Wie du produktiv in der Uni-Bibliothek lernen kannst - 7 Tipps für mehr Konzentration

Wie du produktiv in der Uni-Bibliothek lernen kannst – 7 Tipps für mehr Konzentration

von Tim Reichel

Das Lernen in der Bibliothek unterscheidet sich vom Lernen im Homeoffice. Diese Tipps helfen dir dabei, konzentriert und produktiv zu arbeiten...

Für viele Studenten ist die Uni-Bibliothek mehr als eine Hochschuleinrichtung, in der man Bücher und Zeitschriften ausleihen kann. Während des Semesters, aber vor allem im Rahmen der Prüfungsvorbereitung avanciert die Bibliothek zu einem der beliebtesten Lernorte. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Kostenlose Lernplätze, Lehrbücher in Griffnähe, gutes WLAN, ruhige Arbeitsatmosphäre.

Nicht umsonst sind die besten Plätze in der Bibliothek häufig belegt. Ist man während der Stoßzeiten zu Beginn der Prüfungsphase nicht rechtzeitig vor Ort, lässt sich nur noch mit Glück ein Plätzchen zum Lernen finden.

Doch bei all den genannten Vorzügen: Konzentriertes Lernen in der Bibliothek ist manchmal schwierig.

Nicht, weil die Voraussetzungen dafür nicht gegeben wären, sondern weil die meisten Studenten ohne Plan und passende Strategie losziehen. Damit deine nächste Lernsession in der Bibliothek erfolgreich verläuft , habe ich sieben praktische Tipps für dich zusammengestellt.

 

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So lernst du produktiv in der Bibliothek

Das Lernen in der Bibliothek unterscheidet sich vom Lernen im Homeoffice. Natürlich gibt es auch Gemeinsamkeiten (Auswahl von Lerntechniken, Erstellung von Lernunterlagen, Vermeidung von Ablenkungen usw.), doch wesentliche Bestandteile der Arbeitsweise sind anders. Und: Diese Unterschiede sorgen dafür, dass viele Studenten ineffizient von ihrem Bib-Besuch zurückkehren und nur ein Bruchteil dessen geschafft haben, was sie sich ursprünglich vorgenommen hatten.

Deswegen solltest du dir – BEVOR du zum Lernen Richtung Bibliothek aufbrichst – ein paar Gedanken machen und deine Lerneinheiten vorbereiten. Halte dich dazu an diese sieben Tipps:

 

Tipp 1: Lege ein konkretes Ziel fest!

In der Hoffnung produktiver zu sein als sonst verlegen viele Studenten ihre Lernsessions in die Bibliothek. Doch die meisten von ihnen kehren nach Stunden mühevoller Arbeit ohne nennenswerte Fortschritte zurück. Der Grund: Sie lernen ziellos. Anstatt von vornherein ein konkretes Lernziel festzulegen, lautet ihre Devise schlichtweg: lernen. Doch „lernen“ kann alles bedeuten. Alles und nichts. Am Ende sind diese Studenten beschäftigt – aber nicht produktiv. Bestimme deswegen vor jeder Lerneinheit ein konkretes, messbares Ziel.

Beispiel: „Heute werde ich eine Stunde in der Bibliothek lernen und dabei Kapitel 2 aus dem Lehrbuch zusammenfassen.“

 

Tipp 2: Denke an die passende Ausrüstung!

Der größte Vorteil vom Lernen zu Hause besteht darin, dass du Zugriff auf alle relevanten Hilfsmittel hast. Dir steht genug Papier zur Verfügung, du hast ausreichend Stifte und Büromaterial zur Hand und kannst bei Bedarf deinen Computer nutzen oder etwas ausdrucken. Sollte es dich jedoch zum Lernen in die Bibliothek verschlagen, ist dein Equipment nicht vollständig griffbereit. Deshalb musst du dir im Vorfeld darüber Gedanken machen, welche Ausrüstung du brauchst und mitnehmen solltest. Lass es nicht zu, dass dein Lernfluss durch fehlende Hilfsmittel gebremst wird, sondern plane deine Aktivitäten vorher.

Beispiel: Lege für jedes deiner Fächer eine Checkliste mit den benötigten Hilfsmitteln zurecht und gehe die Liste vor jeder auswärtigen Lerneinheit durch.

 

Tipp 3: Wähle den richtigen Platz!

Die Plätze in der Bibliothek sind rar – zumindest die guten. Doch wann ist ein Platz gut? Antwort: wenn du dort konzentriert arbeiten kannst. Viele Studenten bevorzugen Sitzplätze am Fenster, weil dort bessere Lichtverhältnisse herrschen und weniger Durchgangsverkehr das Lernen stört; andere ziehen kleinere Lernräume den großen Lesesälen vor. Am Ende liegt die Entscheidung bei dir. Es ist nur wichtig, dass du sie bewusst fällst und herausfindest, an welchen Arbeitsplätzen du am leistungsfähigsten bist.

Beispiel: Teste verschiedene Arbeitsplätze in der Bibliothek und entscheide dann, an welchem Ort du am besten lernen kannst. Revidiere deine Entscheidung notfalls.

 

Tipp 4: Lass dein Handy zu Hause!

