So kannst du dich von einer anstrengenden Prüfungsphase erholen

So kannst du dich von einer anstrengenden Prüfungsphase erholen

von Tim Reichel

In diesem Artikel lernst du, wie du dich von einer anstrengenden Prüfungsphase erholen und mit voller Energie in dein neues Semester starten kannst...

Voller Energie springst du aus dem Bett. Du bist lange vor dem Klingeln deines Weckers aufgewacht und sofort voll da. Es ist ein bisschen wie Weihnachten. Vor lauter Vorfreude konntest du kaum schlafen, denn: Heute beginnt das neue Semester. Endlich! Ausgeruht und bestens vorbereitet machst du dich auf den Weg zur ersten Vorlesung. Nichts kann dich aufhalten. Alles fühlt sich neu und aufregend an. Heute ist DEIN großer Tag…

Du glaubst diese Geschichte ist wahr?

Dann muss ich dich leider enttäuschen – sie ist frei erfunden.

Fast alle Studenten starten eher schleppend in die neue Vorlesungszeit. Nicht, weil sie schlecht organisiert sind oder ihr Studium auf die leichte Schulter nehmen. Nein, sie kämpfen noch mit den Nachwirkungen der vergangenen Prüfungsphase. Die unzähligen Klausuren, Referate und Hausarbeiten stecken ihnen noch in den Knochen. Und diese Belastung lässt sich nicht einfach abschütteln.

Die Folge: Zum Semesterstart bist du weit von deinem „normalen“ Leistungsniveau entfernt. Und wenn du nicht aufpasst, fällst du dadurch direkt zurück und läufst von Anfang an dem Vorlesungsstoff hinterher. Damit dir das nicht passiert, zeige ich dir in diesem Artikel, wie du dich schnell und gründlich von einer anstrengenden Prüfungsphase erholen kannst. Auf diese Weise lässt du alle Strapazen hinter dir und kannst mit voller Energie in dein neues Semester starten.

 

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11 Wege, wie du dich von deiner Prüfungsphase erholen kannst

Ich weiß, jeder Mensch hat seine eigenen Erholungsrituale und schöpft aus den unterschiedlichsten Quellen Kraft und Regeneration. Trotzdem gibt einige „Erholungsgrundpfeiler“, die von vielen Studenten außer Acht gelassen werden. Orientiere dich daher an der folgenden Übersicht und du wirst erholter und fitter aus deiner Prüfungsphase hervorgehen als jemals zuvor.

1. Mental abschließen

Der erste Schritt, um deine vergangene Prüfungsphase hinter dir zu lassen, besteht darin, einen mentalen Schlussstrich zu ziehen. Ich erlebe immer wieder Studentinnen und Studenten, die in der Vergangenheit leben. Sie denken an Aufgabe 2 aus der letzten Klausur, erinnern sich an die knapp verfehlte Note oder hadern mit der ungerechten Punkteverteilung des dicken Professors. Das kannst du natürlich so machen – doch es bringt dir nichts.

Versuche daher, mit deiner Prüfungsphase mental abzuschließen. Triff die Entscheidung, dass du vergebenen Chancen nicht mehr nachtrauern wirst und hör auf damit, dir mögliche Fehler immer wieder vor Augen zu führen. Natürlich sollst du aus der Vergangenheit lernen und es zukünftig besser machen. Ständiges Grübeln, Selbstzweifel und Vorwürfe helfen dir aber nicht weiter. Schlimmer noch: Sie blockieren dich und klauen dir wertvolle Energie.

2. Ausmisten und Aufräumen

Nachdem du mental für Ordnung gesorgt hast, solltest du die Überbleibsel deiner Prüfungsphase auch aus deiner Wohnung oder aus deinem Zimmer entfernen. Ich meine damit nicht, dass du ein großes Ordner- und Bücherfeuer entfachen solltest, sondern vielmehr, dass du deine Lernunterlagen sortieren und ablegen solltest. Räume deinen Arbeitsplatz auf und beseitige das Chaos, dass aufgrund deiner unzähligen Lernsessions entstanden ist.

Diese Ordnung wird sich automatisch auf deine Gedanken und deine Handlungen übertragen, sodass du viel klarer auf dein neues Semester schauen kannst. Anstatt ständig an den zurückliegenden Lernstoff zu denken, richtest du deinen Blick nach vorne und konzentrierst dich auf deine kommenden Herausforderungen.

3. Spaß haben

Eigentlich gehört dieser Punkt an Stelle 1, aber weil „Mental abschließen“ und „Ausmisten und Aufräumen“ häufig vergessen werden, habe ich mich anders entschieden. Spaß, Leidenschaft und Begeisterung sind die größten Energiespender und können in erstaunlicher Weise zu deiner Erholung betragen. Unabhängig davon, wie deine letzte Prüfungsphase lief, solltest du dir daher etwas Schönes gönnen – und einfach nur Spaß haben.

