dritten Versuch zu legen. Sage konkurrierende Termine ab oder schiebe andere Prüfungen im Notfall, damit du dich komplett fokussieren kannst.

Lesetipp: Das verblüffend einfache Geheimnis hochproduktiver Studenten

 

Tipp 8: Kenne die Rahmenbedingungen!

Dritte Prüfungsversuche sind auch aus prüfungsrechtlicher Sicht etwas Besonderes. Wie eingangs erwähnt, droht nach dem dritten Nichtbestehen normalerweise die Exmatrikulation – doch es gibt je nach Hochschule Besonderheiten, die für diese Situation vorgesehen sind. Einige Unis bieten zum Beispiel eine finale Ergänzungsprüfung an oder sehen unter gewissen Umständen einen vierten Prüfungsversuch vor. Diese Regelungen musst du kennen, bevor du deine große Herausforderung annimmst. Alle prüfungsrechtlichen Spielregeln findest du in deiner Prüfungsordnung. Lies die entsprechenden Passagen unbedingt nach und informiere dich ausführlich über die geltenden Rahmenbedingungen.

Lesetipp: Die Heilige Schrift: 5 Gründe, warum du deine Prüfungsordnung lesen solltest

 

Tipp 9: Überwinde deine Prüfungsangst!

Ja, ein dritter Versuch ist eine Ausnahmesituation. Du stehst mit dem Rücken zur Wand und fühlst dich schlecht. Ich kann verstehen, wenn du dich unwohl fühlst und dir die Lage Angst macht. Doch du darfst dich nicht von deiner Prüfungsangst überwältigen lassen; du musst ihr ins Auge blicken und dagegen ankämpfen. Wenn dich deine Prüfungsangst lähmt und du dich ihr ergibst, hast du deinen letzten Prüfungsversuch vergeigt, bevor du überhaupt mit dem Lernen angefangen hast. Verdränge deine Angst nicht. Akzeptiere sie. Spüre sie. Setz dich mit ihr auseinander. Ordne sie ein. Und dann überwinde sie. So könnte es gelingen:

Lesetipp: Mal den Teufel an die Wand: So überwindest du deine Prüfungsangst

 

Tipp 10: Spiele deine Prüfung in Gedanken durch – und bestehe sie!

Zurück zu Tipp 1: Prüfungserfolg beginnt im Kopf. Wenn du deinen Drittversuch bestehen möchtest, musst du die Herausforderung mental annehmen und dich auf ein positives Ergebnis einstimmen. Nicht, damit du dich auf dem Gedanken, dass schon alles gutgehen wird, ausruhen kannst, sondern um deine Willenskraft mit einem positiven Gefühl zu verstärken. Spiele deine bevorstehende Prüfung deshalb in Gedanken durch. Stell dir vor, wie du fleißig und effizient lernst. Male ein Bild in Gedanken davon, wie du während der Prüfung über dich hinauswächst. Sieh dir vor deinem inneren Auge dabei zu, wie du die Prüfung am Ende bestehst und überglücklich bist. Und dann nutze diese Motivation, um dich optimal auf deine Prüfung vorzubereiten.

Lesetipp: Wie du den Priming-Effekt im Studium für bessere Ergebnisse und mehr Motivation beim Lernen nutzen kannst

 

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Fazit

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Und ein dritter Prüfungsversuch fällt eindeutig in diese Kategorie. Viele Studenten behandeln ihre letzte Prüfungschance wie eine gewöhnliche Standardprüfung – und scheitern. Solltest du dich jemals in dieser Situation befinden, musst du deine Strategie daher anpassen. Die zehn Tipps von oben helfen dir dabei.

Falls du die Sache wirklich ernst meinst und deinen dritten Prüfungsversuch professionell vorbereiten willst, habe ich noch drei Profilesetipps für dich:

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Unaufhaltsame Motivation:

Arschtritt-Buch – Selbstmotivation im Studium

Ein dritter Prüfungsversuch ist hart, aber machbar. Mit der richtigen Herangehensweise wirst du es schaffen. Lass dich nicht unterkriegen, mach dich nicht selbst fertig und beginne noch heute mit deiner Prüfungsvorbereitung.

Viel Erfolg!

 

Bild: © Japheth Mast / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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