Während du zu Hause im Homeoffice mit zahlreichen Ablenkungen und ineffizienten Gewohnheiten kämpfen musst, bietet die Bibliothek eine isolierte, fokussierte Arbeitsatmosphäre. Haushalt, Serien schauen und andere Zeitfresser laufen dir hier nicht über den Weg. Nur eine einzige Sache bedroht deine Konzentration: dein Handy. Internet, Social Media oder die neuste Spiele-App ziehen ortunabhängig deine Aufmerksamkeit auf sich. Davor bist du auch in der Bibliothek nicht sicher – es sei denn du lässt dein Handy zu Hause. Diese Maßnahme ist hart und kompromisslos, aber sie funktioniert. Frage dich: Willst du lernen oder kommunizieren? Möchtest du Erfolg oder Ablenkung? Du hast die Wahl.

Beispiel: Triff die bewusste Entscheidung, dein Handy für die nächste Lerneinheit in der Bibliothek zu Hause zu lassen. Alternativ kannst du dir eine App installieren, die dein Handy für einen festen Zeitraum sperrt und den Zugriff auf andere Apps blockiert.

 

Tipp 5: Kapsle dich von der Außenwelt ab!

Ich kenne viele Menschen, die davon ausgehen, dass es in der Bibliothek mucksmäuschenstill ist. Doch diese Menschen waren noch nie dort. Ja, in der Bibliothek ist es in Regel ruhig – aber nicht geräuschlos. Je nach Platz und Auslastung können die Nebengeräusche unglaublich störend sein und eine produktive Lernsession verhindern. Deswegen musst du reagieren: Benutze Kopfhörer oder Ohrstöpsel und kapsle dich für einen Moment von der Außenwelt ab. Wenn es dir gelingt, das Hintergrundrauschen ohne Hilfsmittel auszublenden: Glückwunsch. Gelingt es dir allerdings nicht, solltest du nachhelfen.

Beispiel: Teste bei deiner nächsten Lerneinheit wahlweise Ohrstöpsel oder konzentrationsfördernde Musik, damit du dich von Störgeräuschen isolieren kannst. Geheimtipp: Einige der erfolgreichsten Menschen der Welt schwören auf Regengeräusche. Klingt verrückt, aber probiere es mal aus.

Hier habe ich dir ein Beispiel herausgesucht.

 

Tipp 6: Trinke viel Wasser!

Die meisten Lernräume in Bibliotheken sind entweder so groß, dass sie mit einer Klimaanlage ausgestattet sind oder so klein und gleichzeitig so vollgepackt mit Büchern, dass du den angesetzten Staub riechen kannst. Beide Szenarien führen zu trockener, unangenehmer Luft, die sich wiederum negativ auf deine Produktivität auswirken kann. Achte deshalb darauf, dass du deinen Körper mit genug Wasser versorgst. Nimm entweder vor dem Lernen ausreichend Flüssigkeit zu dir oder nimm eine Wasserflasche mit in die Bibliothek (allerdings nur, wenn es erlaubt ist).

Beispiel: An Tagen, an denen du viel lernst, solltest du mindestens zwei bis drei Liter Wasser trinken. Nicht auf einmal, aber über den Tag verteilt. Versuche, nach jeder 30-minütigen Lerneinheit mindestens 200 ml Wasser zu trinken.

 

Tipp 7: Lerne in Etappen!

In der Bibliothek lernen viele Studenten ununterbrochen am Stück. Wenn sie schonmal da sind, sollten sie die Zeit auch voll ausnutzen, denken sie sich. Das ist richtig – doch, wenn du für mehrere Stunden am Stück – ohne Pause – lernst, nutzt du deine Zeit nicht voll aus. Du verschwendest sie. Warum? Weil nach langen Lerneinheiten deine Konzentration schwindet und deine Leistungsfähigkeit einbricht. Außerdem sinkt deine Gedächtnisleistung, was die bisherige Arbeit zunichtemacht oder um einen großen Anteil abschwächt. Nicht besonders klug, oder?

Beispiel: Lerne in ca. 30 Minuten langen Etappen, die von kurzen Pausen (5 Minuten) getrennt sind. Auf diese Weise bleibst du frisch und fokussiert.

 

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Fazit

Lernen in der Bibliothek kann hervorragend funktionieren und großartige Resultate liefern. Allerdings nur, wenn du das Ganze klug und professionell angehst. Du brauchst einen Plan, denn von alleine bewirkt dieser Lernort keine Wunder. Auf welche zentralen Aspekte du dabei achten solltest, habe ich dir in diesem Artikel gezeigt.

Nochmal in der Übersicht:

  • Lege ein konkretes Ziel fest!
  • Denke an die passende Ausrüstung!
  • Wähle den richtigen Platz!
  • Lass dein Handy zu Hause!
  • Kapsle dich von der Außenwelt ab!
  • Trinke viel Wasser!
  • Lerne in Etappen!

Halte dich an diese sieben Tipps und deine Lerneinheiten in der Bibliothek werden um ein Vielfaches produktiver und angenehmer, als du es dir jemals vorgestellt hast.

Viel Erfolg!

 

Bild: © Sebas Ribas / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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