Schiebe einen kleinen Urlaub ein, besuche Freunde oder Familie, kauf dir ein neues Spiel für die Playstation oder reiße jemanden beim Feiern auf. Vielleicht kannst du auch ein Konzert besuchen, zu einer Comedy-Veranstaltung gehen oder die neuste Jochen-Schweizer-Bungee-Fallschirm-Kanu-Tour machen. Im Prinzip ist die Beschäftigung völlig egal – es zählt nur das Gefühl, das du dabei hast. Und das sollte so großartig sein, dass du für einen Moment alle Sorgen vergisst und voll in der Situation aufgehst.

4. Schlafen

Schlafmangel ist unter Studenten weit verbreitet. Während der Prüfungsphase oder kurz vor der Abgabe einer wichtigen Studienarbeit erreicht das Schlafdefizit in der Regel seinen Höhepunkt. Diese Übermüdung darfst du allerdings nicht unterschätzen. Wenn du zu wenig schläfst, verlierst du deine Leistungsfähigkeit, schädigst deine sozialen Beziehungen und wirst krank. Es gibt keinen einzigen Vorteil, der zu wenig Schlaf rechtfertigen würde.

Doch die gute Nachricht ist: Schlaf kann man nachholen. Und genau das solltest du nach deiner Prüfungsphase tun. Schlafe dich aus. Versuche dabei ruhig, drei oder vier Tage hintereinander etwas länger zu schlafen als sonst. Dein Körper wird sich die nötige Regenrationszeit schon nehmen, wenn du ihm ein paar zusätzliche Stunden im Bett anbietest.

5. Tagesrhythmus korrigieren

Mit fehlendem Schlaf geht in der Regel ein verschobener Tagesrhythmus einher. Dadurch, dass viele Studenten während der Klausurphase bis in die Nacht lernen, sind sie es nicht mehr gewohnt, zu „normalen“ Zeiten ins Bett zu gehen. Sie haben sich darauf eingestellt, bis 1 oder 2 Uhr nachts am Schreibtisch zu sitzen oder haben ihre Lerneinheiten auf die frühen Morgenstunden verlegt.

Diese Struktur solltest du schnellstmöglich korrigieren, denn sonst verfestigen sich diese Gewohnheiten und können nur schwer geändert werden. Nimm dir dazu einen sogenannten „Übergangstag“, an dem du nichts anderes machst, als auf einen üblichen Tagesrhythmus hinzuarbeiten. Keine Termine, keine Aufgaben, dein einziges Ziel ist es, um 11 Uhr ins Bett zu gehen. Am Folgetag wird dir die Umgewöhnung deutlich leichter fallen.

6. Trinken

Nein, ich meine nicht irgendwelche alkoholischen Getränke oder andere flüssige Drogen. Ich empfehle dir das beste und am meisten unterschätzte Getränk der Welt: Wasser. Flute deinen Körper mit Wasser und versuche, drei bis vier Liter täglich davon zu trinken. Anfangs ist das mit etwas Überwindung verbunden und du wirst ständig zur Toilette laufen müssen, doch das durchsichtige Wundermittel wird dir gut tun.

Wasser fördert nicht nur die Regeneration deiner Körperzellen, sondern verbessert zudem deinen Stoffwechsel. Insbesondere dann, wenn du dich erschöpft und müde fühlst, solltest du viel Wasser trinken und deinen Organismus damit wieder in Schwung bringen. Außerdem wirkt Wasser entgiftend, was auch in Zusammenhang mit dem nächsten Punkt von Bedeutung ist.

7. Entzug

Während der Klausurphase greifen viele Studenten zu Aufputschmitteln. Die meisten beschränken sich dabei auf legale Erzeugnisse wie Kaffee, Tee oder Energy Drinks. Andere werfen täglich zwei Kopfschmerztabletten ein oder beschaffen sich verschreibungspflichtige Medikamente, die (angeblich) leistungssteigernd wirken sollen. Abgesehen davon, dass ich dir entschieden von Letzterem abrate, solltest du dich nach deinen Prüfungen auf eine radikale Entziehungskur setzen.

Nur durch einen entschlossenen Entzug wirst du dich vollständig von deiner Prüfungsphase erholen können. Solltest du hingegen auch nach dieser Zeit weiterhin zehn Tassen Kaffee pro Tag trinken oder einen Jumbo-Tabletten-Cocktail frühstücken, schaffst du Verhaltensmuster, die dich langfristig ruinieren werden. Trinke stattdessen Wasser oder suche dir eine gesunde Alternative.

8. Bewegung

Prüfungsvorbereitung hat typischerweise nicht viel mit Sport oder Bewegung zu tun. Mal abgesehen von dem Durchs-Zimmer-Laufen beim Auswendiglernen wirst du die meiste Zeit sitzen oder liegen – und das ist deiner Gesundheit auf Dauer nicht zuträglich. Aus diesem Grund solltest du nach dem Prüfungsstress ein neues, persönliches Sportprogramm auflegen und körperlich aktiv werden.

Alternativ kannst du dir auch einen Nebenjob suchen, bei dem du körperlich arbeiten musst. Verdiene dir etwas in der Gastronomie-Branche dazu, hilf auf einem Bauernhof aus, arbeite als Stadtführer oder heuere als Bauarbeiterin an. Manchmal sind gerade stumpfsinnige Arbeiten Balsam für deinen strapazierten Geist und können die beste Erholung sein.

9. Soziale Wiedereingliederung

Neben deiner körperlichen und – mit Verlaub – geistigen Rehabilitation solltest du nach deinen Prüfungen besonderen Wert auf soziale Kontakte legen. Während der Prüfungsvorbereitung bist du meistens auf dich allein gestellt. Für gesellschaftliche Events, ausufernde Partys mit deinen Freunden oder lange Familienfeiern hast du schlichtweg keine Zeit. Doch genau diese gemeinsame Zeit mit deinen Lieblingsmenschen solltest du jetzt nachholen.

Verabrede dich mit deinen Freunden, ruf deine Oma an und besuche deine Eltern. Vielleicht kannst du auch einen Kurzurlaub mit deinem Partner oder deiner Partnerin einschieben, um eure Beziehung zu stärken. Arbeite diese Treffen jedoch nicht einfach nur ab, sondern genieße jeden Moment und schenke deinen Mitmenschen deine volle Aufmerksamkeit. Dann werden sie dir auch verzeihen, wenn du während der nächsten Prüfungsphase kurz abtauchst.

10. Abstand nehmen

Bevor du dich voll und ganz deinem neuen Semester widmen kannst, ist es wichtig, einen Schritt zurückzutreten und mit etwas Abstand auf deine Prüfungsphase zu blicken. Nimm dabei die Perspektive eines neutralen Beobachters ein und versuche, die vergangenen Wochen und Monate objektiv zu bewerten. Wie ist deine Prüfungsphase abgelaufen? Was lief gut? An welchen Stellen kannst du dich noch verbessern?

Versuche, deine Beobachtungen aufzuschreiben und berichtet von dir selbst in der dritten Person: „Sie hat etwas zu spät mit dem Lernen angefangen. Das muss sie im neuen Semester anders machen.“ oder „Er darf nicht so hart mit sich ins Gericht gehen und muss lernen, sich selbst zu verzeihen, wenn er Fehler begeht.“ Auf diese Weise fällt es dir leichter, deine eigene Leistung zu bewerten, ohne dabei unsachlich zu werden. Diese Übung wirkt ein bisschen komisch – ich weiß. Aber sie ist effektiv. Lächerlich effektiv.

11. Neue Ziele setzen

Zu guter Letzt solltest du deine Ziele für das vergangene Semester durch neue Ziele ersetzen. Was möchtest du im nächsten Halbjahr erreichen? Welche Fehler möchtest du vermeiden? An welchen Gewohnheiten möchtest du arbeiten und wie willst du dich weiterentwickeln? Erst klare Ziele helfen dir dabei, herausragende Ergebnisse im Leben zu erreichen. Allein das Aufschreiben deiner persönlichen Zielsetzungen trägt dazu bei, dass du über dich hinauswächst und dein Leistungspotenzial vervielfachst.

Und das gilt auch für dein Studium: Sobald du weißt, wo du hin möchtest, kannst du den genauen Weg dorthin festlegen und die richtigen Schritte unternehmen. Damit du deine Ziele schnell und einfach formulieren kannst, habe ich drei Lesetipps für dich:

1. Wie du deinem Studium mehr Sinn gibst und nie wieder die Orientierung verlierst

2. SMART-Formel: Wie du mit klugen Studienzielen zu den Top 3 Prozent deines Studiengangs gehören kannst

3. Wie du mit der 3-P-Regel motivierende Ziele für dein Studium festlegen kannst

 

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Fazit

Egal, wie anstrengend deine Prüfungsphase auch war – mit der richtigen Strategie kannst du dich in kurzer Zeit vollständig erholen und danach frisch und motiviert ins neue Semester starten. Achte dabei auf eine individuelle Mischung der vorgestellten Erholungsbausteine und kombiniere die Maßnahmen so, wie es für dich am besten passt.

Ganz wichtig: Auch wenn deine Prüfungen nicht sehr erfolgreich waren oder du die ein oder andere Klausur nicht bestehen konntest, hast du ein Recht auf eine Pause. Du musst dich von deiner Prüfungsphase erholen – alles andere würde deine Situation nur noch verschärfen.

Darum: Gönne dir eine Erholungspause, gestalte die Pause klug und gib im neuen Semester wieder Vollgas.

Viel Erfolg dabei!

 

Bild: © Kuma Kum / unsplash.com
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Autor

Tim Reichel

Tim ist Bestseller-Autor und der Gründer von Studienscheiss. Seit über sechs Jahren hilft er Studenten und löst Probleme im Studium. Außerdem arbeitet er als selbstständiger Coach und als Fachstudienberater an einer großen deutschen Eliteuniversität.

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